Ein absoluter Klassiker: der Negroni. (© Unsplash / Nuff )

Negroni, Bellini, Grasshopper: Oldschool-Drinks in der Innenstadt

Nichts gegen Gin Basil und andere Trend-Drinks. Aber auch die guten, alten Cocktails, Longdrinks und Shots haben etwas. 10 Klassiker – und 10 Bars in Hamburgs Innenstadt, in denen ihr sie bekommt.

1. Martini in der Jahreszeiten Bar

Da würde sich auch James Bond wohlfühlen: In der kleinen, dennoch zweigeschossigen Jahreszeiten Bar des Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten könnt ihr nicht nur stilvoll sitzen und ab 22 Uhr auch eure Pfeife oder Zigarre schmöken, sondern auch einen perfekten Martini genießen. Mitsamt Olive und selbstverständlich gerührt, und nicht geschüttelt. Und schon mal als Tipp am Rande: In vielen Hamburger Hotelbars gibt es tolle Cocktails!

Infos: Jahreszeiten Bar, Neuer Jungfernstieg 9-14, 20354 Hamburg; Mo–So 12 bis 1 Uhr

2. Grasshopper im Meyer Lansky's

Das Zeug sieht wirklich fies aus, schmeckt aber göttlich: der Grasshopper, auf deutsch Grashüpfer. Alkoholtechnisch ist er eher harmlos, denn er enthält keine "harten" Spirituosen, sondern nur Liköre: weißen (klaren) Kakaolikör und grünen Pfefferminzlikör. Dazu natürlich Sahne. Klingt wie eine Nachspeise und ist es auch: Der Grasshopper macht sich gut als Dessertschluck. Der Drink entstand vermutlich schon vor der Prohibition, in den 1920er-Jahren gab es ihn dann auf jeden Fall schon. Und so passt der Grasshopper prima ins Meyer Lansky's, wo ihr ihn auch trinken könnt. Denn die "amerikanische Cocktailbar" wurde nach einem der größten Gangster der USA benannt, der vor allem durch Alkoholschmuggel und Geldwäsche in den 1920er- und 30er-Jahren jede Menge Kohle scheffelte.

Infos: Meyer Lansky's, Gänsemarkt 36, 20354 Hamburg; Mo–Do 16 bis 3 Uhr, Fr+Sa 16 bis 5 Uhr, so 18 bis 3 Uhr

3. Long Island Ice Tea im Schmalen Handtuch

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Und nicht alles Tee, was so heißt. Ganz im Gegenteil: Der Long Island Ice Tea enthält nicht weniger als fünf Spirituosen, nämlich Rum, Wodka, Gin, Tequila und Triple Sec Curaçao. Dazu noch ein bisschen Zitronen- oder Limettensaft, Eis und Cola. Das wummst! Und sieht aber tatsächlich so harmlos aus wie sein Namensvetter Eistee. Das und der unverfängliche Name machten den Longdrink während der Prohibiton angeblich zu einem äußerst beliebten Getränk. Im Schmalen Handtuch (die kleine Bar hat tasächlich diesen Grundriss) bekommt ihr ihn zurechtgeshakt. Oder lieber Caipi? Den gibt es hier in unzähligen Varianten. Ist ja auch ein Klassiker.

Infos: Micky's Schmales Handtuch, Großneumarkt 56, 20459 Hamburg; Mo–So 18 bis 2 Uhr

4. Moscow Mule im Le Lion

Der Moscow Mule entstand in den 1940er-Jahren in den USA, vor allem in den 50ern war er sehr beliebt. Er wird üblicherweise in einer Kupfertasse on the rocks getrunken und besteht aus Wodka, Zitronensaft und Ginger Beer – ein sogenannter Highball, der dank der Ingwernote doch eigentlich recht hip ist? In der Edelbar Le Lion (wer rein will, muss klingeln), könnt ihr ihn in angemessen stilvollem Ambiente genießen.

Infos: Le Lion, Rathausstraße 3, 20095 Hamburg; Mo–Sa 18 bis 3 Uhr, So 18 bis 1 Uhr

5. Brandy Alexander in der Ciu' Bar

Noch eine Mische, die ihr als Nachtisch genießen könnt: Brandy Alexander, bestehend aus Brandy, Crème de Cacao und Sahne. Und wer hat's erfunden? Nope, kein Alexander, sondern ein Hugo: Zumindest hat der New Yorker Barkeeper Hugo Ensslin 1916 das Rezept in einem Cocktailbuch veröffentlicht. Damals allerdings noch mit Gin statt Brandy; während der Prohibition war der Alexander besonders beliebt, weil Sahne und Kakao prima den mäßigen Geschmack des billig gepanschten Gin überdeckten, der vergleichsweise leicht zu haben war. Probieren könnt ihr den Digestif beispielsweise in der Ciu' Bar im Alsterhaus – natürlich mit feinstem Brandy und keinem minderwertigen Stoff.

