(© Carolin Ernestus )

Neueröffnung: Die DenkBar lockt mit Indie-Rock

Mit neuem Konzept eröffnen vier junge Griechen eine Bar in der Fruchtallee und bringen griechische Indie-Musik nach Eimsbüttel. Die DenkBar löst damit das Karussell ab.

In der DenkBar steht ein Bücherregal und damit der Namensgeber der neuen Kneipe in der Fruchtallee, denn hier darf nicht nur gequatscht und getrunken, sonder gerne auch mal an der Bildung gefeilt werden. Das Bücherregal steht allen zur Verfügung und kann gerne durch eigene Lieblingsbücher ergänzt werden. Und das ist auch schon das Motto der vier Betreiber.

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Diese vier sind alte Freunde, die sich einen langersehnten Traum erfüllt und vor wenigen Wochen die Bar aufgemacht haben. Sie stammen alle aus Griechenland, haben sich aber erst in Hamburg kennengelernt. Genauer gesagt, über ihre Leidenschaft für den gleichen Fußballverein, PAOK Saloniki. "Wir haben uns immer zum Fußball gucken getroffen und von einer eigenen Bar geträumt", sagt Antipas. Als das Karussell dann schloss, haben sie schnell zugegriffen.

Vier verschiedene Berufe und ein Traum

Jeder von ihnen kommt aus verschiedenen Berufen: Wasso ist Krankenpflegerin in Bergedorf, Niko arbeitet in einem Restaurant in Altona, Vasili hat ein T-Shirt-Label und Antipas studiert Architektur an der Uni Hamburg. In einem sind sie sich einig: Griechenland ist viel mehr als Ouzo und Sirtaki!

Mit dieser Idee haben sich die vier Freunde zusammengetan und an der Fruchtallee ihre Heimat gefunden. Hier gibt es griechischen Kaffee und jeden Sonntag alternative Musik aus Griechenland. Aber auch andere Einflüsse sollen die Bar bereichern. Von Antipas, der ein Austauschjahr in Spanien verbracht hat, kommt zum Beispiel der Drink Cremaet: heisser Espresso mit Rum. "Den trinkt man am besten gegen 19 Uhr als Brücke vom Kaffee zum Bier", sagt er.

Bislang gibt es nur eine Angestellte, die restlichen Schichten werden von den vier Gründern übernommen. Durch das ausgetüftelte Zeitmanagement schaffen die Betreiber es somit, ihre Bar die ganze Woche durchgehend ab 14 Uhr zu öffnen.

Kellerkneipe mit Antikcharme

Die besondere Atmosphäre der Bar liegt auch an der ungewöhnlichen Location. Im Souterrain gelegen, besteht die Bar aus drei unterschiedlich gestalteten Räumen. Im vorderen Barbereich gibt es einen alten Holztresen und eine weiße Sitzecke mit Kissen. Die Wände sind unverputzt und teilweise überlackiert. Bei der Renovierung kamen zum Teil gut erhaltene Wandverzierungen aus den 30er Jahren zum Vorschein, die natürlich bleiben durften.

Der Raum mit dem Bücherregal ist ausgestattet mit ausrangierten Kinositzen, alten Sesseln und Barhockern. Die rohen Wände schimmern bronzefarben und die Kupferrohre kommen aus den Wänden. Ein alter Kronleuchter taucht den Raum in angenehm schummriges Licht.

"In den dritten Raum ziehen sich gern größere Gruppen zurück", erzählt Antipas, denn dieser sei perfekt für einen eher privaten Plausch unter Freunden. Hier stehen ein Sofa und eine lange Bank. Für die Zukunft haben sich die vier Freunde noch einiges vorgenommen: Neben Konzerten, Lesungen und Ausstellungen, sollen zum Beispiel auch Spieleabende in der DenkBar stattfinden.

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