In Eimsbüttel ist die nächste Haltestelle meist nicht weit weg. In Niendorf sieht das anders aus kiekmo )

Niendorf: Kommt der erste Bürgerbus für Hamburg?

In Niendorf-Ost in Flughafennähe wohnen rund 5.000 Menschen, die Bahn und Bus kaum nutzen können, da die nächste Bushaltestelle zu weit weg ist. Vor allem ältere Anwohner leiden darunter. Hamburgs erster Bürgerbus mit ehrenamtlichen Fahrern soll Abhilfe schaffen.

Bis zu 20 Minuten brauchen Hamburger aus Niendorf-Ost, um zur nächsten Bushaltestelle zu gelangen. Für die Älteren ist das kaum zu schaffen. Je näher sie am Flughafen wohnen, desto länger ist der Weg. Um Einkäufe zu erledigen oder zum Arzt zu fahren, müssen sie sich dann entweder von Verwandten fahren lassen oder ein teures Taxi bezahlen. Vom Hamburger Verkehrsverbund kam bisher keine Hilfe, deswegen hat sich das Bezirksamt Eimsbüttel etwas anderes überlegt: Ein Bürgerbus soll die Anwohner zur nächsten Bushaltestelle bringen.

So funktioniert Hamburgs erster Bürgerbus

Der Regionalausschuss hat 20.000 Euro für den Betrieb eines Bürgerbusses freigegeben. Die Bezirksversammlung in Eimsbüttel muss die Einführung nun noch bestätigen – das ist aber so gut wie sicher. Das Konzept: Bürger fahren Bürger. Deutschlandweit gibt es Bürgerbusse bereits in 60 bis 70 Kommunen. Die Fahrer sind meist ehrenamtlich tätig. Nach vorheriger Anmeldung werden die Anwohner zu Hause abgeholt und an der nächsten Bushaltestelle abgesetzt. In der Regel bieten die Kleinbusse Platz für neun Personen und zwei bis drei Rollatoren. Damit sich die Kosten im Rahmen halten, werden sie geleast, nicht gekauft. Wie häufig der Bürgerbus in Niendorf unterwegs sein wird, ist noch nicht raus. Üblich sind aber zwei bis drei Tage pro Woche.

Das Bezirksamt sucht ehrenamtliche Fahrer

Für den Bürgerbus in Niendorf haben sich bereits einige freiwillige Fahrer gemeldet. Es sind aber bei weitem noch nicht genug. Habt ihr selbst Interesse an einem Ehrenamt in Hamburg oder kennt ihr jemanden, der als Fahrer für den Bürgerbus in Frage kommt? Dann könnt ihr euch gern bei dem Regionalbeauftragten des Bezirksamts Eimsbüttel Michael Freitag melden, telefonisch unter 040 4 280 155 67 oder per Mail: regionalbeauftragter@eimsbüttel.hamburg.de

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