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Hamburgs Kino-Tipps: Diese Filme dürft ihr im März nicht verpassen

Eine Legende der Leinwand in der Provinz, eine FBI-Agentin auf Rachefeldzug, dazu erstklassiger Fußball, ein nicht so erstklassiges Remake und die größte Punkband des Landes von ganz nah dran - hier sind die Kinotipps für den Monat März.

1. Helmut Berger, meine Mutter und ich

Allein die Idee an sich ist schon so gut, das muss ein großartiger Film werden: Die Mutter der Filmemacherin Valesca Peters hat eine Schwäche für Helmut Berger. Weniger ist es jedoch eine Schwärmerei, als dass sie glaubt, dem etwas heruntergekommenen Glamour-Greis unter die Arme greifen zu wollen. Der braucht nur mal einen neuen Job, so die pragmatische Einstellung von Mutter Peters. Gesagt, getan – und plötzlich sitzt Berger bei ihr zu Hause auf der Couch und wohnt sogar einige Monate bei ihr, später spielt er gar wieder Theater. Dabei ist „Helmut Berger, meine Mutter und ich“ kein Voyeurs-Kino im Stile des Dschungelcamps, wo Berger ja auch bereits in geselliger Runde saß, sondern ein sehr liebevoller Blick auf ein einstiges Kino-Genie – unterhaltsam, lehrreich, zuweilen komisch und zutiefst menschlich.

(D 2018, Regie: Valesca Peters, mit Helmut Berger, Valesca Peters u. a.)

Kinostart: 7. März 2019

2. Destroyer

Denk’ ich an Nicole Kidman, dann denk’ ich an „Todesstille“. So gut wie damals, in dem klaustrophobischen Segelboot-Thriller, fand ich sie danach nur noch selten, aber der Trailer zu „Destroyer“ macht mich schon sehr neugierig. Allein ihr Look ist faszinierend, die O-Töne der Pressekollegen auf der anderen Seite des Atlantiks sind derart Superlativ-gespickt, dass es nur gut werden kann. Kidman als abgetakelte FBI-Agentin, die es noch einmal wissen will und aus einem neuen Fall ihren ganz privaten Feldzug macht – klingt erst einmal nach klassischen Rachethriller. Die Bilder aber dieses NeoNoir-Streifen – und nicht zuletzt die von Kidman selbst – entfachen eine Sog-Wirkung, der man sich kaum entziehen kann.

(USA 2018, Regie: Karyn Kusama, mit Nicole Kidman, Toby Kebbell, Tatiana Maslany u. a.)

Kinostart: 14. März 2019

3. Trautmann

Gute Fußballfilme, gerade solche, die als Spielfilme angelegt sind, findet man nicht allzu häufig. Mal sind die Spielszenen grottig, dann wiederum ist die Handlung nur lose mit dem Sport verdrahtet, zuweilen jedoch – siehe „Das Wunder von Bern“ – gibt es Glücksfälle, bei denen alles stimmt. Rosenmüllers Film über den legendären Torwart von Manchester City ist so einer: Spannend wie ein Pokalspiel, taktisch gut vorbereitet wie der FC Liverpool in der Champions League, spielerisch einfallsreich wie Messi an einem guten Tag, das ist „Trautmann“. Die Geschichte selbst gibt ja auch bereits genug her: Die Biografie des deutschen Keepers, der aus der Gefangenschaft kommt, zum Keeper von ManCity wird und später zur Vereinslegende aufsteigt, ist bester Leinwandstoff. Tolle Ausstattung, herzerwärmend gespielt und die Kicker-Szenen können sich auch sehen lassen.

(D/GB/IRL 2018, Regie: Marcus H. Rosenmüller, mit David Kross, Freya Mavor, John Henshaw u.a.)

Kinostart: 7. März 2019

4. Head Full Of Honey

Ich gebe es zu: Dieser Filmtipp nährt sich aus eher voyeuristischer Quelle, etwa so, wie man sich auch wünscht, doch einmal in den Genuss etwa des Küblböck-Films zu kommen, der statt auf der Leinwand für immer im Tresor gelandet war. Und gab es nicht auch irgendwann mal Filmpläne mit Sladdi aus der ersten „Big Brother“-Staffel, wurde da nicht sogar schon gedreht? Sei es drum – bis dahin muss es dann erstmal die US-Version von Schweigers Erfolgsfilm „Honig im Kopf tun“. Wir erinnern uns: In der deutschen Originalversion hatte Dieter Hallervorden den Opa gemimt, der zunehmend an Demenz leidet, der Film wurde ein Riesenerfolg. In den USA schlüpfte nun Nick Nolte in die Hauptrolle, ihm zur Seite mit Dillon und Mortimer weitere Big Names, aber statt einer simplen Wiederholung des Blockbusters, hagelte es miese Kritiken, wurde der Film nach nur wenigen Tagen wieder aus den Kinos genommen. Also, mich macht das neugierig. Sehr sogar.

(USA 2018, Regie: Til Schweiger, NIck Nolte, Matt Dillon Emily Mortimer u.a.)

Kinostart: 21. März 2019

5. Weil Du nur einmal lebst

Man kann zu den Toten Hosen stehen, wie man mag, aber unterhaltsam, kontrovers, spannend sind Campino und seine nicht mehr ganz so jungen Herren allemal. Ob sie neue Platten veröffentlichen, bei der Echo-Verleihung die Stimme erheben oder beim #Wirsindmehr-Festival in Chemnitz auftreten oder mal wieder einen Film machen – langweilig wird es bei den Toten Hosen so gut wie nie. Der neue Film, eine über zwei Jahre gedrehte Tour-Doku, macht da keine Ausnahme. Dabei gibt es die Band nicht nur auf der Bühne zu sehen, sondern auch und gerade abseits davon. In Backstage-Räumen, beim Proben und vor die Frage gestellt: Wie weitermachen, wenn der Sänger einen Hörsturz hat?

(D 2018, Regie: Cordula Kablitz-Post, mit Campino, Kuddl, Breiti u.a.)

Kinostart: 28. März 2019

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