Rèmy Yameogo vor seiner selbst gezimmerten Bar im "Monsieur Rémi". (© Fabian Hennig )

Neu und lecker: "Monsieur Rémi" bringt Galettes nach Eimsbüttel

Mit der Eröffnung des kleinen Restaurants "Monsieur Rémi" haben vor Kurzem bretonische Klassiker wie Galettes an die Osterstraße 83 gefunden. Ein Besuch lohnt sich.

Lange hat Rèmy Yameogo nach einer geeigneten Ladenfläche gesucht. Gut zu erreichen sollte sie sein und am liebsten in Eimsbüttel liegen. Um den Markt schon einmal zu sondieren, hat Rèmy beim Osterstraßenfest 2018 mit einem Stand direkt vor seinem jetzigen Restaurant Galettes und Crêpes verkauft. Weil das so gut funktioniert hat, war die Entscheidung dort zu eröffnen schnell getroffen. Ein wenig hat es anschließend allerdings noch gedauert. Mitte Dezember 2018 eröffnete schließlich die kleine "Crêperie Monsieur Rémi".

Galettes: Ein französischer Klassiker

Wer die französische Spezialität Galettes noch nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst: Es handelt sich dabei um herzhafte Pfannkuchen aus Buchweizenmehl. In der Regel besteht der Teig nur aus Buchweizen, Wasser und Salz, es gibt aber auch Variationen mit Ei, Milch und Honig. In Frankreich ist eine sehr beliebte Variante die "Galette Complète" mit geraspeltem Emmentaler, Spiegelei und Kochschinken. Nach dem Zubereiten wird die Galette vier- oder sechseckig zusammengeklappt.

Bei Monsieur Rémi gibt es zum Beispiel noch Galettes mit Raclette, Landschinken und Kartoffeln oder mit Hähnchenbrust in Tomatensoße mit Paprika, Zwiebeln und Piment. Zudem könnt ihr euch hier einzelne Zutaten eigens zusammenstellen. Als Nachtisch gibt es auch süße Galettes – unter anderem mit Apfelkompott und Zimt oder Karamell mit Fleur de sel sowie Mandeln.

"Monsieur Rémi"-Chef war Koch im "Ti Breizh"

Mit 21 Jahren kam Rèmy Yameogo nach Deutschland und machte hier seinen Schulabschluss. Weil er sich schon immer fürs Kochen interessiert hat, arbeitete der gebürtige Ivorer nebenbei als Küchenhilfe – immer mit dem Ziel, Koch zu werden. Aufgrund seiner Liebe zur französischen Küche ging Rèmy für mehrere Jahre in die Bretagne, wo er das Handwerk von Grund auf lernte – und natürlich die Zubereitung von Galettes und Crêpes.

In Deutschland arbeitete Rèmy Yameogo vier Jahre lang als Koch im Ti Breizh, einem bretonischen Restaurant in der Altstadt, bevor er sich nun selbstständig machte. "Im Ti Breizh habe ich viel gelernt", sagt der Chef, dennoch wolle er seinen eigenen Stil mit in die Karte bringen. Neben den klassischen Belägen und Speisen probiere er gerne viel aus.

"Monsieur Rémi": Perfektion in Eimsbüttel

Dass er ein perfektionistischer Koch ist, sagt er sogar selbst: "Ich muss selbst überzeugt sein vom Essen und von den Tellern, die an die Gäste rausgehen." Vor allem auf die Zutaten lege er viel Wert. Seine Galettes sind aus 100 Prozent Buchweizenmehl, auch wenn dieses sehr teuer ist und deswegen oft mit Weizenmehl vermischt wird. Deswegen verwendet er Lebensmittel aus der Bretagne, so Meersalz oder Cidre. Und der Teig müsse gut belüftet sein und dürfe nicht geschlagen werden. Die richtige Braunfärbung könne bei der Zubereitung sonst nicht zustande kommen.

Liebe zum Detail: Selbst die Holzstühle kommen aus Frankreich. (© Fabian Hennig )

Neben den Speisen ist die Einrichtung ebenso mit Leidenschaft umgesetzt worden: Die Tresen sind selbstgebaut, Tische und Stühle hat Rèmys Schwiegervater aus der Bretagne mitgebracht. Die Holzstühle hat er eigens mit kleinem ausgesägten Herz bestellt.

Ein besonderer Tipp zum Nachtisch ist der "Café gourmand": Ein Espresso mit Überraschungsdessert. Gereicht werden dann zum Beispiel Crème brûlée, Orangen-Confit oder Profiterole. Lasst euch überraschen!

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