Bringen St. Pauli ins Rollen: die Harbor Girls Hamburg. (© Tom Alby / roller-derby.net )

Hart, aber herzlich: Die Roller-Derby-Frauschaft Harbor Girls

Kennt ihr Roller Derby? Das ist eine Vollkontaktsportart auf Rollschuhen, die vor allem von Frauen gespielt wird. Wir stellen euch die Hamburger Harbor Girls vor.

"Born to roll", geboren um zu rollen, das ist das Motto der Harbor Girls. Wer die sind? Das ist eine Truppe Frauen, die Roller Derby machen, einen Vollkontaktsport auf Rollschuhen. Wenn ihr noch nie von dieser Sportart gehört habt: Macht euch nichts draus, in Deutschland ist sie nicht sehr bekannt. Dabei gibt es die Harbor Girls Hamburg schon seit 2008, und sie sind sehr erfolgreich.

Einige Harbor Girls spielen sogar im Roller Derby Nationalteam

Ins Leben gerufen wurde die Sportgruppe von Lili Wolf alias "Spooky Spiky #1313", die nach ihrem Umzug aus Stuttgart feststellte, dass es noch keine Roller Derby Mannschaft in Hamburg gab. Zusammen mit ihrer Freundin "Killing Zoe #114" gründete sie die Harbor Girls. Zu Beginn skateten die wilden Mädels in leeren Parkhäusern und im ehemaligen Kaufhaus in Altona – doch 2014 nahm der FC. St. Pauli Roller Derby als neue Sportabteilung auf. Yeehaw! Heute trainieren die Harbor Girls bis zu viermal wöchentlich in verschiedenen Sporthallen. Es gibt mehr als 140 Mitglieder, die in mehreren Mannschaften skaten und rempeln: eine A- und eine B-Mannschaft, einen "Newbie"-Kurs für Neulinge und ein Junior-Team. Die A-Mannschaft holte 2016 den Vize-Titel in der Bundesliga. Einige der Mitglieder sind sogar Teil des Nationalteams.

Zwei Mannschaften treten gegeneinander an

Was Roller Derby denn nun eigentlich ist? Hier treten zwei Mannschaften à fünf Frauen gegeneinander an: vier Blocker und ein sogenannter Jammer, die auf den coolen oldfashioned-Rollschuhen mit vier Rollen in einer Sporthalle im Kreis fahren. Die Jammerin ist an einem Stern auf dem Helm zu erkennen. Sie muss versuchen, so viele gegnerische Teammitglieder wie möglich zu überrunden – die wiederum versuchen, sie auszubremsen. Dabei geht's ordentlich zur Sache, es darf und soll gerempelt und geblockt werden. Aber nach strengen Regeln: Der Gegnerin beispielsweise den Ellbogen in die Nieren zu rammen, ist nicht erlaubt. Dass die Regeln eingehalten werden, überwachen acht Schiedsrichter.

Offenheit und Individualität sind den Harbor Girls wichtig

Besonders wichtig ist den Harbor Girls dabei – neben dem Sieg natürlich – die Individualität der Mitglieder. "Roller Derby ist offen für alle, die Leidenschaft dafür mitbringen – unabhängig von Alter, Körperform, Gender und sexueller Orientierung. Mit diesem inklusiven Körperbewusstsein, das reglementierende Schönheitsnormen durchbricht, etablieren die Harbor Girls ein starkes, verantwortungsvolles Frauenbild", heißt es auf der Homepage. Das zeigen die Girls auch in ihren Outfits: Ein Trikot gibt es nicht, jede zieht an, was bequem ist und ihren Stil zeigt – gerne ungewöhnlich und ausgefallen. Auf dem Rücken prangt dabei der Name, den sich jede selbst und möglichst kreativ aussuchen darf. Eben zum Beispiel "Spooky Spiky #1313".

Interesse mal zuzugucken oder mitzumachen? Mehr Infos zu den Harbor Girls Hamburg findet ihr auf deren Homepage.

Ungewöhnliche Sportarten: Sepaktakraw und Pole Dance

Wenn euch Roller Derby zu hart ist, ihr aber gern eine etwas ungewöhnliche Sportart machen wollt, hätten wir noch andere Ideen für euch: Wie wäre es mit Sepaktakraw, einer spektakulären Mischung aus Volleyball, Fußball und Badminton? Oder wäre Pole Dance vielleicht etwas für euch – das könnt ihr beim Eimsbütteler Turnverein trainieren.

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