Das Modemagazin (© Mirjam Rüscher )

Öfter mal was Neues: Ottensens Pop-up-Store "Das Modemagazin"

Fahrräder, Kindersachen, Ausstellungen – in dem Laden von Sandra Peters stehen nie lange dieselben Dinge zum Verkauf. Denn die Räume sind ab einem Tag mietbar und verkauft wird das, was der Mieter mitbringt. "Das Modemagazin" ist ein ein Raum auf Zeit.

Die blau-weißen Fliesen an der Wand sind noch von der Schlachterei, die früher einmal in dem Geschäft an der Ecke ansässig war. An einigen Stellen sind sie abgeplatzt. Man sieht ihnen ihr Alter an. Doch genau das zusammen mit dem schönen Holzfußboden, dem schlichten Tisch mit Stühlen und den stilvollen Lampen verleiht diesem Raum das gewisse Etwas. Hier wartet Inhaberin Sandra Peters auf ihren nächsten Mieter. Er wird die Fläche für einige Tage anmieten, um seine Waren zu verkaufen. Was genau, weiß sie bis jetzt noch nicht. Das ist auch nicht wichtig. Denn Das Modemagazin ist ein Pop-up-Store, eine Ladenfläche auf Zeit. Hier wird immer das verkauft, was der jeweilige Mieter im Angebot hat.

Ein Pop-up-Store für jede Gelegenheit

2016 hat Sandra Peters ihr eigenes Geschäft aufgegeben. 13 Jahre lang hat sie in einem Eckladen in der Eulenstraße in Ottensen ihre eigenen Waren verkauft. "All die Zeit habe ich am Heiligabend und an Samstagen gearbeitet. Ich hatte irgendwann genug vom Einzelhandel“, erzählt sie. Doch sie mochte die Ladenfläche so gern, dass sie sie nicht aufgegeben wollte. So kam sie auf die Pop-up-Idee.

Die ersten, die Das Modemagazin mieteten, waren zwei Ottenser Geschäfte aus der Nachbarschaft, die gemeinsam einen Lagerverkauf veranstalteten. Die Idee nahm Fahrt auf. Teilweise war das Geschäft über Monate ausgebucht. Mietbar ist der Laden ab einem Tag, das kostet 140 Euro Netto pro Tag. Die meisten nutzen die Fläche zwischen drei Tagen und einer Woche. "Es ist bisher wirklich eine bunte Mischung. Ein Künstler hat hier seine Vernissage gemacht, ein anderer hat Fahrräder verkauft. Manchmal sind es Online-Shops, die einen Lagerverkauf anbieten“, sagt Sandra Peters. Am meisten wurden bislang Kindersachen verkauft. Das funktioniere in Ottensen nun mal ziemlich gut. Auch Agenturen waren schon unter den Mietern, die die Räume als Showroom genutzt haben.

(© Mirjam Rüscher )

Alte Räume für Neues

Das Modemagazin ist nicht auf Hochglanz poliert, es ist eine alte Ladenfläche. Der Look soll dazu passen, Gebrauchsspuren sind gewollt. Sandra Peters hat das Geschäft extra für die Pop-up-Idee umgestaltet, nach 13 Jahren Einzelhandel musste einiges neu gemacht werden.
Sie selbst arbeitet mittlerweile in einem Büro. Sandra Peters mag es immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren, sich umzuorientieren. Da passt es doch, dass das gleiche nun in ihrem Laden passiert.

Tief in Ottensens Schaufenster geblickt

Ihr wollt noch mehr zu den Läden und Menschen wissen, die in diesem schönen Stadtteil ihre Waren feilbieten? Dann haben wir noch ein paar für euch: Da wäre Ottensens Traditionsschuster, natürlich "Der Lederladen", oder auch viele schöne Kinderläden, die auf euren Besuch warten. Und wenn ihr euch unterwegs noch was Süßes ziehen wollt, kehrt einfach beim "Bonscheladen" ein – ihr werdet es nicht bereuen.

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