(© Shutterstock/Peter de Kievith )

Wann geht's voran? 4 nervige Baustellen in Bergedorf

Große Pläne, nichts dahinter? In Bergedorf gibt es derweil so einige Bauprojekte, die zwar motiviert begonnen, aber bislang nicht fortgeführt wurden. Hier wird das Unkraut jedenfalls immer höher. Warum das so ist und wann es wie weitergeht, erläutern wir euch hier.

1. Ehemaliges Postgelände: Schleppender Fortgang auf der Baustelle Bergedorfer Tor

Was würdet ihr mit 11.000 Quadratmetern Fläche machen – rein hypothetisch? Das wissen offenbar auch die Initiatoren des Bauprojekts am Bergedorfer Tor nicht so recht. Jedenfalls zogen und ziehen sich Planungen und Bau so zäh in die Länge, dass eigentlich keiner mehr auf ein baldiges Ende zu hoffen wagt. Der Grund: ständige Auseinandersetzungen und Bauverzögerungen durch technische Probleme, wodurch der Baubeginn immer wieder verschoben wurde. Geplant ist auf dem Gelände der ehemaligen Post zwischen Bergedorfer Straße und Stuhlrohrstraße übrigens ein Gebäudekomplex für verschiedene Nutzer. Unter anderem soll hier die gemeinnützige Baugenossenschaft Bergedorf-Bille eG einziehen – irgendwann jedenfalls. Ein kleiner Lichtblick: Seit März 2019 tut sich zwar nicht viel, aber wenigstens ein bisschen was auf dem Areal.

2. Ex-Traditionskiosk Andis Welt: Erst Abriss, jetzt Stillstand

Hier herrschte einst reges Treiben: Andis Kiosk war zwar kein Schmuckstück, bei Bergedorfern aber trotzdem beliebt. Hier verkauften Andreas und Doris Wegener seit 1997 allerlei Kleinigkeiten für den täglichen Bedarf, waren immer für einen Klönschnack offen. Die Leute kamen auch dann, wenn sie eigentlich nichts brauchten. Die Eigentümerin des Geländes an der Ecke Am Brink / Holtenklinkerstraße hatte schließlich andere Pläne – und die sollten schnell in die Tat umgesetzt werden. Es folgten Kündigung und Abriss der Kiosk-Bude. Zwei neue Häuser sollten auf dem Gelände entstehen. Doch still ruht der See – seit Jahresanfang herrscht hier tote Hose. Schade für alle, die sich einst für den Erhalt des Kiosks eingesetzt haben ...

3. Bauruine in der Holtenklinker Straße: Zentrumsnaher Wohnraum lässt weiter auf sich warten

Da Hamburg wohnraumtechnisch aus allen Nähten platzt, war die Verheißung von zentrumsnahem Wohnraum in Bergedorf verlockend. Alle, die auf einen baldigen Bau des Mehrfamilienhauses in der Holtenklinker Straße 54–56 gehofft hatten, müssen sich allerdings weiter in Geduld üben. Denn von Baufortschritt – geschweige denn baldiger Fertigstellung – ist das Bauprojekt so weit entfernt wie die Hansestadt von einer Mietpreissenkung. Hintergrund ist offenbar die schlechte Zahlungsmoral des Bauträgers. Bereits 2017 machten einige Handwerksfirmen entsprechende Probleme öffentlich, seit 2018 tut sich auf der Baustelle gar nichts mehr. Auch einige Wohnungskäufer haben Klage gegen den Bauträger eingereicht. Seitdem verkommt die Bauruine immer mehr – und ein Ende der "Krise" ist leider nicht in Sicht.

4. Baustelle in der Bleichertwiete: Geplanter Neubau kommt ins Stocken

Zweieinhalb Jahre sind für den Neubau zweier Mehrfamilienhäuser in der Bleichertwiete 12, 14 und 16 angesetzt. Dass diese zeitliche Planung auch gehalten werden kann, wird allerdings immer unwahrscheinlicher. Denn nachdem es auf der Baustelle erst rasch voranging und zwei Gebäude abgerissen wurden, stagniert das Bauprojekt nun seit einigen Wochen. Und dabei ist der Abriss noch nicht einmal abgeschlossen: Zwei kleinere Gebäude harren noch immer ihres Schicksals. Von einer Neubebauung ganz zu schweigen. Offiziell ist von Seiten des Projektentwicklers aber nicht von Baustillstand die Rede ... Na, wie heißt es so schön: "Manchmal ist Hoffnung das einzige, was einem bleibt!"

Auch hier wird in Hamburg gebaut

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