(© Robin Eberhardt )

Hindukusch – Reis und mehr

Im Univiertel versteckt, zwischen Kiosken, Bäckereien, Asia-Imbissen und weiteren gastronomischen Betrieben, liegt etwas unscheinbar das Hindukusch. Dabei ist das afghanische Restaurant eine langjährige Institution im Grindelviertel.

An kulinarischen Gaumenfreuden ist das Grindelviertel kaum zu überbieten. Köche aus aller Herren Länder buhlen um die Gunst der Studenten und Flaneure rund um die Uni.

Tradition seit 40 Jahren

Schon seit rund 40 Jahren gibt es das “Hindukusch” am Grindelberg 15, direkt gegenüber vom Abaton-Bistro. Der Familienbetrieb war eines der ersten Restaurants, das die afghanische Küche nach Hamburg gebracht hat.

Diese wurde unter anderem von der chinesischen, persischen und der indischen Küche sowie der des Osmanischen Reichs beeinflusst. Das wichtigste Grundnahrungsmittel der afghanischen Küche ist Brot, das, wie die indischen Brote Naan und Chapati, aus Weizenmehl hergestellt wird.

Würzig aber nicht scharf

Zu den wichtigsten Gewürzen bei den traditionellen afghanischen Gerichten gehören Minze, Safran, Kardamom, Kurkuma und Koriander, aber im Gegensatz zur indischen Küche sind die Speisen meist nicht scharf gewürzt.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist Reis, aus dem verschiedene Palaus zubereitet werden. Dabei wird der langkörnige Reis mit Zwiebeln, Brühe und weiteren Zutaten wie Gemüse, Fleisch oder Fisch gekocht.

Palau und Teigtaschen

Im Hindukusch gibt es Palau in verschiedenen Variationen: braunen Palau, Safran Palau mit Mandeln, Pistazien und Safran sowie Kabali Palau mit Rosinen und geriebenen Möhren. Diese unterschiedlichen Palau-Gerichte gibt es sowohl mit Lamm oder Pute als auch als vegetarische Variante mit Auberginen oder Spinat.

Neben dem Palau hat das Hindukusch auch noch landestypische Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen und eine große Auswahl an vegetarischen Speisen im Angebot.

Eintöpfe und Salate

Dazu kommen noch Schurwa Lubia, Schurwa Nachud und Maschawa. Das sind afghanische Eintöpfe mit Lammfleisch beziehungsweise mit Rinderhack, Gemüse oder unterschiedlichen Hülsenfrüchten.

Für den kleineren Hunger bietet das Hindukusch einige Salate an, die mit den für Afghanistan typischen Fladenbroten serviert werden.

Pudding, Quark oder Gebäck zum Nachtisch

Eine Besonderheit ist die Auswahl an Nachtischen. Es gibt Firni, ein traditioneller Pudding mit Rosenwasser, Kardamom und gehackten Pistazien, Jelabi, ein in Öl gebackenes, spiralförmiges Gebäck, das in Honig eingelegt wird und einen süßen Sahnequark, den sogenannten Tascke Serin, mit frischen Früchten, Pistazien und Rosinen.

Die Einrichtung ist schlicht gehalten, mit dunklen Holzstühlen und Nischen mit afghanischen Sitzkissen, in denen man, abgeschieden vom Trubel des Univiertels, in Ruhe speisen kann. Die Wände zieren Bilder des Hindukusch-Gebirges und Wandschmuck aus dieser Bergregion.

Garten im Hinterhof

Im Sommer kann man auch schön im Garten sitzen, der hinter dem Restaurant im Innenhof liegt und der mit vielen Blumen und Grünpflanzen einen sehr gepflegten Eindruck macht.

Das Hindukusch, Grindelhof 15, hat montags bis sonntags von 12 bis 24 Uhr geöffnet.

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