(© Gunter Gluecklich )

Im Literaturhaus geben sich Weltklasse-Autoren die Klinke in die Hand

Literatur, Poesie und Kunst – wer auf nichts davon verzichten möchte, sollte mal ins Literaturhaus auf der Uhlenhorst. Hier an der Alster lesen Weltklasse-Autoren. Und auch Nachwuchsschreiber bekommen eine Bühne.

José Saramago war ein großer seiner Zunft. 1998 wurde der portugiesische Schriftsteller ("Die Stadt der Blinden") mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er las auf großen Bühnen. Auf Festivals. Und er las an der Alster in Hamburg. Im Literaturhaus Hamburg am Schwanenwik. Hier haben Autoren eine Burg, ein Zuhause. Auf der Uhlenhorst. Auch regionale Schreiber können sich und ihre Gedichte, Kurzgeschichten und Romane vor Publikum vorstellen.

Alles unter einem Dach: Buchladen, Café und Ballsaal

Frank McCourt, Jonathan Franzen, Martin Walser – alle waren sie da. Saramago war nur einer von vielen Weltstars der Literaturszene, die sich in dem Haus mit der schneeweißen Fassade die Klinke in die Hand gaben. Dabei schien das Gebäude schon mal dem Verfall überlassen. In den 1980er Jahren stand es mehrere Jahre leer. Dann trat Gerd Bucerius als Retter auf. Seine Zeit-Stiftung kaufte das Haus, renovierte es und stellte so Weichen für den Einzug des 1985 gegründeten Fördervereins Literaturhaus. 1989 wurde eröffnet. In dem Gebäude finden sich der Buchladen Samtleben, ein Café und einer der schönsten Ballsäle der Hansestadt.

Im Julit haben auch die Kleinsten schon Spaß mit Büchern

Aus rund 150 Lesungen, Podiumsdiskussionen, Gesprächsrunden oder literarischen Abenden können Literaturfans pro Jahr wählen. Auch die "Norddeutschen Literaturtage" haben ihre Heimat am Schwanenwik. Eine gute Gelegenheit, das Literaturhaus kennenzulernen, habt ihr auch bei den regelmäßigen Reihen wie das "Philosophische Café", "März & Moritz & 1 Gast" oder das "Gemischte Doppel". Wer behauptet, Kinder hängen eh nur noch am Smartphone und wollen ihre Näschen nicht mehr in Bücher stecken, wird im Julit eines Besseren belehrt. Das nämlich ist die kleine Schwester des Literaturhauses und holt nicht nur regelmäßig spannende Autoren und Slammer an die Alster, sondern inspiriert auch zum "Mit-Worten-Sachen-Machen".

Wenn das Literaturhaus allerdings alljährlich im Herbst zusammen mit dem Hamburger Abendblatt und der Buchhandlung Heymann die Crème de la Crème der Krimischriftsteller nach Hamburg einlädt, zieht es mit Mord und Totschlag in größere Hallen – in diesem Jahr gab es mit 12.000 Besuchern auf Kampnagel einen neuen Besucherrekord. Allen Leseratten sei vor allem die Mitgliedschaft im Förderverein ans Herz gelegt – damit bekommt ihr nämlich nicht nur jede Menge Futter für den Kopf, sondern auch exklusive Vorteile.

Info: Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

Auf einen Kaffee in die Alsterperle

Egal ob Sommer oder Winter: Wenn es nicht gerade in Strömen gießt, genießt vor eurem Besuch im Literaturhaus noch den umwerfenden Blick auf die Alster. Den bekommt ihr bei einem heißen Pott Kaffee oder Bratwurst vom Grill am besten genau gegenüber an dem ehemaligen Toilettenhäuschen: Die Alsterperle ist ein heute beliebter Treffpunkt.

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