Szene aus "Anker der Liebe" (© PRO-FUN MEDIA )

Hamburgs Kino-Tipps: Diese Filme dürft ihr im Juni nicht verpassen

Eine Liebe in London, die nächste Generation an Untoten, dazu ein Berliner Imagespot in Überlänge, mürrische Kommissare und vogelwilde Haustiere – hier sind die frischen Kino-Tipps für den Juni.

1. Anker der Liebe

Hausboot. London. Reicht schon. Gut, das Ganze klingt mehr nach einer etwas leichtfüßigen Komödie, als nach urbanem, postmodernem Pre-Brexit-Drama, aber was soll es – die Wartezeit bis zum nächsten London-Trip verkürzt diese Love-Story von der Themse mit Sicherheit. Zumal die Ausgangslage der Geschichte um den Kinderwunsch alles andere als der übliche Plotstoff ist. Im Mittelpunkt stehen die Liebenden Eva und Kat, die in Sachen Nachwuchs unterschiedlicher Meinung sind. Eva will, Kat eher nicht. Als dann auch noch ein Kumpel zu Besuch kommt, konkretisiert sich die Idee, mit ihm aber auch die Probleme um die Familienplanung. Und dann ist da noch die Schwiegermutter…

(UK 2018, Regie: Carlos Marques-Marcet, mit Oona Chaplin, Natalia Tena, Geraldine Chaplin u.a.)

Kinostart: 6. Juni 2019

2. The Dead Don’t Die

Die Sache mit den Zombies ist ja nun so langsam auserzählt, aber wenn sich ein Big Name wie Jim Jarmusch der Untoten annimmt, dann könnte das durchaus interessant werden. Allein der Blick auf die Besetzungsliste lässt mit der Zunge schnalzen, im Aufgebot sind All-Time-Faves wie Bill Murray, Chloë Sevigny, Tilda Swinton, Steve Buscemi und, tataaaa, Iggy Pop. Soviel kapriziöser Cast muss sein, denn selbst einem coolen Kopf wie Jarmusch fällt in Sachen Storyline nicht so arg viel anderes ein als das, was einst schon Zombie-Urvater George A. Romero auf die wackeligen Beine stellte. Die Toten erheben sich, sie wollen nicht ruhen und haben einen derartigen Appetit auf ihre Nächsten, dass guter Rat teuer ist. So ein bisschen anders drauf sind die Zombies in Centerville dennoch, sie haben nämlich eine Menge Nachholbedarf und vergnügen sich mit Dingen, die sie zu Lebzeiten verpasst haben.

(USA 2019, Regie: Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton, mit u.a.)

Kinostart: 13. Juni 2019

3. Berlin, I Love You

File under "Voyeurismus": Der Trailer zum Film wurde bereits hinlänglich in den sozialen Medien diskutiert. Platt und pauschal, klischeeüberladen und glaubwürdig wie Spots für Berliner Bier, Bausparkassen oder skandinavische Möbelmärkte, so ungefähr das Fazit der ungnädigen Gemeinde. Kurzum: So etwas möchte man doch in lang sehen, oder? Immerhin ist die wunderbare Helen Mirren beim fünften Teil der „Cities Of Love“-Reihe des französischen Produzenten Emmanuel Benbihy dabei, und endlich ist auch Mickey Rourke wieder auf der Leinwand zu sehen. Zugegeben, mit jener „Angel Heart“-Phase hat er nicht mehr viel zu tun, aber ein Rourke ist immer noch ein Rourke. Vielleicht geht es ja mit dem sechsten Teil der Serie mal nach Hamburg.

(D 2018, Regie: Dianna Agron, Peter Chelsom, Claus Clausen, mit Helen Mirren, Mickey Rourke, Keira Knightley u.a.)

Kinostart: 13. Juni 2019

4. Verachtung

Wer in diesen Tagen, Monaten, Jahren keine Antenne für Fantasy-Spektakel oder Superhelden-Blockbuster hat, dem fehlen zuweilen die Argumente für einen Gang ins Kino. Wie wohltuend, fast schon old-fashioned, sind da die Fälle des Carl Mørck, mürrisch, verkniffen, effektiv, und seinem Kollegen Hafez El-Assad, lockerer, klarer, dabei ebenfalls das, was man einen guten Bullen nennt. Es ist bereits die vierte Kino-Version eines Mørck-Falles, im Original aus der Feder von Jussi Adler-Olsen, und damit fast schon so etwas wie ein Klassiker. Die Ausgangslage ist gewohnt knifflig bis eklig: In einem leer stehenden Apartment werden drei Leichen, an einem Tisch sitzend, gefunden, der vierte Platz an der Tafel ist frei. Wer steckt dahinter, was ist das Motiv – und für wen war da wohl noch gedeckt? Die Spur führt auf eine verlassene Insel mit dem an sich schon gruseligen Namen Sprogø, wo einst in einer Klinik Grauenerregendes mit Patientinnen angestellt wurde.

(D/DK 2018, Regie: Christoffer Boe, mit Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares, Johanne Louise Schmidt u.a.)

Kinostart: 20. Juni 2019

5. Pets 2

Schon die erste Kino-Ausgabe der alleingelassenen Kuscheltiere war bunt und lustig – jetzt verspricht der Trailer zur Fortsetzung genauso weiterzumachen. Die Story verlangt dem geneigten Kinobesucher, ob jung oder alt, nicht allzu viel ab und hat sich seit der Erstausgabe eigentlich kaum verändert. Frei nach dem alten Motto „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“ darf man ein weiteres Mal mitansehen, was passiert, wenn Herrchen und Frauchen morgens die Bude ver- und die lieben Haustierchen sich selbst über-lassen.

(USA 2018, Regie: Chris Renaud, mit Jan Josef Liefers, Dietmar Bär, Fahri Yardim u.a.)

Kinostart: 27. Juni 2019

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