(© Störmer Murphy and Partners für MAGNA Real Estate AG )

Mega-Bau in Finkenwerder: Kommt Hamburgs höchstes Gebäude südlich der Elbe?

Am Elbufer in Finkenwerder könnte schon bald ein gewaltiger Prestige-Bau entstehen. Nur wozu braucht es den eigentlich? Das fragt sich auch das Bezirksamt.

Die Pläne der Magna Real Estate AG klingen spektakulär: Für 92 Mio. Euro wollen die Verantwortlichen am Hein-Saß-Weg in Finkenwerder einen Neubau mit etwa 15 Stockwerken bauen. Mit seinen rund 50 Metern wäre es das höchste Gebäude südlich der Elbe. Die Verantwortlichen sprechen sogar von einem "Landmark-Tower", der künftig Schiffsreisende in Hamburg begrüßen und den Stadtteil "aufwerten" soll. Viel mehr als das ist jedoch noch nicht bekannt. Selbst das Unternehmen scheint sich nicht sicher zu sein, was der Zweck dieses Gebäudes sein soll. Denkbar seien Büros, ein Hotel und auch Wohnungen für Mitarbeiter des nur einen Steinwurf vom Grundstück entfernten Airbus-Werks.

Nur ein Luftschloss?

Letzteres könnte sich allerdings als schwierig erweisen: Wohnungen sind auf dem Gelände nur in Ausnahmefällen gestattet. Ralf Neubauer (SPD), Vorsitzender des Regionalausschusses Finkenwerder, drückt deswegen auf die Bremse: "Das wirkt recht überdimensioniert. Ich bin da äußerst skeptisch", wird der Politiker in der "ZEIT" zitiert. Gegen eine Büronutzung und neue Flächen für lokales Gewerbe sei nichts einzuwenden. Aber noch würden dem Bezirksamt Mitte keine Pläne vorliegen, dementsprechend gibt es auch noch keine Baugenehmigung. Dabei hat Magna Real Estate bereits öffentlich angekündigt, das aktuell auf dem Grundstück stehende Bürogebäude am liebsten schon Ende nächsten Jahres abreißen zu wollen. "Es ist ungewöhnlich, dass ein Investor auf diese Art mit der Stadt kommuniziert", so Neubauer weiter.

Und auch wie das Leuchtturmprojekt aussehen soll, ist noch nicht in Stein gemeißelt. Das von dem Unternehmen herausgegebene Bild ist bloß eine Beispiel-Visualisierung dessen, wie das Gebäude aussehen könnte. Ein Architekten-Wettbewerb steht noch aus. Ob das Gebäude, wie geplant, 2022 fertiggestellt wird, ist unter diesen Bedingungen mehr als fraglich.

Bauprojekte über Bauprojekte

In ganz Hamburg ziehen Investoren Neubauten hoch und kündigen Bauprojekte an - manche mit mehr, andere mit weniger Erfolg, viele davon kontrovers. Gerade erst wurde der Bau des neuen Fernbahnhofs Altona gestoppt. Die Baustellen an der Fuhle in Barmbek schreiten dagegen mit Volldampf voran.

Melde Dich für unseren Newsletter an und sei immer ganz nah dran an deinem Hamburg

Jetzt anmelden

Weitere Artikel aus deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit ihrer Stadt, ihrem Viertel, ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.