Szene aus "Atlas" (© 235 Film, Tobias von dem Borne )

Hamburgs Kino-Tipps: Diese Filme dürft ihr im April nicht verpassen

Kuscheltiere, die einfach keine Ruhe geben wollen, Türsteher mit scharfem Blick, familiäre Probleme zwischen Aufbruch und Hoffnungslosigkeit und Legenden des britische Kinos - Vorhang auf die Kinotipps für den Monat April.

1. Friedhof der Kuscheltiere

Ich weiß gar nicht recht, was mir bei der Erstauflage der Kino-Version von Stephen Kings Klassiker am besten gefallen hat: Die unglaubliche Schrecksekunde mit der auf dem Dachboden eingesperrten Schwester? Oder doch eher der Titelsong von den Ramones? Fest steht jedenfalls, dass das Original von „Pet Semetary“ doch schon ziemlich kompetenter, packender Kinohorror war, bei dem sich nicht unbedingt der Gedanke auftat, das möge man doch bitteschön irgendwann noch einmal für die große Leinwand verfilmen. Nun denn, was mit „Es“ gelang, ist ja zumindest auch mit dem „Friedhof der Kuscheltiere“ möglich: Eine neue, gelungene Variante des Ausgangsstoffes. Der beste Weg um herauszufinden, ob das gelungen ist: ins Kino gehen.

(USA 2018, Regie: Kevin Kölsch, Dennis WIdmyer , mit Jason Clarke, Amy Seimetz, John Lithgow u.a.)

2. Berlin Bouncer

Meine Club-Erlebnisse in der Haupstadt kann ich an einer Hand abzählen, dabei brauche ich nicht einmal alle fünf Finger. Was aber die grimmig dreinblickenden Bouncer auf dem Filmplakat so zu berichten haben, interessiert mich doch schon sehr. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Ecken des Landes, mit sehr verschiedenen Biografien, in Berlin aber sind ihre Aufgaben überaus ähnlich: Frank Künstler, Sven Marquardt und Smiley Baldwin hüteten die Türen der angesagtesten Läden und sorgten so dafür, dass der Mix drinnen auf dem Floor, an den Theken und in den Hinterzimmern stimmt. Entstanden ist so ein überaus interessantes Porträt der Berliner Clubszene von den Zeiten des Mauerfalls bis heute.

(D 2018, Regie: David Dietel, mit Frank Künstler, Sven Marquardt u.a.)

Kinostart: 11. April 2019

3. Goliath 96

Katja Riemann gehört nicht eben zu meinen Lieblingsschauspielerinnen, der Plot von „Goliath 96“ hört sich jedoch, insbesondere wenn man selbst mit Nachwuchs Wand an Wand lebt, auf unangenehme Weise neugierig machend an: Kristin Dibelius (Katja Riemann) hat seit zwei Jahren kein Wort mit ihrem Sohn David (Nils Rovira-Munoz) gewechselt. Hört sich erstmal zwar tragisch, aber nicht unbedingt total ungewöhnlich an. Einen besonderen Kniff bekommt das Ganze, wenn man erfährt, dass die beiden zusammen in einer Wohnung leben. „Hikikomori“ heißt es bei den Japanern, das sind Leute, die ihr Zimmer nicht verlassen. Nils ist so einer, er verbarrikadiert sich, ist völlig in sich versunken, einziger Draht nach draußen: ein Internet-Forum, in dem ihm auch bald die Mutter auf die Spur kommt und das Gespräch mit ihm sucht. Irgendetwas sagt mir, dass das nicht unbedingt nach einem Happy End aussieht.

(D 2018, Regie: Marcus Richardt , mit Katja Riemann, Nils Rovira-Munoz u.a.)

Kinostart: 18. April 2019

4. Ein letzter Job

Da reicht der Blick auf den Cast – und das Kinoticket ist schon fast gelöst. Alles alte, charismatische Haudegen, die ihren festen Platz in der Kinogeschichte haben: Michael Caine, Jim Broadbent, Ray Winstone. Namen zum Zungeschnalzen. Dabei wird diese edle Garde nicht nur einfach in einen Stoff Marke „Space Cowboys“ oder „Ladykillers“ gekleidet, die Story selbst basiert auf einer wahren Begebenheit. Es dreht sich um den größten Diamantenraub in der Geschichte Großbritanniens. Dem genialen Plan sei Dank gelingt der Coup. Nur beim Verkauf der Beute gibt es schließlich Probleme. Wohlfühl-Crime und superbes Schauspieler-Kino, kurzum eine selten gewordene Perle unter all den Superhelden- und Animations-Spektakeln.

(UK 2018, Regie: James Marsh, mit Michael Caine, Tom Courtenay, Jim Broadbent u.a.)

Kinostart: 25. April 2019

5. Atlas

Kriminell, aber auch familiär etwas diffus wird es beim letzten Filmtipp für diesen Monat: Walter Scholl (Rainer Bock) ist Möbelpacker. Dabei geht es ihm jedoch nicht nur darum, die Einrichtung aus den Wohnungen zu befördern. Im Auftrag des Afsari-Clans entmietet er ganze Häuser und kauft sie als Strohmann auf. Dieses Business bekommt eine ganz neue Wende, als einer der Mieter, den er vor die Tür setzen soll, sich als sein verschollener Sohn Jan (Albrecht Abraham Schuch) enpuppt. Und dann wird auch das Geschäft mit dem kriminellen Clan zunehmend immer gefährlicher. Auf den ersten Blick kein Mainstream-Kino, dafür aber mit einer Storyline, die zunächst etwas konstruiert wirkt, sich im Laufe des Films aber, auch Dank des starken Casts, als überaus spannend und wendungsreich entpuppt.

(D 2018, Regie: David Nawrath , mit Rainer Bock, Albrecht Abraham Schuch u.a.)

Kinostart: 25. April 2019

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