(© Maria Magdalena )

Maria Magdalena: Dieses Essen macht glücklich!

Im Maria Magdalena geht es, klar, um's Essen - aber nicht nur. Hier lässt sich eine richtig gute Zeit verbringen, bei charmanten Gastgebern und tollem südamerikanischen Essen. Leider nur noch bis Februar nächsten Jahres, dann muss das Restaurant am Spritzenplatz ausziehen. Also, nichts wie hin!

Was soll ich sagen?! Ein Essen im Maria Magdalena ist ein perfekter Abend. Bereits beim Betreten des Ladens empfängt uns eine wohlige Atmosphäre mit gedämpftem Licht und entspannter Musik. Überall hängen alte Bilder, ein alter Sekretär steht in der Ecke, viel Holz und die Wände in Rosé und sattem Türkis lassen mediterranes Flair aufkommen. Ein bisschen Retro, ein bisschen Wohnzimmer, aber eigentlich eine Hommage an Tschabis Oma in Ecuador. Ein Stück Heimat ist es, das Tschabi gemeinsam mit Aurelio, aus diesem Ort gemacht hat – von der Einrichtung bis zum Essen, in jedem Detail stecken Kindheitserinnerungen an die Tage, an denen seine Oma Maria Magdalena gekocht hat und mit einem Haufen Verwandter gemeinsam am Tisch gegessen wurde.

(© Maria Magdalena )

Dieses schöne Gefühl möchte er an seine Gäste weitergeben. Darum sind die Portionen auch relativ groß und sättigend, denn welche Oma entlässt ihre Kinder hungrig? Aber die südamerikanische Küche ist hier noch viel mehr: raffiniert und mit viel Leidenschaft zubereitet. Die sieben Bowl-Gerichte auf der Karte (zwischen 12 und 15 Euro) werden nach Rezepten gekocht, die die beiden aus ihrer Heimat Ecuador und Peru mitgebracht haben, allerdings etwas überarbeitet und verfeinert. Und genau das, großartige Gerichte zu kreieren, haben die beiden richtig gut drauf. Das haben sie bereits mit ihrem ersten Baby „Leche de Tigre“ bewiesen, wo die Gerichte eher im Tapas-Style serviert werden. Hier, im Maria Magdalena, ist das Stichwort Slow Food – bis zu 20 Stunden lang wird das Fleisch im Ofen mit Wein oder in Tomaten geschmort. Und so schmeckt es auch. Das gebackene Hähnchen im „El Güero“ ist zum Niederknien zart und köstlich würzig. Zusammen mit fermentierter Wassermelone, Frühlingszwiebeln, Avocado und gerösteten Erdnüssen wird alles gemeinsam in einer Fenchel-Brühe mit Yuca serviert.

(© Maria Magdalena )

Eine spannende Mischung ist auch das „Choritos al Ajillo“ mit Miesmuscheln, Pulpo und Gambas in einem Calamari-Jakobsmuschel-Sud. Dazu kommen Dörrtomaten, Choclo, Chifles, Frühlingszwiebeln und Avocado mit in die Schüssel. Jede einzelne Zutat und vor allem der pikante Seafood-Sud lassen die Geschmacksnerven vibrieren. Und on top schwimmt in dieser Bowl ein langsam gekochtes Ei, und langsam heißt hier rund zwei Stunden bei 63 Grad – ein außergewöhnliches Ei (!), bei dem auf jeden Fall Futterneid aufkommt.

Gewürzt werden die Gerichte vor allem mit Koriander und für die verschiedenen Fonds werden fünf hausgemachte Chili-Pasten verwendet. Aber was ist das eigentlich, was in den großen Schüsseln serviert wird? Suppe ist es nicht, aber auch kein Eintopf. Wahrscheinlich gibt es kein deutsches Wort dafür, welches Sinn ergeben würde. Aber egal wie die Bezeichnung ist, eines ist sicher: Dieses Essen macht glücklich!

Öffnungszeiten: Mo bis So, 17 bis 0 Uhr (Küche bis 23 Uhr)

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