(© Unsplash / Mohammad Saifullah )

Harburg macht dicht: Hier müssen überall Läden schließen

In Harburg verändert sich die Einzelhandelslandschaft. Schleichend und ohne konkrete Vorstellungen, was danach kommen wird – aber eins ist sicher: Die Stadt will eine bessere Nahversorgung für alle aufbauen, die im Harburger Osten leben.

Harburg ist im Wandel. Und so ändert sich auch die Einzelhandelslandschaft. Hart getroffen hat es besonders die Mitarbeiter der Karstadt Feinkostabteilung. Zu wenig Kundschaft hat Karstadt veranlasst, seine Abteilung zu schließen – der Schritt ist final. Und auch der Aldi in der Rönneburger Straße bleibt geschlossen, allerdings nur vorübergehend: Seit 30 Jahren ist der Discounter im Harburger Osten angesiedelt – mittlerweile aber zu klein für das Filialkonzept des Konzerns. Einer anderen Einkaufsmöglichkeit, der es zu eng wird: Der Harburger Wochenmarkt Sand bekommt ein neues Gesicht.

Karstadt Feinkost: Volle Regale, leere Gänge

Das Ende der Feinkostabteilung im Harburger Karstadt kommt nicht ganz überraschend. Ein hochwertiges und gut sortiertes Angebot, von etwa einem Dutzend Mitarbeitern gepflegt und fein säuberlich präsentiert, hätte auf Kunden gewartet. Doch die kamen schon länger nicht mehr. Als das Bistro der Abteilung vor rund drei Jahren aufgelöst wurde, ahnten viele die gesamte Schließung bereits. Nun ist sie Realität. Wie es mit den Mitarbeitern weiter geht, verriet Karstadt nicht. Kunden können Lebensmittel weiterhin in den Filialen in Wandsbek und in der Mönckebergstraße erwerben.

Aldi wächst – und reißt alte Filiale ab

Besser läuft es hingegen für Aldi Nord. Die Filiale in der Rönneburger Straße im Osten Harburgs hat Potenzial – aber leider zu wenig Platz. Daher entschied der Konzern: Das alte Gebäude muss weg, ein neues soll her. Innerhalb des nächsten Jahres soll die Ladenfläche von 980 Quadratmetern um weitere 300 Quadratmeter wachsen. Die Kunden dürfte es freuen: Der Konzern verspricht, dass sich die Waren nach dem Umbau leichter finden lassen. In etwa einem Jahr sollen die Türen wieder offen stehen.

Wochenmarkt Sand bekommt neues Aussehen

Und auch Hamburgs ältester Wochenmarkt bleibt von den Zeichen der Zeit nicht verschont. Seit 400 Jahren existiert der Wochenmarkt Harburg schon und tummelt sich auf dem Marktplatz am Sand. Seit Anfang April wird dort allerdings kräftig gebaut. Die Marktfläche und die Straße Hölertwiete werden mit roten Steinen neu geklinkert, Bäume werden neu gepflanzt, Flächen für Cafés sollen entstehen. Einige Marktleute hat es während der Bauarbeiten auf den Platz vor dem Harburger Rathaus verschlagen – andere haben ihre Stände aber vollkommen geschlossen.

Auch die umliegenden Geschäfte machen dicht: Der "Genussladen Sohl", eigentlich für regionale Spezialitäten bekannt, "Alles für Selbermacher" und das Juweliergeschäft Balhorn schließen ihre Tore für immer. Wie der Marktplatz Sand wohl nach Ende der Bauarbeiten in zwölf bis 14 Monaten aussieht? Wir sind gespannt.

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