(© Shutterstock / Srdjan Randjelovi )

Neuer Kältebus für Obdachlose: Diese Nummer sollten alle Hamburger haben

Hamburg hat eine neue Nummer, die wir uns alle direkt im Handy abspeichern sollten: Durch die Hansestadt fährt nun endlich ein Kältebus, den ihr anrufen könnt, wenn ihr einen Obdachlosen in Not seht.

Die katholische Obdachlosenhilfe "Alimaus" fährt seit Samstag, dem 6. Januar 2019 in der Hansestadt umher und unterstützt Obdachlose vor Ort. Eine feste Route gibt es dabei nicht, angefahren werden insbesondere die Innenstadt und Altona. Jeder von euch, der einen Obdachlosen in Notlage sieht, kann den Bus unter der Nummer 0151/ 65683368 anrufen. Der Kältebus stattet dann die hilfsbedürftigen Obdachlosen entweder vor Ort mit Decken, Heißgetränken und Co. aus oder bringt Frierende direkt in eine Notunterkunft. Er ist also ein Shuttle ins Warme und noch bis Ende März im Einsatz – und er sucht noch ehrenamtliche Helfer, Geld- und Sachspenden!

Speichert euch die Nummer vom Kältebus direkt ab!

Die Nummer des Kältebusses ist täglich von 19 bis 24 Uhr erreichbar. Liebe Hamburger: Speichert euch die Nummer doch bitte direkt JETZT in diesem Augenblick einmal ab: 0151/ 65683368. So müsst ihr im akuten Fall nicht unnötig googeln, und wer weiß: Vielleicht rettet ihr so eines Tages jemandem die Nacht, die Würde oder sogar das Leben.

Wichtig: Solltet ihr einen Obdachlosen sehen, der in akuter Lebensgefahr schwebt, lautet – wie bei allen anderen hilfebedürftigen Menschen auch – die Notruf-Nummer 112. Generell gilt aber bei beiden Nummer: lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig!

Mehr Hilfe für Hamburgs Obdachlose

Für Obdachlose bedeutet die kalte Jahreszeit einen bitteren Kampf ums Überleben, den allein in diesem Winter bereits vier Menschen verloren haben. Die erste, die auf Hamburgs Straßen erfrieren musste, war die 43-jährige Hinz&Kunzt-Verkäuferin Joanna. Es folgten drei weitere Kältetote auf unseren Straßen. Zwar gibt es verschiedene Vereine, die sich aufopferungsvoll um die Bedürfnisse der Hamburger Obdachlosen kümmern, zum Beispiel der Gabenzaun am Hauptbahnhof oder auch der Mitternachtsbus, welcher allabendlich eine feste Route fährt und Wärme spendet. Einen Kältebus wie in Berlin, welcher die Obdachlosen zu den passenden Einrichtungen fährt, hat es bisher aber nicht gegeben. Das ändert sich nun mit den fleißigen Helfern der Obdachlosentagesstätte "Alimaus".

Wer sich gern noch anderweitig für Hamburgs Obdachlose einsetzen möchte: Nicht nur der neue Kältebus von Alimaus, auch der Mitternachtsbus sucht immer wieder Freiwillige, und der Hamburger Gabenzaun freut sich über eure Sachspenden. Bis 15. Februar 2019 könnt ihr außerdem eure Spenden bequem in den kiekmo-Schließfächern an 18 Hamburger Standorten hinterlegen. Wie die kiekmo-Spendenaktion funktioniert, lest ihr hier.

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