(© Michael Pasdzior )

Neu in Wandsbek: Liebe auf den zweiten Blick

kiekmo-Redakteurin Jenny lebt in Barmbek, arbeitet aber seit Kurzem im Herzen von Wandsbek. Schockverliebt war sie nicht gerade in den Stadtteil. Doch Wandsbek weiß, wie man Neulinge um den Finger wickelt. Der Auftakt einer regelmäßigen Kolumne.

Zugegeben: Bevor ich nicht nach Wandsbek musste, um dort zu arbeiten, war ich noch nie zuvor dort gewesen. In Anbetracht der Tatsache, dass es der größte Bezirk Hamburgs ist und ich zu dem Zeitpunkt bereits sechs Jahre hier lebte, schon irgendwie kurios. Doch viel über Wandsbek gehört hatte ich bis dato tatsächlich nicht. Neugierig fuhr ich also mit der U1 in dieses mir gänzlich unbekannte Viertel und stieg die Treppen beim Wandsbek Markt hoch. Ernüchterung machte sich breit. Optisch ordnete ich den Stadtteil irgendwo im Spektrum zwischen „Egal-Architektur“ und „Hübsch geht anders“ ein. (Man beachte, dass das architektonisch eine völlig unqualifizierte Meinung ist.) Daran konnte weder die gold-glänzende Fassade des „Quarrees“ noch die Regenbogen-Glaswand des „Café & Bar Celona“ etwas ändern.

Für die Uncoolen dieser Welt

Doch schon nach ein paar Tagen lernte ich die Vorzüge dieses Hamburger Fleckchens kennen. Denn was angesagte Stadtteile wie die Schanze oder schöne Viertel wie Ottensen mit sich bringen, ist ein Publikum, das ebenso cool und wunderhübsch ist. In Wandsbek ist das anders. Man möchte fast sagen: ein bisschen egal. Und genau das tat an Tagen, an denen man sich nicht fühlte, als könnte man Teil der coolen Schulhof-Clique werden, ziemlich gut. Ein Gefühl, das bis heute nicht wieder verschwunden ist.

In ihrer Kolumne "Neu in Wandsbek" schreibt kiekmo-Redakteurin Jenny fortan regelmäßig darüber, warum Wandsbek zu den liebenswertesten Ecken Hamburgs gehört. Seid gespannt!

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