(© Alamode Film )

Hamburgs Kino-Tipps: Diese Filme dürft ihr im August nicht verpassen

Science-Fiction, Beziehungsprobleme, die Suche nach der Liebe – in unserer monatlichen Filmkolumne verhandeln wir diesmal die ganz großen Themen. Außerdem gibt es Neues von Quentin Tarantino und die zu Herzen gehende Doku über einen legendären Gitarrenladen in New York. Viel Vergnügen!

1. So wie du mich willst

Es gab mal Zeiten, da hing ein Schwarz-Weiß-Foto von Juliette Binoche über meinem Schreibtisch. Mittlerweile hängt dort ein großes Poster der Band The Jam, Madame Binoche jedoch steht immer noch hoch in meiner Gunst. Ehrensache daher, dass ich mir auch ihren neuen Film "So wie du mich willst" anschaue. Die Story verhandelt eines der Phänomene unserer Zeit, nämlich Social Media, Kommunikationsweisen, Identitätsdiebstahl. Claire (Juliette Binoche), eine 50-jährige Lehrerin, erstellt ein Facebook-Profil, um den Machenschaften ihres On-Off-Lovers Ludo (Guillaume Gouix) auf die Schliche zu kommen. Der Haken an der Sache: Sie gibt sich als 24-Jährige aus und erfindet eine fiktive Persona. Als Ludos bester Kumpel ins Spiel kommt, wird die Sache immer brenzliger.

(F 2019, Regie: Safy Nebbou, mit Juliette Binoche, Francois Civil, Nicole Garcia u.a.)

Kinostart: 8. August 2019

2. Once Upon A Time In Hollywood

Eine meiner Promi-Sichtungen überhaupt: Quentin Tarantino als einziger Kunde bei "Tower Records" am Piccadilly Circus in London, an einem trüben Montagmorgen vor bummelig 15 Jahren. In schwarzer Jogginghose, Taxifahrer-Lederjacke und mit zersausten Haaren stand er vor dem Regal mit den BBC-Serien und stöberte in alten Klassikern, ließ sich von der zunehmenden Fülle des Ladens und dem Getuschel der Fans, die ihn schließlich erkannten, kaum aus der Ruhe bringen. Während diese Begegnung unvergesslich blieb, sind die meisten seiner Filme bei mir eher durchgerutscht, fand ich "Pulp Fiction" okay, "Jackie Brown", abgesehen von der Intro-Sequenz und der wunderbaren Pam Grier, ebenso wie "Hateful 8", eher langweilig. Der Trailer für "Once Upon A Time…" aber sieht so knallig, kurzweilig und top gestylt aus – der Film kann nur gut werden. Außerdem beachtenswert: Mit Blick auf Tarantinos Ansage, nur zehn Filme machen zu wollen, wäre dies dann schon sein vorletzter.

(USA 2019, Regie: Quentin Taratino, mit Brad Pitt, Leonardo DiCaprio, Margot Robbie u.a.)

Kinostart: 15. August 2019

3. Gloria - Das Leben wartet nicht

Ein Film, der bestens zum ersten Tipp weiter oben passt: Julianne Moore ist grandios, ihre Rolle die einer Mittfünzigerin in der Lebenskrise, die Suche nach einer neuen Liebe nicht nur ihr Antrieb, sondern auch mit Problemen behaftet. Die Kinder sind aus dem Hause, die Nächte werden durchtanzt und als sich dann tatsächlich eine Chance für die Liebe auftut – in Gestalt des etwas undurchsichtigen Arnold, gespielt vom ebenso großartigen John Turturro – liegen diverse Steine im Weg. Schon das chilenische Original von Regisseur Sebastián Lelio war ein toller Film, mit dieser Hollywood-Adaption macht der Argentinier den nächsten Karriereschritt.

(USA 2019, Regie: Sebastián Lelio, mit Julianne Moore, John Turturro, Caren Pistorius u.a.)

Kinostart: 22. August 2019

4. I Am Mother

Und noch einmal starke Frauen im Blickpunkt: Oscar-Preisträgerin Hilary Swank steht im Fokus dieses ungewöhnlichen Science-Fiction-Thrillers, einer finster-famosen Dystopie. Während die Menschheit fast komplett ausradiert ist, arbeitet ein Computer-Programm daran, eine neue Generation Bewohnerinnen und Bewohner für den Planeten zu züchten, unter der Leitung eines Roboters namens "Mutter". Das alles findet in einem unterirdischen Bunker statt, dessen "Ruhe" jäh gestört wird, als eine blutüberströmte Frau (Swank) eindringt und von Dingen aus der Welt da draußen zu berichten weiß, die das geschlossene System unter der Erde ins Wanken bringen.

(USA 2018, Regie: Grant Stupore, mit Clara Rugaard, Hilary Swank, Rose Byrne u.a.)

Kinostart: 22. August 2019

5. Carmine Street Guitars

Ohne Musik geht es nicht, auch nicht in dieser Kolumne. Fragt man Musiker wie Patti Smith, Lenny Kaye oder Bob Dylan, wo es die besten Gitarren gibt, dann lautet ihre Antwort höchstwahrscheinlich: Bei "Carmine Street Guitars", jenem legendären Laden im New Yorker Greenwich Village. Geschäftsinhaber Rick Kelly betreibt hier sein musikalisches Business zusammen mit Azubi Cindy Hulej, in punkto Kundschaft geben sich die Big Names der Bühnenwelt die Klinke in die Hand. Viele von ihnen erzählen in dieser wunderbaren Doku von Ron Mann, was "Carmine Street Guitars" so besonders macht, was sie hier erlebten, welche Gitarre sie einst kauften und warum die besser klingen als die meisten anderen.

(USA 2019, Regie: Ron Mann, mit Jim Jarmusch, Charlie Sexton, Eszter Balint u.a.)

Kinostart: 29. August 2019

Und wo gibt's das zu sehen? Natürlich im Kino in Hamburg

Der passende Film dabei? Spitze! Dann checkt doch als nächstes mal die besten Kinos in Hamburg.

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