Infos: Ciu' die Bar, Ballindamm 14-15, 20095 Hamburg; täglich ab 17 Uhr bis open end

6. Zombie in der Klimperkiste

Warum heißt dieser Tiki-Drink so? Weil ihr euch wie ein Untoter fühlt, wenn ihr drei Stück trinkt. Das hat angeblich der verkaterte Kumpel von Gastronom Donn Beach im Jahr 1934 getan; Beach hatte ihm das Zeug zusammengemixt, um ihn ein bisschen aufzupäppeln, bevor er den Flug von Hollywood nach San Francisco antreten musste. Hat wohl irgendwo funktioniert, denn der Longdrink hat Geschichte geschrieben. Variationen gibt's eine Menge, in der Klimperkiste bekommt ihr ihn aus weißem, braunem und hochprozentigem Rum, Kirschlikör, Orange und Grenadine zusammengemixt.

Infos: Klimperkiste, Esplanade 18, 20354 Hamburg; Mo–Do 16 bis 4 Uhr, Fr 16 bis 6 Uhr, Sa 15 bis 6 Uhr, So 18 bis 4 Uhr

7. Manhatten in der Apples Bar

Dieser Drink ist wirklich uralt: 1884 wurde sein Rezept bereits in einem Barbuch niedergeschrieben. Gemixt wurde er aber vermutlich schon vorher, vielleicht sogar seit Mitte des 19. Jahrhunderts, von da an wurde nämlich Wermut in die USA importiert. Und der ist ein essentieller Bestandteil, daneben gehört amerikanischer Whiskey hinein. Das Teil hat reichlich Umdrehungen und eignet sich deshalb als kleiner Schluck vor dem Essen. Zum Beispiel in der Apples Bar, bevor ihr rüber geht ins Apples Restaurant. Tipp: Im Apples bekommt ihr auch vorzügliche Gin-Kreationen.

Infos: Apples Bar im Park Hyatt Hamburg, Bugenhagenstraße 8, 20095 Hamburg; Mo–Sa 17 bis 1 Uhr, So 17 bis 0 Uhr

8. Negroni im Central Congress

Gin, roter Wermut (Martini), Campari: Ein Negroni schmeckt bitter-süß und eignet sich ebenfalls hervorragend als Aperitif. Er stammt aus Italien, wo er schon in den 1920er-Jahren beliebt war. Ihr bekommt ihn beispielsweise im Central Congress – eine Bar, die aussieht wie ein Konferenzzimmer aus den späten 1960ern. Sehr stylisch, zeitlos modern und mit guten DJs.

Infos: Central Congress, Steinstraße 5-7, 20099 Hamburg; Mo–Do 17 bis 2 Uhr, Fr+Sa 17 bis 3 Uhr

9. Piña Colada im Sausalitos

If you like Piña Colada, getting caught in the rain... tralala, Robert Holmes besang diesen absoluten Kultdrink, der euch direkt in die Karibik beamt, schon 1979. Auch heute noch schmeckt der süße, gehaltvolle Cocktail aus Rum, Coconut Cream und Ananas nach Urlaub. Und passt deshalb prima ins Sausalitos, denn sooo weit ist Kuba ja nun nicht von Mexiko entfernt. Oder wie wäre es mit einem Planters Punch? Mai Tai? Sex on the Beach? Eine Margarita? Auch alles Klassiker.

Infos: Sausalitos im Chilehaus, Fischertwiete, Im Chile 2/Haus B, 20095 Hamburg; Mo–Do 17 bis 0 Uhr, Fr–So 17 Uhr bis open end

10. Bellini in der Bar Hamburg

Liegt zwar nicht mehr in der City, aber der Ausflug ins benachbarte St. Georg lohnt sich: Schlicht, klassisch, lecker – ein halber pürierter (Weinberg)Pfirsich, aufgegossen mit Schaumwein (Prosecco, Sekt oder auch Champagner). Manchmal ist weniger eben mehr! Der Klassiker kommt aus Harry's Bar in Venedig, in der sich unter anderem auch Ernest Hemingway seinerzeit gerne aufhielt. Ihr müsst aber nicht nach bella Italia reisen, um einen Bellini zu genießen: Es gibt ihn beispielsweise auch in der Bar Hamburg.

Infos: Bar Hamburg, Rautenbergstraße 6-8, 20099 Hamburg; So–Do 16 bis 1 Uhr, Fr+Sa 16 bis 3 Uhr

Für die richtige Magengrundlage: Döner in Hamburg

Mit vollem Magen feiert es sich besser, das ist wohl allgemein bekannt. Falls ihr noch etwas Inspo für die nächste Sause braucht: Hier gibt's die besten Döner in Hamburg. Und wer gerne ohne Fleisch mag: Hier findet ihr die leckersten Falafel in Hamburg.

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