(© Leon Küchler )

Musiker "Kruego": Ein Hauch von Casper aus Hamburg-Hamm

Hamburgs Kulturszene strotzt vor talentierten, hungrigen Künstlern, die die Hansestadt allesamt auf ihre ganz eigene Art und Weise bereichern. Einer von ihnen ist der Musiker Kruego, den wir euch hiermit wärmstens auf die Ohren legen möchten.

Die schönsten Begegnungen ergeben sich oft mit Menschen, auf deren Gesichtern sofort ein seliges Lächeln liegt, sobald sie über ihre großen Leidenschaften sprechen. Diese Menschen kommen dann aus dem Erzählen gar nicht mehr heraus, ihre Hände gestikulieren eindringlich, während ihre Augen vor Überschwang glänzen. Der Hamburger Hip-Hopper Kruego ist so ein besonderer Fall. Seine Leidenschaft ist die Musik, seine Ausdrucksformen sind melancholische Lyrics und eingängige, selbstgebaute Beats. In Hamburg ist der 31-Jährige (noch) ein musikalischer Geheimtipp. Allerdings dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich dieser Umstand grundlegend ändert. Grund genug für uns von kiekmo, euch den sympathischen Freigeist genauer vorzustellen.

Hip-Hop mit Tiefgang: Kruego fordert seine Zuhörer

Kruego heißt eigentlich Konstantin, ist studierter Sozialökonom und betreibt seine Musik in kompletter Eigenregie. In seiner Wohnung in Hamm-Süd befindet sich ein kleines Studio, in dem er sich voll und ganz seiner Kunst hingeben kann. "Die Songs, die ich schreibe, haben überhaupt nichts mit gängigen Hip-Hop-Klischees zu tun. Ganz im Gegenteil, sie sind oft tiefgründig und ich fordere meine Zuhörer damit ganz schön", sagt er mit einem Augenzwinkern. "Das ist mir bewusst. Aber was soll ich machen? Es ist eben meine Art, mich auszudrücken." Und dass diese Art bei immer mehr Hansestädtern ankommt, spricht sowohl für den Künstler als auch für die Rezipienten.

(© Kiekmo )

Seit über einem Jahrzehnt ist die Musik bereits ein fester Bestandteil in Kruegos Leben. Zu Schulzeiten stand er erstmals mit einem Mikrofon in der Hand vor Publikum auf der Bühne. Dabei ist er bis heute geblieben: "Natürlich habe ich mich über die Jahre weiterentwickelt, habe neue Facetten an mir entdeckt. Diese Metaebenen in meinen Liedern sind zu einem Teil von mir geworden." Es verwundert nicht, dass Kruego den Rap-Kollegen Casper als seinen größten deutschsprachigen Einfluss nennt. Die Songs der beiden ähneln sich insofern, als dass sie mit Stereotypen brechen und den Hip-Hop als Medium ihrer eigenen Botschaften adaptieren.

Eine Stadt als Basis: "Hamburg war für mich der Big Apple!"

Wie so viele Hamburger Künstler nutzt auch Kruego die Liebe zur Hansestadt als Inspiration für neue Tracks. Aufgewachsen im Wendland, zog er vor einigen Jahren in seinen "ganz persönlichen Big Apple". Nach ersten Stationen auf der Veddel, hat der 31-Jährige mittlerweile in Hamm-Süd sein Zuhause gefunden. Und wenn Kruego über seine Hood spricht, ist da auf einmal wieder dieses Glänzen in seinen Augen: "Grundsätzlich bietet Hamburg so viel urbane Schönheit. Was ich an meiner Nachbarschaft besonders mag, ist die Kombination aus Grünflächen zum Durchatmen und der Nähe zum Wasser. Es ist facettenreich, bunt, einfach authentisch. Hier fühle ich mich wohl und dieses Gefühl fließt dann in meine Lieder." Das Leben ist eben ein Fluss, ganz besonders in einer Stadt wie Hamburg.

Wissenswertes und Nützliches: Im Jahr 2017 erschien Kruegos erstes Album "Sublim", Ende 2018 folgte die aktuelle EP "Truly". Wer den guten Mann demnächst einmal live erleben möchte, hat dazu in den kommenden Monaten Gelegenheit. Das eine oder andere Konzert in Hamburg ist für 2019 bereits in Planung. Dazu findet ihr stets aktuelle Infos auf Kruegos Facebook-Seite. Er reiht sich ein in die Riege von Hamburger Musikern, die wir bereits auf kiekmo vorgestellt haben: unter anderem Kettcar-Frontmann Marcus Wiebusch oder auch Schmiddlfinga, kreativer Kopf der Band Le Fly.

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