(© kiekmo )

Ist das noch eine schöne Aussicht? Hamburgs XXL-Villa an der Alster

Wir Hamburger lieben unsere Alster. Und das Panorama, das am Ufer geboten wird. Doch aktuell gibt es Ärger um einen Neubau, der vorhandene Dimensionen sprengt.

Viele schicke Villen. Aus verschiedenen Epochen. Davor das in der Sonne glitzernde Wasser. Schon schick, das Panorama rund um die Alster. Dumm nur, wenn da dann ein riesiger, architektonisch zumindest fragwürdiger Klotz hingestellt wird. So geschehen in der Prachtstraße Bellevue. Dort steht auf einer Fläche von 1.600 Quadratmetern ein gewaltiger Neubau. Das kommt nicht überall gut an. Und es werden Fragen gestellt. Auch in der Bürgerschaft.

XL-Kastenvilla mit kleinen Fenstern

Eine entsprechende Anfrage der Politikerin Heike Sudmann etwa sorgte für öffentliches Echo. Es geht um besagen Neubau, dessen Ausmaß das Erscheinungsbild der Bellevue fraglos verändert – weil mal so richtig groß gedacht wurde. Gebaut haben soll die XL-Kastenvilla Medienberichten zufolge ein bekannter Hamburger Unternehmer. Ausgestattet wurde das Haus mit vergleichsweise kleinen Fenstern.

Wo einst die Villa von HSV-Investor Kühne stand

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Allerdings erinnern sich viele Hamburger noch, was zuvor an dieser Stelle stand. Eine 1935 im bezaubernden Landhausstil erbauten weiße Villa mit grünen Fensterläden nämlich. Sie war Geburtshaus eines ziemlich bekannten Kaufmanns, der heute auch als Investor beim HSV Schlagzeilen macht. Richtig, die Rede ist von Klaus-Michael Kühne. 2013 wurde die alte Villa abgerissen.

Baugrenzen überschritten

Abgenickt hat den Neubau angeblich ein ehemaliger Hamburger Oberbaudirektor. Die Stadt hat bereits eingeräumt, dass es diverse Ausnahmegenehmigungen gegeben habe. So sei davon abgewichen worden, auf eine Tiefgarage zu pochen. Das Überschreiten der eigentlichen Baugrenzen sei hingenommen worden. Zu übersehen ist das nicht.

Hamburg, du kannst so schön schrecklich sein

So richtig schön ist dieser Klotz mit seinen Mini-Fenstern wirklich nicht. Doch er ist nicht das einzige – zumindest optisch – fragwürdige Bauwerk unserer Stadt: Das sind die 10 hässlichsten Gebäude in Hamburg.

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