Gemütlich und lecker: Das "Leibgericht" im Eppendorfer Weg. (© Eimsbütteler Nachrichten / Fabian Hennig )

Klassisch deutsche Küche: Das "Leibgericht" im Eppendorfer Weg

Vor wenigen Monaten wurde das Restaurant "Leibgericht" im Eppendorfer Weg eröffnet. Seitdem wird im einstigen "Bistro Elbwein" deutsche Hausmannskost serviert – sehr zur Freude der Gäste.

"Ich finde es schade, dass klassisch-deutsche Küche kaum noch angeboten wird", sagt Thomas Mau, Besitzer des Restaurants Leibgericht. Er mag die italienische oder griechische Küche, aber die deutsche hätte auch viel zu bieten. Und von solchen Restaurants gebe es in Hamburg nicht mehr viele.

So bietet der gelernte Koch und Restaurantfachmann in seinem ersten eigenen Restaurant nun Speisen wie Grünkohl mit Kassler, Rinderrouladen, Gänsekeulen, Sülze und Sauerfleisch an. Den Anwohnern und Gästen würde das sehr gut gefallen, viele hätten ihm das positiv zurückgemeldet, sagt Mau. So habe ein älteres Ehepaar versichert, es habe bei ihm die besten Bratkartoffeln in ihrem Leben gegessen. Über ein solches Lob freut sich Thomas natürlich.

"Wie bei Muttern": Zu Gast im Eimsbütteler Leibgericht

Das Faible zum Kochen hat der 53-Jährige von seiner Mutter, die ebenfalls professionelle Köchin war. Besonders deutsche Hausmannskost hat es ihm dabei angetan – eben das, was es früher bei ihnen zu Hause gegeben hätte. Für Thomas Mau und seine fünf Geschwister hat sie immer sehr deftig und viel gekocht. "Ich bin mit diesem Essen aufgewachsen", sagt er dazu.

Thomas Mau ist Gastronom mit Leib und Seele. (© Eimsbütteler Nachrichten / Fabian Hennig )

Diese deutsche Traditionsküche möchte Thomas nun wieder populärer machen und er verweist damit auf seine Vergangenheit: "Wie bei Muttern" lautet die Hauptgericht-Rubrik in der Speisekarte.

Inhaber Thomas Mau ist Gastronom durch und durch

Ursprünglich wollte er Maler und Lackierer lernen, doch auf der Beerdigung seines Vaters hätte ihm der Restaurantbetrieb so gut gefallen, dass er dort ein Praktikum machen wollte. Und weil er das Zubereiten von Speisen von zu Hause kannte, lag es nah, das Praktikum in der Küche zu machen. So kam eins zum anderen.

Auf die spätere Ausbildung zum Koch folgte eine weitere zum Restaurantfachmann. Darauf folgten mehrere Jobs in der Gastronomie und am Ende die Betriebsleiterstelle im "Bistro Elbwein" am Eppendorfer Weg – das er zwei Jahre geführt hat. Im Laufe der Zeit hat er dort immer wieder Vorschläge zur Verbesserung gemacht, bis ihm angeboten wurde, die Ladenfläche zu übernehmen. Dass das neue Restaurant Leibgericht heißen sollte, war für Thomas schnell klar. Der deutsche Name repräsentiere sowohl die Karte wie auch, dass jeder Mensch ja ein Leibgericht hätte, erklärt er.

Im Leibgericht ist alles hausgemacht

Vor allem eines war Thomas Mau bei seinem eigenen Restaurant wichtig: Dass kein Fertigessen angeboten wird und wirklich alles hausgemacht ist. Der Chef betont, dass sogar die Remoulade selbst hergestellt ist. Das Fleisch kauft er bei einem Schlachter in Schleswig-Holstein, das Sauerteigbrot für die Burger ist von Bäcker Gaues.

Trotz des sehr guten Eindrucks, den das Leibgericht hinterlässt, sind fleischlose Esser hier nicht an der richtigen Adresse. Als vegetarisches Hauptgericht gibt es nur Bauernfrühstück sowie Salate und Flammkuchen jeweils ohne Fleischbeilage. Die Burger gibt es dann wieder nur mit Angusbeef.

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