Liebe auf Sibirisch )

"Liebe auf Sibirisch": Ein Film über die praktische Liebe auf dem Dorf

Die Liebe hat in einem sibirischen Dorf eine ganz andere Bedeutung, als wir sie kennen. Ein Film über die pragmatische Seite in einfachen Lebensstrukturen.

Traditionelle und aus unserer Sicht verrostete Werte bestimmen in dem kleinen sibirischen Dorf Onon-Borzya, 1.000 Kilometer östlich vom Baikalsee, auch heute noch das Leben als Frau. Von dort ist Olga Delane nach Berlin gezogen und kehrt 23 Jahre danach zurück, um ihre Verwandten zu besuchen. Der Film "Liebe auf Sibirisch" beginnt mit ihrer Ankunft und zeigt rustikale Frauen- und Männerbilder, ländliche Idylle und unaufgeregte Einblicke in Putins Russland.

Während ihres Aufenthaltes stößt Olga Delane bei den Dorfbewohnern auf die selben Ansichten wie damals: "Ohne Ehemann bist du keine Frau" oder "Oh, Olga, was läuft in Berlin bloß falsch, dass ihr dort keine Kinder gebären wollt?" In dem kleinen Dorf ist alles klar geregelt: Der Mann ist der Herr im Haus und die Aufgabe der Frau ist es, Kinder zu gebären und sich um den Haushalt zu kümmern.

Olga Delane provoziert mit ihrem westlichen Lebensstil, denn Themen wie Liebe, Freiheit oder die Emanzipation der Frau scheinen dort keinen Platz zu haben. Wie sich das Rollenbild in den Familien über viele Generationen verfestigt hat, zeigt Delane in dieser Doku, aber auch die Zerrissenheit der heranwachsenden Generation, die zwischen den traditionellen Werten auch von Selbstverwirklichung träumt.

Der Film wird am Donnerstag, dem 18. Januar, im Lichtmess Kino in der Originalfassung mit Untertiteln gezeigt und dauert 80 Minuten.

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