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Mehr Platz für Anwohner: Kiez-Parker müssen blechen

Für Autofahrer wird es in Altona und auf St. Pauli ganz schön eng: Die Automassen sollen ausgedünnt werden und das Parken wird kostenpflichtig. Die Anwohner freut's.

Mit dem Auto auf den Kiez zu fahren, ist meistens keine gute Idee. Einen geeigneten Parkplatz zu finden, kann zu späteren Tageszeiten auch mal den ganzen Abend kosten. Viele weichen deshalb auf Flächen aus, die nicht für das Parken bestimmt sind und stellen damit Geh- und Fahrradwege zu. Die Stadt hat aus diesem Grund schon vor etwa einem Jahr neue Bewohnerparkgebiete rund um die Reeperbahn und Altona-Altstadt angekündigt. Ab dem 3. September soll diese Maßnahme endlich umgesetzt werden.

Was bedeutet das für euch?

In den Bewohnerparkgebieten werden rund 100 neue Parkscheinautomaten aufgestellt. Zwischen 9 Uhr morgens und 2 Uhr nachts kostet dann jede geparkte Stunde 2 Euro, maximal drei Stunden lang dürfen Autofahrer ihre Fahrzeuge stehen lassen. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Anwohner. Doch auch für die bleibt das Parken nicht ganz kostenlos: Für circa 30 Euro im Jahr können sie ab sofort Bewohnerparkausweise beantragen. Ein vergleichsweise kleiner Preis für hoffentlich viele neu gewonnene Abende.

Die Entscheidung über die Parkzonen ist gefallen, nachdem eine Parkraumuntersuchung und eine nicht-repräsentative Umfrage die Parknot bestätigt haben und ein Großteil der Anwohner die aktuelle Situation als desolat bewertet hat. Etwa 70 Prozent der Teilnehmer haben Anfang des Jahres der Parksituation in ihrer Nachbarschaft die Schulnoten 5 und 6 gegeben.

(© lbv )

Altona als Vorreiter in Sachen Verkehr

Die Bewohnerparkgebiete sind nicht der erste Schlag gegen den zunehmenden Autoverkehr in Altona und auf St. Pauli. Nur einige Monate zuvor wurden in der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße die bundesweit ersten Dieselfahrverbotszonen eingerichtet. Ob sich diese Schritte auszahlen und der Westen Hamburgs Richtung einer autofreien Stadt voranschreitet oder Autofahrer stattdessen auf andere Straßenzüge ausweichen, wird die Zukunft zeigen.

Doch auch in anderen Stadtteilen tut sich einiges, damit der Verkehr besser fließt: In Ottensen kämpft eine Anwohner-Initiative gegen das Auto-Chaos, in Lokstedt sorgen smarte Ampeln für eine grüne Welle und ab 2019 fahren die ersten autonomen Autos durch die City.

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