(© Kushel )

Kushel: Das erste klimapositive Handtuch der Welt

Von Holz zu Handtuch: Das Ottenser Unternehmen Gustavo hat das erste klimapositive Handtuch der Welt entwickelt.

Ein Geheimnis ist es nicht: Die Textilindustrie verschmutzt unsere Umwelt enorm. Lange Transportwege von den Produzenten in Asien und Afrika bis in unsere Läden, umweltschädliche Chemikalien und eine wahnsinnig hohe CO2-Belastung – mit unserem Konsumverhalten tun wir unserer Erde nicht gerade etwas Gutes. Kushel aus Ottensen will dieser Entwicklung entgegentreten: mit einem nachhaltigen Handtuch aus Holz.

Kushel: Aus Holz wird Handtuch

Der Sprung vom Holz bis zum flauschigen Handtuch ist nicht gerade naheliegend – Mattias Weser und seine Teamkollegen Jim und John Tischatschek haben ihn aber trotzdem gewagt. Im Oktober 2018 starteten sie das Projekt mit einer Kickstarter-Kampagne, die ersten Crowdfunding-Handtücher verschickten sie dann im April des Folgejahres. Und das nicht nur deutschlandweit: In über 23 Länder gingen die Pakete, das Konzept der drei schlug ein. "Wir sind sehr zufrieden", sagt Mattias heute. "Und wir freuen uns sehr, dass unsere Handtücher so gut bei unseren Kunden ankommen." Zurecht: trotz Holz sind die Handtücher, ganz wie ihr Name verspricht, kuschelweich.

Im Österreichischen Lenzing werden Rotbuchen zu Textilfasern (© Kushel )

Das Handtuch hat eine positive Klimabilanz

Weiches Handtuch – schön und gut. Die Herzen noch viel höher schlagen lässt besonders: Die Klimabilanz des Ottenser Unternehmens. Laut Kushel sind ihre Exemplare die ersten klimapositiven Handtücher der Welt. Und dafür tun die drei auch einiges. Das Rotbuchen-Holz, das in den Handtüchern verarbeitet wird, stammt zu mehr als 50 Prozent aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Österreich. Dort wird das Holz auch gleich zu den weichen Fasern verarbeitet, die die Kushel-Handtücher so flauschig machen. Die restlichen Buchen stammen aus den Nachbarländern – mehr als 500 Kilometer müssen sie aber nie zum Produktionsort reisen. Kurze Transportwege sind den Jungs von Kushel wichtig. Deshalb wird auch nur in der EU produziert. Ins Handtuch kommt außerdem auch ein Anteil Bio-Baumwolle.

Zu Besuch beim Produzenten: In Portugal entstehen die Handtücher von Kushel (© Kushel )

Zwei Bäume für jedes Handtuch

Weil trotz verhältnismäßig emissionsarmer und fairer Produktion immer noch CO2 ausgestoßen, Energie und Wasser verbraucht werden, wollen Mattias, John und Jim den Fußabdruck der Handtücher ausgleichen. Mit dem Gewinn unterstützt Kushel mehrere Windpark- und Wasserprojekte. Für jedes Handtuch pflanzt das Team außerdem zwei neue Bäume, zusammen mit "Plant for the Planet" aus Mexiko, "Trees for the Future" aus Afrika und der Klimapatenschaft GmbH aus Deutschland. Bis jetzt konnten so bereits über 32.000 Bäume gepflanzt werden, bis 2025 soll diese Zahl sogar auf eine Million steigen.

Neues Grün: Für jedes Handtuch pflanzt das Kushel-Team zwei Bäume (© Kushel )

Kushel: Crowdfunding für Bademäntel

Mit den Handtüchern geben sich die Jungs von Kushel aber noch nicht zufrieden: Gerade läuft ihre nächste Crowdfunding-Kampagne, dieses Mal für Kushel-Bademäntel. Danach geht es für die Ottenser gleich wieder zum Produzenten nach Portugal, um dort neue Produkte zu entwickeln. "Die Liste mit Ideen ist lang", verrät Mattias jetzt schon. Produkte für's Schlafzimmer stehen bis jetzt ganz oben. "Da kann man schließlich auch gut kusheln."

Nachhaltigkeit in Hamburg: So geht's

Die Umwelt liegt euch am Herzen? Dann höchste Eisenbahn, um das eigene Konsumverhalten umzudenken. Für Einsteiger haben wir zwölf Tipps rund um Nachhaltigkeit in Hamburg gesammelt. Nachhaltig einkaufen könnt ihr hier: Unverpackt-Läden in Hamburg.

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