(© Shutterstock/Jacob Lund )

Oberbillwerder: 5 Dinge, die ihr über den zukünftigen Stadtteil wissen solltet

Im November 2018 hat die IBA Hamburg einen Masterplan für Oberbillwerder präsentiert. Dieser sieht unter anderem vor, dass die rund 124 Hektar des neuen Stadtteils von 16.000 Menschen in etwa 7.000 Wohneinheiten bewohnt werden. Was ihr ansonsten noch über das Neubaugebiet Oberbillwerder wissen solltet, erzählen wir euch hier.

1. Fünf Quartiere mit Dorfcharakter

"The Connected City" heißt der Entwurf, mit dem die dänisch-niederländische Architekten-Kombi ADEPT und Karres + Brands den Wettbewerb um die Planung von Oberbillwerder gewonnen hat. Dieser sieht vor, dass in einer urbanen Umgebung mit Bezug zur Natur die Elemente Wohnen, Arbeiten, Shoppen und Erholung zusammenfließen. Hierfür ist laut Entwurf kein einheitliches architektonisches Bild geplant, sondern fünf Quartiere mit Dorfcharakter. Diese heben sich auf unterschiedliche Weise voneinander ab: Im zentralen "Bahn Quartier" sollen Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sein, im "Blauen Quartier" steht das Wasser im Mittelpunkt und im "Agri Quartier" gibt es auch Platz für Gärten. Das "Grüne Quartier" und das "Park Quartier" sollen Sportanlagen sowie Bildungs- und Begegnungszentren beheimaten.

2. Oberbillwerder soll eine "Active City" werden

Autofahren soll in Oberbillwerder kaum nötig sein. Die Bewohner erledigen die Wege zum Bäcker, zum Supermarkt oder in die Drogerie zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das ist die Vision von der "Active City". Auch öffentliche Fitnessgeräte sollen im zukünftigen neuen Stadtteil frei zur Verfügung stehen. Außerdem könnten viele Spielplätze, ein Schwimmbad sowie ein 4,5 Hektar großer Aktivitätspark das Bild von Oberbillwerder prägen. Die Idee dahinter: Aktivität und Bewegung sollen zum Alltag gehören und Spaß machen, ohne sich den Bewohnern aufzudrängen.

3. Oberbillwerder als kleines Venedig im Norden?

Zahlreiche Kanäle und Gräben könnten vor allem das "Blaue Quartier" durchziehen. Doch sie sind nicht nur zur Zierde da, sondern erfüllen auch einen ganz bestimmten Zweck: Sie sind Teil des Entwässerungskonzepts. Die bis zu sechs Meter breiten Kanäle und Gräben sollen besonders viel Wasser fassen und so garantieren, dass Oberbillwerder auch bei starken Regenfällen nicht überflutet wird.

4. Parkhäuser statt -plätze

Das Verkehrskonzept für Oberbillwerder könnte ebenfalls einmalig werden. Schließlich soll es im Neubaugebiet keine öffentlichen Parkplätze geben. Stattdessen nutzen die Autofahrer die elf Parkhäuser im Stadtteil . Über sogenannte "Mobility Hubs" wird dann gewährleistet, dass die Bewohner die letzten Meter nach Hause schnell zurücklegen können, indem sie sich dort etwa ein Leihfahrrad nehmen. Übrigens soll in ganz Oberbillwerder Tempo 30 gelten.

5. Proteste: Oberbillwerder ist nicht unumstritten

So schön die Vision von der "Connected City" klingen mag – es gibt auch kritische Stimmen. Oberbillwerder zieht die Proteste von Bebauungsgegnern und Naturschützern auf sich, die sogar die Initiative "Nein zu Oberbillwerder" ins Leben gerufen haben. Auch Politiker sind skeptisch, da viele Fragen bezüglich der Finanzierung und Verkehrsanbindung noch nicht geklärt sind. Außerdem ist fraglich, ob in Oberbillwerder tatsächlich ein gesundes und grünes Wohnen gewährleistet werden kann, da einige Teile doch recht dicht bebaut werden könnten.

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