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Hommage an eine Ikone: Fotoausstellung über Romy Schneider

Als "Sissi" wurde sie weltberühmt. Doch Romy Schneider war viel mehr als die süße Prinzessin. Eine Ausstellung in der Fabrik der Künste bietet einen differenzierten Blick auf die Schauspiel-Ikone.

Romy Schneider? Klar, die "Sissi". Ihr Leben lang wurde die Schauspielerin von vielen auf diese eine Rolle als Kaiserin von Österreich reduziert, mit der sie als nur 16-Jährige quasi über Nacht weltberühmt wurde. Dabei spielte Romy Schneider in mehr als 60 Filmen, darunter zahlreiche Charakterrollen. Wie vielseitig sie war, zeigt von 13. November bis 2. Dezember 2018 eine Ausstellung in der Fabrik der Künste.

Vor allem in Deutschland wurde Romy Schneider aufs "süße Mädl" reduziert

Gezeigt werden hier Fotos, Kinoplakate und Zeitschriften-Cover aus der Privatsammlung von Jürgen Joost. Dabei ist klar zu erkennen, dass "die Schneider" vor allem in Deutschland gerne auf das "süße Mädl" reduziert wurde. In anderen Ländern, so auch in Frankreich, wohin Romy Schneider schließlich vor dem Trubel in Deutschland flüchtete, wurde sie dagegen als große Charakterdarstellerin geschätzt. Dass sie sogar in Mexiko berühmt war, zeigt ein Kinoplakat, das ebenfalls zu sehen ist.

"Sissi" brachte den Durchbruch., auch in Mexiko. Und ließ Romy Schneider nie wieder los. (© Jürgen Joost )

Privat hatte Romy Schneider nicht so viel Glück

Die Ausstellung will einen Eindruck der differenzierten Persönlichkeit Romy Schneiders vermitteln. Denn hinter der Fassade und dem scheinbar mühelosen Erfolg war die gebürtige Wienerin keineswegs die glücksstrahlende Prinzessin, als die sie häufig wahrgenommen wurde. Unglückliche Ehen, Druck von der Familie, die sie gnadenlos vermarktete, der frühe Unfalltod ihres Sohnes und gesundheitliche Probleme aufgrund ihres Alkohol- und Medikamentenkonsums machten der Schauspiel-Ikone zu schaffen. Sie starb mit nur 43 Jahren in Paris an Herzversagen. 2018 wäre Romy Schneider 80 Jahre alt geworden, doch auch noch 36 Jahre nach ihrem Tod ist sie unvergessen.

Wo? Fabrik der Künste, Kreuzbrook 12, 20537 Hamburg
Wann? 13. November 2018 (Vernissage um 19 Uhr) bis 2. Dezember 2018; Di–Fr 15-19 Uhr, Sa+So 12-18 Uhr
Wie viel? Erwachsene zahlen fünf Euro, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ist der Eintritt frei.

"Brückenbewohner und Stadtschläfer": Ausstellung in der Bücherhalle

Übrigens: Noch bis Mittwoch, den 14. November 2018, könnt ihr in Billstedt eine weitere spannende Fotoausstellung besuchen: "Brückenbewohner und Stadtschläfer" in der Bücherhalle Billstedt zeigt Bilder von Wohnungslosen, die Lena Wöhler fotografiert hat. Und wenn ihr mehr über eine andere Ikone erfahren wollt, dann geht im Frühjahr 2019 ins Stage Operettenhaus: Hier läuft ab März das Musical "TINA" über Tina Turner.

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