Große Männer mit einer Mission: die Hamburg Towers. (© Dennis Fischer )

"Hamburg Towers": Viel mehr als "nur" ein Basketball-Club

2013 kehrte mit den "Hamburg Towers" der professionelle Basketball nach Hamburg zurück. Bislang schaffte es das Team (noch) nicht in die Erste Liga. Das könnte sich schon bald ändern.

In Sachen Profi-Basketball war Hamburg viele Jahre lang eine Brachlandschaft. Seit der BCJ in der Saison 2001/2002 Insolvenz anmelden musste, gab es kein Bundesliga-Team mehr in Hamburg. Für die Ex-Nationalspieler Pascal Roller und Marvin Willoughby ein Unding. Sie machten Nägel mit Köpfen und gründeten 2013 zusammen mit Freunden die Hamburg Towers. Das Ziel dieser in Wilhelmsburg beheimateten Basketballmannschaft: die Erste Liga.

Nervenkrieg: Die ersten Saisons der Hamburg Towers in der ProA

Dieses Vorhaben misslang. Der Grund war – wie so oft – das Geld. Es fehlte ein Hauptsponsor, ohne den sich das Team nicht für eine Wildcard für die Wettkämpfe in der A-Riege bewerben konnte. Doch für die Zweite Liga, die ProA, reichte es, und so startete die neu formierte Mannschaft im September 2014 hoch ambitioniert in die Saison, an deren Ende die Play-offs und schließlich der Aufstieg in die Erste Liga stehen sollten.

Sowohl für die Mannschaft als auch die vielen Fans, die zu den Heimspielen in die Inselparkhalle (seit 2017 edel-optics.de-Arena) kamen, war die erste Runde der reinste Nervenkrieg. Das erste Spiel endete mit einem denkbar knappen Sieg (66:65), und genauso eng ging es weiter: Unterm Strich standen am Saisonende 15 Siege und 15 Niederlagen, was für den achten Platz der ProA-Liga und damit gerade noch die Play-offs reichte. Da war aber Schluss, vom erhofften Aufstieg waren die Hamburg Towers weit entfernt.

Neuer Coach, neue Hoffnung: Die Towers geben nicht auf

Das Team kämpfte weiter – nicht nur gegen Gegner auf dem Feld, sondern auch mit Finanzierungsproblemen, der Abwanderung von Nachwuchsspielern, Querelen und Unstimmigkeiten in der Geschäftsführung. Dabei sah es in der zweiten Saison 2015/16 gut aus, die Mannschaft erreichte den fünften Tabellenplatz, schied aber wieder in den Play-offs aus. In den beiden darauffolgenden Jahren erreichten die Hamburg Towers noch nicht einmal diese letzte Runde, 2017/18 landete die Mannschaft auf dem zehnten Platz. Aus der Traum?

Aber nein! Seit Mai 2018 trainiert der US-Amerikaner Mike Taylor die Hamburg-Wilhelmsburger Basketballmannschaft. Unter ihm – und dank diversen Neuzugängen, darunter die beiden US-Korbjäger Beau Beech und Drew Barham – scheint es aufwärts zu gehen: Die Hamburg Towers verloren unlängst zwar das Spitzenspiel gegen ProA-Tabellenführer Chemnitz, stehen aber auf dem zweiten Tabellenplatz. Vielleicht erreichen die großen Jungs ihr großes Ziel ja in dieser Saison. Daumen drücken! Und am besten live mitfiebern. Wann die Towers zuhause in der edel-optics.de-Arena spielen, könnt ihr auf der Homepage nachlesen. Bemüht euch rechtzeitig um Karten, denn die 3400 Plätze der Halle sind meist restlos ausverkauft.

Selbst aktiv werden: Sportvereine und Fitnesstudios in Wilhelmsburg

Oder ihr werdet selbst aktiv. Seit Sommer 2016 gibt es die Hamburg Towers auch für alle. Es wurde ein Breitensportverein mit mehreren Jugend-, einer Damen- und zwei Herren-Mannschaften gegründet. Also, ab an die Körbe! Wenn ihr lieber eine andere Sportart ausüben wollt: Top 5 Fitnessstudios und Sportvereine in Wilhelmsburg, in denen ihr fit werdet oder bleibt.

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