MARKK / Paul Schimweg )

Geht ins "MARKK": Das Museum für Völkerkunde erfindet sich neu

Mit einem frischen Namen und modernem Konzept ist das Hamburger Museum für Völkerkunde am Rothenbaum in der Gegenwart angekommen und fit für die Zukunft. Das erwartet euch bei einem Besuch.

Bye bye, Völkerkundemuseum. Hallo "MARKK"! Monatelang wurde über den Namen gestritten, seit dem 11. September 2018 ist es offiziell: Das Hamburger "Museum für Völkerkunde", das 1871 gegründet wurde, wird zum "Museum am Rothenbaum / Kulturen und Künste der Welt". Und weil das viel zu sperrig ist und sich wohl kaum ein Mensch merken kann, nennt es sich jetzt "MARKK".

Fit für die Zukunft mit neuem Namen

Viele fragen sich, warum das denn sein muss. Die einfache Antwort darauf: Weil die Ausrichtung eines Museums als Völkerkundemuseum einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Viel zu lange haben Völkerkundemuseen auf der ganzen Welt andere Ethnien als etwas Exotisches, manchmal sogar Primitives betrachtet, anstatt ihnen sowie ihrer Kultur und Kunst auf Augenhöhe zu begegnen. Genau diese Haltung soll aber zukünftig im "MARKK" gelebt werden. Hier steht die kulturelle Vielfalt dieser Welt im Mittelpunkt und erhält die verdiente Wertschätzung.

Mit dem neuen Namen können wir kommunizieren, dass wir ein in der Gegenwart verankertes Museum sind, das seine historischen Bestände und sein komplexes Erbe aus heutiger Perspektive befragt.

Ein alter Name hätte dem neuen Konzept im Weg gestanden. "Der gewählte Name symbolisiert den neuen Weg, den wir bereits eingeschlagen haben", erklärt Prof. Dr. Barbara Plankensteiner. "Mit ihm können wir kommunizieren, dass wir ein in der Gegenwart verankertes Museum sind, das seine historischen Bestände und sein komplexes Erbe aus heutiger Perspektive befragt: ein offenes Haus, das alle einlädt, sich mit dem kulturellen Reichtum der Erde zu befassen." Die Direktorin des "MARKK" hatte mit ihrem Amtsantritt im April 2017 die Neupositionierung des Museums eingeleitet.

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Neue Ausstellung: "Erste Dinge"

Dass wir von Zeit zu Zeit zurückschauen müssen, um nach vorne blicken zu können, zeigt die erste Ausstellung unter dem neuen Namen. In "Erste Dinge" finden Besucher Stücke, die allesamt aus der Gründungszeit des Museums, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stammen und seitdem nie wieder ausgestellt wurden. Wir wünschen euch viel Vergnügen beim Entdecken und Umdenken.

Wo? Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg
Wann? Di-Mi + Fr-So 10 bis 18 Uhr & Do 10 bis 21 Uhr
Wie viel? Der Eintritt kostet regulär 8,50 Euro. Ermäßigt: 4 Euro.

"Schöner Wohnen": Das Altonaer Museum blickt in die Zukunft

Nicht nur das "MARKK" verknüpft die Vergangenheit mit der Gegenwart, während es die Zukunft fest im Blick hat. Auch das Altonaer Museum widmet sich in einer Sonderausstellung unserer Geschichte und versucht, Lehren für die Zukunft zu ziehen. In der Ausstellung "Schöner Wohnen in Altona" erfahrt ihr, wie sich der Stadtteil in den vergangenen 150 Jahren gewandelt hat und was noch bevorsteht. Der Besuch lohnt sich!

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