(© Shutterstock / Steidi)

Into the Wild: Das sind die einsamsten Orte in der Hamburger Natur

Schon gewusst? In Hamburg ist mehr als neun Prozent der Fläche Naturschutzgebiet – soviel wie in keinem anderen Bundesland. Also ab in die Wildnis! An diesen Orten ist sie voller fabelhafter Tiere und Pflanzen.

Höltigbaum: Wo Gallowayrinder gemütlich grasen

Früher rollten Panzer durch die Landschaft – heute grasen hier schwarzgelockte Gallowayrinder in aller Seelenruhe. In der savannenartigen Landschaft des Höltigbaum in Rahlstedt lässt es sich wunderbar wandern. Auf dem etwa 1.000 Hektar großen ehemaligen Militärgelände hat die Eiszeit ihre Spuren hinterlassen. Viele auf die halboffene Weidelandschaft spezialisierte Insekten schwirren und krabbeln umher. Vor allem unter der Woche seid ihr im Höltigbaum meist recht allein unterwegs.

Stellmoorer Tunneltal: Wo einst Rentierjäger lagerten

Weniger bekannt als der Höltigbaum und daher noch ruhiger ist ein weiteres faszinierendes Naturschutzgebiet gleich nebenan: Das Stellmoorer Tunneltal. Dort schlugen wohl schon in der Steinzeit Rentierjäger ihr Sommerlager auf. Dank zahlreicher Bachläufe, Wäldern mit verschlungenen Pfaden, Feuchtbiotopen und nährstoffarmem Trockenrasen hat sich hier eine vielfältige Flora und Fauna entwickelt. Amphibien, Reptilien, Insekten und Vögel wie Kiebitz, Bekassine und Graureiher bevölkern das Tunneltal.

Duvenstedter Brook: Wo Kraniche brüten und Hirsche röhren

Ganz im Norden von Hamburg liegt der Duvenstedter Brook. Auf dem 780 Hektar großen Areal wechseln sich Wiesen, Wälder und Moorflächen ab – ein Paradies für Amphibien und Insekten wie die "Große Moosjungfer", eine Libellenart. Auch Kraniche brüten dort. Füchse, Marder, Wiesel, Wildschweine und Dachse durchstreifen die Wildnis. im Herbst röhren hier brünftige Rothirsche.

Fischbeker Heide: Wo Ziegenmelker und Zauneidechse zu Hause sind

"Im Wald und auf der Heide, da such' ich meine Freude", trällert der Jägersmann im gleichnamigen alten Kinderlied – vielleicht hat er dabei ja an Fischbek gedacht. Denn eine Wanderung durch die wundervolle Heidelandschaft bei Neugraben ist in der Tat eine große Freude. Jagen sollt ihr hier natürlich nichts – höchstens Hund oder Kinder, wenn sie durch die Landschaft im Norden der Harburger Berge toben. Das Naturschutzgebiet ist Heimat von Heidelerche und Ziegenmelker, einer Nachtschwalbenart. An warmen Tagen sonnen sich Zauneidechsen auf den Steinen. Besonders zauberhaft ist es hier übrigens zwischen August und Anfang September: Dann tauchen die Blüten der Besenheide das Gebiet in ein zartes Violett.

Borghorster Elblandschaft: Wo Weißstorch und Wachtelkönig wohnen

Ganz im Südosten Hamburgs liegt die geschützte Borghorster Elblandschaft. Da sie sowohl feuchte als auch trockene Lebensräume umfasst, haben sich hier besonders viele Arten angesiedelt, zum Beispiel viele seltene Schmetterlinge und Heuschrecken. Auch Eisvogel, Weißstorch und Wachtelkönig könnt ihr beobachten. Im Herbst machen Zugvögel auf dem Weg nach Süden hier gern eine Pause.

Duvenwischen: Wo Hummeln brummeln und Käfer krabbeln

Der Duvenwischen in Volksdorf, an der Grenze zu Schleswig-Holstein, ist eines der jüngsten Naturschutzgebiete Hamburgs. Die durch Sümpfe, Erlen- und Birkenbruchwälder gekennzeichnete Landschaft hat den Status 2019 erhalten und ist reich an unterschiedlichen Arten, vor allem an Insekten. Allein 561 verschiedene Käferarten krabbeln hier.

Wittmoor: Wo Baumreste in die Höhe ragen

"Oh schaurig ist's, übers Moor zu gehn", fürchtet sich der Knabe in Annette von Droste-Hülshoffs' Gedicht "Der Knabe im Moor". Schaurig-schön ist's auch im Wittmoor, das im Nordwesten Hamburgs an der Grenze zu Schleswig-Holstein liegt. Es ist eines der letzten Hochmoore im Norden. Besonders der dunkle Moorsee, aus dem die Reste versunkener Äste wie überdimensionale Hände in die Höhe ragen, fasziniert. Davon abgesehen könnt ihr hier Libellen, Moorfrösche und Bergeidechsen beobachten, und manchmal schlängelt sich auch eine Kreuzotter durchs Moos. Auch viele geschützte Pflanzen findet ihr hier, wie den hübsch anzusehenden Sonnentau, der mit seinen klebrigen Tropfen Insekten fängt.

Wandern in der Lüneburger Heide

Entlegene Orte finden sich auch in der Lüneburger Heide, wo es sich prima wandern lässt. Genau richtig für alle, die auf der Suche nach Ruhe und Erholung sind!

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