(© Unsplash/Ant Rozetsky )

Immer wieder Sonntags … Die schönsten Kirchen in Eimsbüttel

Sie strecken ihre Türme in den Himmel und verschönern mit ihrem imposanten Auftreten unser Viertel: Wir haben uns Eimsbüttels Kirchen genauer angesehen und verraten, warum sich ein Besuch nicht nur an den Sonn- oder Feiertagen lohnt.

1. Die Apostelkirche

Als die Apostelkirche 1894 eröffnet wurde, konnte niemand ahnen, das rundherum mal unser schönes, trubeliges Eimsbüttel wachsen würde. Damals war hier nämlich ansonsten: nichts. Freies Feld. Erst nach rund zehn Jahren wurden dann doch so langsam Häuser drumherum gebaut.
Sind euch schon mal die schicken Altarfenster der Apostelkirche aufgefallen? Die wurden erst 1990 erneuert. Sie zeigen Porträts von je sechs Frauen und Männern des 20. Jahrhunderts, die mit ihrem Lebenswerk als moderne “Apostel“ wirkten. Schaut mal genau hin, dann erkennt ihr unter anderem Sophie Scholl, Albert Schweitzer und Dorothy Day.

Infos: Apostelkirche, Bei der Apostelkirche, 20257 Hamburg

2. Jerusalemkirche

Für eine Kirche ganz schön jung: Die Jerusalemkirche an der Schäferkampsallee wurde 1911 eröffnet. Erleben musste sie trotzdem schon eine ganze Menge. Im zweiten Weltkrieg zerstörte eine Brandbombe das Hauptschiff. Der Wiederaufbau ist aber ziemlich gelungen. Der hoch aufragende Kupferturm ist ein ziemlich schmuckes Stück. Und die Geschichte ist spannend: Die Kirche diente ursprünglich der Judenmission durch die Presbyterian Church und sieht sich bis heute berufen, den christlichen-jüdischen Dialog zu fördern – einzigartig in der Hamburger Kirchenlandschaft.

Und wisst ihr, warum die Kirche ausgerechnet Ecke Schäferkampsallee / Moorkamp steht? Ganz einfach: Auch wenn das U- und S-Bahn-Netz in Hamburg erst im Jahr 1912 in Betrieb genommen wurde, erteilte der Hamburger Senat bereits 1906 einen entsprechenden Bauauftrag – und der bezog eben diese Ecke mit ein. Bedeutet: Es gab ein riesiges Grundstück, auf dem keine Etagenwohnungen gebaut werden durfte. Dementsprechend gering war damals der Quadratmeterpreis. Klar, dass die Kirche da nicht nein sagen konnte.

Infos: Jerusalem-Kirche, Schäferkampsallee 36, 20357 Hamburg

3. Christuskirche

Könnt ihr euch vorstellen, dass Eimsbüttel mal ein langweiliger Vorort von Hamburg war? Wir auch nicht, ist aber so! Erst als um 1860 die Torsperre aufgehoben wurde und die Tore der Stadtmauern nicht mehr über Nacht abgesperrt wurden, wollten die Leute gerne hier wohnen. Klar, dass da auch eine Kirche her musste. Ein Berliner Architekt gewann den Pitch und baute die Christuskirche um 1882 im Stil der Neugotik. Als 1982 ein Blitz in die Kirche einschlug, brach nicht nur die Kirchturmspitze samt Wetterhahn ab – es wurde auch ein Stück Kirchengeschichte enthüllt: In den Trümmern fand sich eine Kassette mit Dokumenten aus dem Zeit des Kirchenbaus.

Infos: Christuskirche, Bei der Christuskirche 2, 20259 Hamburg

Genüsslich Brunchen in Hamburg

Ob zu einer Messe oder einfach nur, um die imposanten historischen Gebäude zu bewundern – Kirchen versprühen eine ganz eigene Magie, die Besucher vor allem an Sonntagen genießen. Wisst ihr, was ihr an einem Sonntag auch noch machen könnt. Brunchen. Das geht vor oder nach oder ganz ohne Kirche. Ob mit Freunden oder der Familie, Brunchen in Hamburg ist immer ein absolutes Highlight.

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