(© picture alliance / Daniel Bockwoldt/dpa )

Neue Haltestelle Elbbrücken: Hamburgs futuristische HVV-Zukunft

Ein neuer Dreh- und Angelpunkt in Hamburg entsteht – die Bauarbeiten für die neue U- und S-Bahn-Station "Elbbrücken" ist in vollem Gange. Sicher ist eins: Die Architektur der Zukunft ist und bleibt gläsern.

Die Hafencity gehört mittlerweile zu Hamburg dazu, ob es Kritiker nun wollen oder nicht. Spätestens im November 2012 wurde das Viertel, welches oft als steriles Ödland bezeichnet wurde, an das Hamburger Leben angeschlossen – mit den beiden U4-Haltestellen Überseequartier und Hafencity Universität. Mit der Station Elbbrücken wird in naher Zukunft ein Teilquartier der Hafencity an die Strecke der Harburger S-Bahn angeschlossen.

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Ein teurer Spaß, der sich hoffentlich lohnt

Falls ihr es nicht mitbekommen haben solltet: Baubeginn war im Herbst 2017. In der Planungsphase im November 2015 wurden die Kosten für das Projekt noch mit 43,39 Millionen Euro veranschlagt, im Juni kristallisierte sich, gemäß Hamburger Tradition, allerdings ein deutlich höherer Preis, nämlich 57 Millionen Euro heraus. Das wird sich hoffentlich lohnen: Die oberirdische Bahnstation wird zum HVV-Knotenpunkt für U-und S-Bahn. Diese werden übrigens mit einem gläsernen Skywalk verbunden sein, der, glaubt man einigen Aussagen, entfernt an eine "gläserne Wurst" erinnert.

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17.000 bis 20.000 Fahrgäste sollen an den Elbbrücken täglich hin und her kutschiert werden. Rund 6.400 von ihnen werden täglich die Station zum Umsteigen nutzen. Für die HVV-geplagten Harburger gibt es offenbar einen kleinen Wermutstropfen: Bis vor Baubeginn rauschten die S-Bahnzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde durch das Areal. Durch den zusätzlichen Halt an den Elbbrücken, verlängert sich die Fahrzeit um knapp zwei Minuten.

Hamburg verändert sich immer mehr

Nichts bleibt, wie es ist – das gilt auch für unsere liebe Hansestadt. Dass auch Hamburg sich einer wachsenden Fan-Gemeinde und allerlei widrigen Umständen stellen muss, beweisen viele, teils umstrittene Bauprojekte: der neue Fernbahnhof Altona zum Beispiel, bei dem sich erneut Glasflächen gen Himmel strecken, oder auch der Elbtower in der Hafencity, der eines Tages sage und schreibe 200 Meter hoch in die Lüfte ragen wird. Dass inmitten von Gentrifizierung und Größenwahn wenig Platz für die ganz Kleinen bleibt, zeigte jüngst das Blaue Barhaus in Ottensen – mit ihm verschwand erneut ein Stück Stadtkultur. Dass auch der HVV auf das stetig wachsende Hamburg reagiert, zeigen die jüngsten Pläne zur Verbesserung des Nahverkehrs.

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