Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf   )

Neues Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin

Das UKE, die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung haben gemeinsam ein Kompentenzzentrum für Allgemeinmediziner gegründet. Damit soll auch in Zukunft Hausarztmangel in Hamburg verhindert werden.

Das Institut und die Poliklinik für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben gemeinsam mit der Ärztekammer Hamburg (ÄKH) und der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hamburg (KWHH) gegründet. Damit soll das hohe Niveau der hausärztlichen Versorgung in Hamburg langfristig gesichert werden.

Mit dem Kompetenzzentrum soll die Qualität und die Effizienz der allgemeinmedizinischen Weiterbildung in Hamburg gesteigert werden. Dafür werden neben speziellen Seminaren auch Mentoring- und Train-the-Trainer-Programme eingerichtet.

Neues Zentrum bietet Chancen

"Das Kompetenzzentrum bietet eine große Chance, die Qualität der Weiterbildung im Bereich Allgemeinmedizin in Hamburg weiter zu verbessern und damit den dringend benötigten Nachwuchs für eine Tätigkeit in der Allgemeinmedizin nachhaltig zu begeistern", sagt Prof. Dr. Martin Scherer, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Allgemeinmedizin des UKE.

Auch Walter Plassmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, begrüßt die Gründung des Kompetenzzetrums: "Die Maßnahmen werden nicht nur dazu führen, die Qualität der Weiterbildung zu stabilisieren, sondern auch dazu, mehr Ärzten eine Weiterbildungsmöglichkeit zu geben."

Ergänzung zur praktischen Weiterbildung

Das neue Kompetenzzentrum soll die praktische Weiterbildung von Allgemeinmedizinern wissenschaftlich ergänzen. Das Angebot wird sich am kompetenzbasierten Curriculum der Allgemeinmedizin orientieren.

Den Ärzten in der Weiterbildung zum Hausarzt werden von dem Kompetenzzentrum pro Jahr bis zu acht "Tage der Weiterbildung" angeboten, an denen alle Fortbildungs- und Seminarangebote sowie ein Mentoring-Programm gebündelt werden.

Außerdem bietet das Zentrum auch Train-the-Trainer-Programme für Ärzte an. Dabei können die Mediziner sich austauschen und erhalten didaktische Schulungen.

Sinnvoller Baustein

"Dass wir in Hamburg weit weniger unter Hausarztmangel leiden als die Menschen in vielen anderen Regionen Deutschlands, liegt zum einen daran, dass Hamburg eine so attraktive Metropole ist. Zum anderen aber auch an unserem Engagement, mit dem wir seit vielen Jahren junge Kolleginnen und Kollegen unterstützen, die sich für die Allgemeinmedizin entscheiden", betont Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Ärztekammer Hamburg.

Um weiterhin eine ausreichende Versorgung mit Allgemeinmediziner in der Hansestadt zu haben, sei das Kompetenzzentrum dabei ein weiterer sinnvoller Baustein, den er sehr begrüße, so der Ärztekammerpräsident.

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