Julia, Kati und Lena (von links) von Kluntje produzieren nachhaltige Mode aus Upcycling- oder Biostoffen (© Kluntje )

Neues Modelabel aus Ottensen: Kluntje ist voll am Start

Beim Nordstarter Crowdfunding Contest hat das nachhaltige Modelabel Kluntje den ersten Platz gemacht. Die Ottensenerinnen sind jetzt voll am Start.

Im Juni hatten Hamburger Kreativ Gesellschaft und das Stadtmagazin SZENE HAMBURG kreative Gründer zum Nordstarter Crowdfuning Contest aufgerufen. 14 kreative und innovative Projekte haben dabei nsgesamt 1.125 Unterstützer für sich überzeugt und über 50.000 Euro eingenommen. Das Modelabel Kluntje hat es aufs Siegertreppchen geschafft und freuen sich nun über 1.500 Euro Preisgeld und eine mediale Begleitung durchs erste Jahr. Was die Macherinnen während des Contests gelernt haben und wie es jetzt für sie weitergehen soll, erzählen sie hier.

Was ist bei eurer Kampagne gut gelaufen?

Wir haben uns vorher ziemlich genau überlegt, welche Zielgruppe wir ansprechen wollen und danach unsere Kampagne gestaltet. Jeden Mittwoch haben wir Videos veröffentlicht, in denen wir über die neusten Ereignisse und über unsere Gefühlslage berichtet haben. Diese kamen immer sehr gut an, da die Crowd mitfiebern und emotional an dem Projekt teilhaben konnte. Fast jeden Montag haben wir über unsere Social Media-Kanäle neue Dankeschöns promotet, das hat natürlich auch für mehr Klicks auf der Startnext-Seite gesorgt. Zusätzlich haben wir Aufkleber und Plakate in der Stadt verteilt und ein Event organisiert, um unseren Unterstützern das persönliche Gespräch mit uns zu ermöglichen. Bei dem Event haben wir nicht nur unser Projekt promotet, sondern auch andere nachhaltige Projekte und Brands vorgestellt, was dem Laien einen guten Einblick in die ganze Slow Fashion-Branche gegeben hat.

Wir haben alle stets alles gegeben, um unser Ziel zu erreichen.

Außerdem sind wir auch ganz spontan und flexibel auf Angebote eingegangen, die uns gemacht wurden. So ist Julia zum Beispiel an einem viel zu kalten Abend in Dänemark für 100 Euro nackt ins Meer gesprungen. Wir haben alle stets alles gegeben, um unser Ziel zu erreichen.

Was ist schlecht gelaufen?

Eigentlich lief alles recht gut ab. Falls wir noch einmal ein Crowdfunding-Projekt starten würden, dann würden wir eine größere Auswahl an Dankeschöns anbieten, die auch für kleinere Geldbeträge zu bekommen sind.

Was für Erfahrungen konntet ihr sammeln?

Dass Crowdfunding eine ganze Menge Arbeit ist und die Aufregung dich sechs Wochen ganz schön auf Trapp hält. Aber wir haben auch erfahren, dass viele Menschen es toll finden, wenn sich junge Leute selbstständig machen und sich für eine gute Sache einsetzen. Sie sind dann eben auch bereit, diese finanziell zu unterstützen, was uns wiederum zeigt, dass unsere Idee und unsere Vision von Slow Fashion schon lange kein utopisches Projekt mehr ist.

Wie geht es jetzt für euch weiter?

Erst einmal machen wir uns daran, die bestellten Dankeschöns in unserer Produktionsstätte anfertigen zu lassen und die Shirts und Pullovers dann an die Unterstützer zu senden. Kluntje hat außerdem vor, auch in anderen Städten vertreten zu sein und will noch vor Dezember einen eigenen Onlinestore launchen. Langweilig wird es jedenfalls nicht so schnell!

Mehr Informationen: www.kluntje.eu

Autorin: Sophia Herzog

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