(© Jan Steffen, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel )

Klima-Experte im Planetarium: Was passiert mit unseren Meeren?

Am 1. Juni spricht Prof. Dr. Mojib Latif im Planetarium über den "Klimawandel und die Rolle der Ozeane". Wir haben mit dem Professor vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung bereits vorab über den Kollaps unseres Ökosystems gesprochen und festgestellt: Wir alle können etwas tun.

Prof. Dr. Mojib Latif beschäftigt sich bereits sein ganzes akademisches Leben mit Meteorologie und Ozeanographie. Seit 2012 ist er Professor am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Besonders am Herzen liegt ihm seit jeher der Schutz der Ozeane. Mit seinem Vortrag „Klimawandel und die Rolle der Ozeane“ Anfang Juni im Planetarium Hamburg, möchte der Professor darauf aufmerksam machen, dass unser Leben auch vom Wohlergehen der Ozeane abhängt. Genau deshalb sollen wir wieder anfangen, sie zu schätzen und aufhören, sie als Mülldeponien zu betrachten.

Welche Beziehung gibt es zwischen unserem Klima und den Ozeanen?

Die Ozeane sind im ganz Besonderen für das lebensfreundliche Klima der Erde verantwortlich.

Wie verändert die globale Erwärmung diese Beziehung?

Die Meere dämpfen die Erderwärmung, in dem sie große Mengen Wärme und CO2 aufnehmen.

Welche Folgen hat das für Tiere, die im Meer leben?

Beide Prozesse sind eine Gefahr für die Meeresökosysteme. Die Erwärmung kann beispielsweise zu Sauerstoffarmut führen, die Aufnahme von CO2 zur Meeresversauerung mit unkalkulierbaren Risiken für das Leben im Meer.

Welche Folgen hat das für Korallen?

Sowohl die Meereserwärmung als auch die Versauerung schädigen die Korallen. Es kommt in den letzten Jahren immer häufiger zur gefürchteten Korallenbleiche. Wenn die Entwicklung so weiter geht, steht zu befürchten, dass gegen Mitte des Jahrhunderts ein Großteil der tropischen Korallen abgestorben sein wird.

Hat das alles Auswirkungen auf Hamburg als Hafenstadt?

Ja, denn egal wo man wohnt, alle Menschen hängen direkt oder indirekt von intakten Weltmeeren ab. So sind die Meere ein Grundpfeiler der Welternährung. Und dann dürfen wir den Anstieg der Meeresspiegel nicht vergessen.

Gibt es etwas, das jeder von uns tun kann, um die negativen Auswirkungen einzudämmen?

Ja, weniger ist mehr. Weniger Auto fahren, mehr Fahrrad fahren. Weniger wegwerfen, mehr recyceln. Weniger importierte Produkte, mehr Produkte aus der Region verwenden. Und vieles mehr. Dadurch können wir Druck auf die Politik ausüben. Das Klimaproblem können aber nur alle Länder gemeinsam lösen. CO2 kennt keine Grenzen.

Mehr zum Thema Klimawandel und die Auswirkungen auf unsere Ozeane könnt ihr am 1. Juni im Planetarium Hamburg erfahren. Los gehts um 19.30 Uhr. Tickets gibt es ab 7 Euro pro Person.

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