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Kündigung: "Hindukusch" im Grindelviertel muss schließen

Es ist eines der beliebtesten und ältesten Restaurants im Grindelviertel: Nach 40 Jahren muss das Hindukusch schließen. Die Vermieterin hat ohne Angabe von Gründen die Kündigung eingereicht.

Als das Hindukusch 1979 seine Türen am Grindelhof öffnete, war es das erste afghanische Restaurant in Hamburg. Die Speisekarte besteht auch heute noch größtenteils aus alten Familienrezepten. Gerade für die vielen Studenten in der Gegend ist das Hindukusch gegenüber vom Abaton-Kino seit jeher eine Anlaufstelle für authentisch afghanisches Essen zu günstigen Preisen. Doch die Ära könnte schon bald ein Ende haben: Die Vermieterin hat der Familie Ghischtallei gekündigt.

Die Kündigung kam ohne Vorwarnung

Alles fing damit an, dass die Vermieterin Ende 2018 den großen Kastanienbaum auf dem Hinterhof fällen ließ. "Kurz nachdem der Baum gefällt war, hat sie angerufen und gesagt, dass auch wir gehen müssen", erzählte Geschäftsführer Kaneschka Ghischtallei dem Hamburger Abendblatt. Das war's: keine Erklärung, kein weiterer Kontakt. Sogar auf eine von Ghischtallei vorgeschlagene Mieterhöhung reagierte die Vermieterin nicht. Die Familie ist geschockt: "Das Hindukusch ist für uns nicht nur ein Geschäft – es ist unser Zuhause, unser Leben."

Das Hindukusch muss spätestens März 2020 schließen

Eine Gnadenfrist bleibt dem Hindukusch aber noch: Spätestens im März 2020 muss die Familie die Räumlichkeiten am Grindelhof verlassen. Für die Stammgäste ist das eine traurige Nachricht. Die familiäre Stimmung, das gemütliche Ambiente mit den handgefertigten Teppichen an der Wand und die würzig-afghanische Küche haben viele in den letzten 40 Jahren schätzen gelernt. Bleibt zu hoffen, dass Kaneschka Ghischtallei und seine Familie ein neues Zuhause für das Hindukusch finden – kiekmo drückt ganz fest die Daumen!

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