(© Unsplash / Julia Solonina )

5 News, die wir Hamburger echt nicht mehr hören können

Stau auf der A7? Schon wieder ein Trainer weg beim HSV? Und na klar, der Fernsehturm eröffnet ganz bald. Hier kommen fünf News, die wir Hamburger echt nicht mehr hören können.

1. Der Fernsehturm wird endlich eröffnet. Ganz bald schon. Wer's glaubt ...

Vielleicht erinnert ihr euch ja auch noch, wie das damals war. Als es sonntags mit der ganzen Familie auf den Fernsehturm ging. Blick über Hamburg, ein leckeres Stück Kuchen – herrlich. Seit fast 20 Jahren ist das Restaurant in den Wolken nun dicht. Und immer wieder wird uns versprochen, dass ein neuer Betreiber kommt. Im Frühjahr war sogar von Kult-Koch Tim Mälzer als zukünftigem Gastronom-Chef im Telemichel die Rede. Auch das Unternehmen Edeka gehörte angeblich zu den Interessenten, die Hamburgern und Touristen endlich wieder grandiosen Weitblick über Elbe und Alster ermöglichen wollten. Mittlerweile ist es wieder ruhig um die Pläne geworden. Wird wohl wieder mal nichts draus. Und wir bleiben am Boden. Schade, oder?

2. Kilometerlanger Stau vorm Elbtunnel? Heilige Höhenkontrolle!

Wer hinter dem Lenkrad eines Brummis sitzt, der weiß um die Höhe seines gewaltigen Gefährts. Sollte man meinen. Trugschluss! Wir Hamburger wissen das aus leidiger Erfahrung. Denn wir kennen die nervigen News. Wenn der Signalton des Verkehrsstudios dengelt und gleich darauf das Wort "Höhenkontrolle" fällt, heißt das nichts anderes als: Elbtunnel dicht. Weil der automatische Alarm ausgelöst hat. Weil einer am Steuer mal wieder zu optimistisch war. Oder die Schilder nicht gesehen hat. Vier Meter ist die magische Grenze, bei der es eng wird. Muss übrigens nicht unbedingt ein Brummi sein, eine Plane, die vom Wagen im Wind zu hoch flattert, reicht auch. Dann springen die Ampeln vorm Tunnel auf Rot. Satte 98 Mal war das im Jahr 2018 der Fall. Folge ist Stau. Und der baut sich meist schneller auf als ihr von der Autobahn flüchten könnt. Gern mal bis nach Elmshorn und Quickborn zurück. Heilige Höhenkontrolle.

3. Wieder einer gefeuert. Beim HSV hat immer der Trainer Schuld

Sie hießen Bruno, Bernd, Markus und Christian. Labbadia, Hollerbach, Gisdol und Titz. Und sie alle sollten den HSV in bessere Zeiten führen. Hätten sie vielleicht sogar noch, wenn sie nicht gefeuert worden wären. Weil ihnen die Schuld gegeben wurde. Für sportlichen Misserfolg beim Traditionsclub vom Volkspark. Nein, wir können diese Nachrichten von entlassenen Coaches echt nicht mehr hören. Ist schließlich nie besser, sondern eigentlich immer nur noch schlechter geworden. Zum Glück scheint der Club ja mit Dieter Hecking jetzt endlich sein Glück zu finden. Trainer erfüllt seinen Vertrag beim HSV – das wäre doch mal eine News, die wir hören wollen.

4. Sorry, die Baustelle braucht dann doch etwas länger!

Der Klassiker, oder? Habt ihr nicht auch das Gefühl, dass in Hamburg einfach gar nichts pünktlich fertig wird? Vor allem wenn es darum geht, Straßen zu sanieren, Rohrbrüche zu flicken oder Kreuzungen endlich mal fit für den Radverkehr zu machen. Oft gibt es dann Zeitpläne, die immer wieder korrigiert werden müssen. Ihr wollt ein Beispiel? Da lohnt der Blick an die Alster. Wo rund um die Krugkoppelbrücke 2018 die Bagger rollten. Monat für Monat ging ins Land. Verzögerung folgte auf Verzögerung. An der Hudtwalkerstraße in Winterhude sah es nicht viel besser aus. Dabei hat der zuständige Senator Michael Westhagemann doch angeblich etliche Koordinatoren eingestellt, damit es auf Hamburgs nervigsten Baustellen schneller voran geht. Naja, für November bittet die Stadt ja erstmal zu einem Tag der offenen Tür. Da können die Bürger ihrem Ärger Luft machen. Kommen bestimmt ein paar vorbei. Wenn sie nicht im Stau stecken bleiben.

5. Wohnen in Hamburg wird immer teurer. Und Eppendorf schießt den Vogel ab

Hamburgs Wohnungen werden teurer – diese News könnt ihr doch sicher auch nicht mehr hören, oder? Kann sich ja auch kein Normalverdiener mehr leisten, in Eimsbüttel, Altona oder Ottensen zu leben. Immer mehr Familien müssen die Stadt verlassen, suchen sich was in Pinneberg oder Stormarn. Den Vogel schoss Anfang des Jahres Eppendorf ab. Da wurde glatt eine 3-Zimmer-Dachgeschosswohnung mit Terrasse angeboten. Und zwar dort, wo statt des abgerissenen Kult-Italieners Tre Castagne ein ziemlich gesichtsloser Neubau steht. Beim aufgerufenen Preis dürfte sich manch einer die Augen gerieben haben: 134,92 Quadratmeter Wohnfläche für 3.648,84 Euro. Ohne Nebenkosten wohlgemerkt. Kaltmiete! mal eben 27 Euro kalt pro Quadratmeter am Eppendorfer Markt – wer soll das denn noch bezahlen? Da tun News von Spekulation und forciertem Leerstand, die in Eppendorf und rund um Kampnagel grad die Runde machen, nochmal so weh. Nein, die wollen wir auch nicht mehr hören.

Alles furchtbar

Lauter langweilige News also. Wir wussten es aber auch schon immer: Hier sind 10 Gründe, warum Hamburg ganz furchtbar ist.

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