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Online-Petition gestartet: Lessingtunnel soll sicherer werden

Hamburg versucht sich als fahrradfreundliche Stadt mit innovativen Verkehrskonzepten zu präsentieren. Der Lessingtunnel in Altona hat davon jedoch noch nichts mitbekommen. Eine Online-Petition versucht das nun zu ändern.

Hamburg tut viel für Verkehrssicherheit und innovative Verkehrskonzepte. Aber insbesondere wer regelmäßig mit dem Fahrrad in Altona und Ottensen unterwegs ist, könnte meinen, dass er oder sie hier nicht erwünscht ist. Vor allem der Weg durch den Lessingtunnel kann für Radfahrer und Fußgänger lebensgefährlich sein.

Für alle, die diesen Streckenabschnitt nicht kennen: Der Lessingtunnel ist eine Bahngleis-Unterführung, die die Julius-Leber-Straße mit der Barnerstraße und der Scheel-Plessen-Straße verbindet und von allen Verkehrsteilnehmerinnen genutzt werden kann. Zumindest theoretisch. Der Gehweg befindet sich auf dem Mittelstreifen und ist von Brückenpfeilern umstellt, links und rechts ziehen Autos vorbei. Den engen Weg teilen sich Fußgänger, Radfahrer und übernachtende Obdachlose. Eigentlich sind für Fahrräder Radspuren auf der Fahrbahn vorgesehen, doch die enden bevor sie das Ende des Tunnels erreichen. Die Folge: Autos scheren vor einem ein und schwupps, ist das Rad zwischen den motorisierten Genossen eingekeilt.

Der Radfahrer kommt damit auch in den Genuss besonders frischer Abgase aus dem Fahrzeug davor. In den vergangenen Monaten sind das immer häufiger Autos gewesen, die die Abgasnorm nicht erfüllen, um durch die vom Dieselfahrverbot betroffene Max-Brauer-Allee fahren zu können. Stattdessen nehmen viele von ihnen den Umweg durch die Harkortstraße und die Julius-Leber-Straße und blasen ihre Abgase am Lessingtunnel in die Luft. Dank der frustrierenden Ampelschaltung steckt das gemeine Fußvolk auch noch deutlich länger in diesem Fegefeuer fest als nötig.

Online-Petition für mehr Sicherheit

Das muss auch anders gehen können, hat sich Matthias Wobben gedacht und eine Online-Petition gestartet. Für ihn stellt der Lessingtunnel einen potenziellen Unfallherd für alle Beteiligten dar. Abgesehen von den schon genannten Mängeln prangert er auch an, dass der Tunnel "gerade morgens und in den Abendstunden schlecht ausgeleuchtet und nicht einsehbar" ist. Deswegen fordert er ein Gutachten, das "bauliche Veränderungen und eine neue Beleuchtung bewertet", um daraus Maßnahmen für die Zukunft dieses Straßenabschnitts zu erarbeiten.

7.100 Unterzeichner braucht die Petition, damit sie der Geschäftsstelle des Eingabenausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft übergeben werden kann. Davon ist sie noch weit entfernt. Wenn ihr also von der Situation auch betroffen seid, ist das eure Chance, etwas zu verändern!

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