(© Max Gilbert/ Eimsbütteler Nachrichten )

Nachverdichtung: SAGA plant 50 neue Wohnungen in Eimsbüttel

Die SAGA plant mitten in Eimsbüttel 50 neue Wohnungen zu bauen. Im Zuge der Nachverdichtung könnten ein Gewerbebau abgerissen und zahlreiche Bäume gefällt werden.

Mitten in Eimsbüttel, wenige Schritte von der Bushaltestelle Apostelkirche entfernt, plant die SAGA drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt etwa 50 Wohnungen zu errichten. Das geht aus Schreiben an Anwohner und Unterlagen des Unternehmens und des Bezirksamts Eimsbüttel hervor, welche den Eimsbütteler Nachrichten vorliegen.

Nachverdichtung: SAGA plant Neubauten

Das betroffene Wohngebiet zwischen Lappenbergsallee, Faberstraße und Eimsbütteler Marktplatz ist bereits im Wohnungsbauprogramm 2015/2016 des Bezirks als eine "Wohnungsbaupotenzialfläche" ausgewiesen. Damals hieß es noch, zu den nächsten Schritten gehöre es, die "Eigentümer zu aktivieren" und das "Bebauungsplanverfahren einzuleiten". Unter der Registernummer 3.007 des, im April dieses Jahres veröffentlichten, Wohnungsbauprogramm 2017 findet sich nun der Vermerk "Vorbescheid erteilt". Laut Bezirksamt geschah dies im Juni 2017. Ein Bauantrag liegt aktuell, wie SAGA und Bezirksamt bestätigen, noch nicht vor. Allerdings sind die Regelungen eines Bauvorbescheids bindend und stellen einen vorweggenommenen Teil der Baugenehmigung dar.

Der Konzeptentwurf für das Bauvorhaben der SAGA sieht folgendermaßen aus: Mit dem geplanten Bau von drei Mehrfamilienhäusern (blau) sollen etwa 50 Wohnungen geschaffen werden. Außerdem ist für eine Fläche (grün) eine Nutzung als Spiel- und Freizeitfläche angedacht:

(© Google / Grafik: Eimsbütteler Nachrichten )

Anwohner sorgen sich um Lärm, Schatten und den Buambestand

Im Rahmen einer Nachbarbeteiligung äußerten Anwohner Sorgen bezüglich der "erhöhten Lärmbelästigung, Verschattung und angespannten Parksituation", die entstehen könnte, wenn Parkplätze auf dem Grundstück wegfallen. Nach Prüfung wurde den Einwänden bei der Erteilung des Bauvorbescheids, laut Bezirksamt, "nicht entsprochen", da keine "nachbarschaftsschützenden Belange" im Sinne der Hamburgischen Bauordnung berührt wurden. Den Bauplänen könnten außerdem zahlreiche Bäume zum Opfer fallen. Auf den fraglichen Grünflächen stehen viele, teils sehr alte Bäume. Inhaber angrenzender Eigentumswohnungen befürchten auch, ihre Immobilien könnten durch die Nachverdichtung an Wert verlieren.

SAGA plant "mittelfristig" zu bauen

Darüber hinaus würden die Baupläne erfordern, eine Gewerbeeinheit abzureißen. Den dort seit vielen Jahren ansässigen Kleinunternehmen wurde bereits die Auflösung des Mietvertrags angekündigt. Man plane den Mietvertrag aufzulösen um "mittelfristig" auf dem Grundstück neu zu bauen, heißt es in einem Schreiben der SAGA. Ein Pressesprecher der SAGA betont jedoch, "das Bauvorhaben befindet sich noch in einem sehr frühen Planungsstadium". Detaillierte Angaben seien noch nicht möglich und über den weiteren Zeitplan könne man ebenfalls keine Angaben machen. Laut Wohnungsbauprogramm ist das Vorhaben bereits 2020 realisierbar.

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