Früher Brachland, heute Hamburger Meile: Barmbek-Süd. (© Szene Hamburg )

Hamburg-Nord: Warum heißt Barmbek eigentlich Barmbek?

Heute ist der Stadtteil in Barmbek in Barmbek-Süd, Barmbek-Nord und Dulsberg unterteilt. Aber wie ist das Ganze entstanden, und woher kommt der Name?

Liebe Barmbeker, wusstet ihr eigentlich, dass ihr in einem wirklich uralten Dorf wohnt? Wie ehemalige Grabhügel auf der Rönnheide beweisen, bauten schon 800 v. Chr. germanische Siedler hier Weizen an. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Barmbek am 8. September 1271, und zwar als Bernebeke. So hieß damals die heutige Osterbek, und das Flüsschen war offenbar namensgebend für die Siedlung.

Hufner und Kätner bewirtschafteten das Land

Das Zentrum dieses Dorfes lag ursprünglich an der Hufnerstraße rund um die ehemalige Heiligengeistkirche, wo sich zunächst zehn, später zwölf Bauernhöfe der sogenannten Hufner befanden – also Bauern mit Grundbesitz. Diese Hufner bewirtschafteten die Hufen, wobei eine Hufe etwa der Grundgröße entspricht, den eine Bauernfamilie brauchte, um genügend für ihr Auskommen erwirtschaften zu können.

Die Größe einer Hufe ist also von Region zu Region unterschiedlich, unter anderem abhängig vom Ertragsreichtum des Bodens. Neben den zwölf Hufnern gab es auch acht Kätner, also Bauern, die nur eine Kate und geringen Grundbesitz sowie kein oder kaum Vieh besaßen. Um dennoch überleben zu können, arbeiteten sie in der Regel zusätzlich bei den Hufnern.

Seit 1894 ist Barmbek ein Stadtteil von Hamburg

Ab Beginn des 19. Jahrhunderts verkauften die Barmbeker Hufner und Kätner nach und nach immer mehr Land, sodass sich weitere Gewerbe und auch Privatleute dort ansiedelten. Um die Wende zum 20. Jahrhundert kaufte der Hamburger Aerar – heute würde man eher Fiskus sagen – elf der zwölf Vollhufnerrechte sowie einige andere Ländereien. Von 1874 bis 1894 war Barmbek (oder Barmbeck, wie es bis 1946 geschrieben wurde) ein Vorort, danach bereits Stadtteil von Hamburg. 1951 wurde er in Barmbek-Süd, Barmbek-Nord und Dulsberg aufgesplittet.

Barmbek-Nord in Zahlen (Stand: Dezember 2018)

Einwohner: 41.886, davon 50,7 Prozent weiblich und 49,3 Prozent männlich, 13,6 Prozent ausländischer Herkunft (Hamburger Durchschnitt: 40,8/49,2/17,1 Prozent)
Durchschnittsalter: 40,4 Jahre (Hamburger Durchschnitt: 42,1 Jahre)
Einpersonenhaushalte: 70,3 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 54,4 Prozent)
Haushalte mit Kindern: 10,3 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 17,8 Prozent)
Arbeitslosenquote: 4,9 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 5,3 Prozent)
Durchschnittseinkommen pro Jahr (Stand 2013): 28.330 Euro (Hamburger Durchschnitt: 39.054 Euro)

Barmbek-Süd in Zahlen (Stand: Dezember 2018)

Einwohner: 35.438, davon 52 Prozent weiblich und 48 Prozent männlich, 13,7 Prozent ausländischer Herkunft (Hamburger Durchschnitt: 40,8/49,2/17,1 Prozent)
Durchschnittsalter: 40,8 Jahre (Hamburger Durchschnitt: 42,1 Jahre)
Einpersonenhaushalte: 68,9 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 54,4 Prozent)
Haushalte mit Kindern: 10,7 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 17,8 Prozent)
Arbeitslosenquote: 3,9 Prozent (Hamburger Schnitt: 5,3 Prozent)
Durchschnittseinkommen pro Jahr (Stand 2013): 32.679 Euro (Hamburger Durchschnitt: 39.054 Euro)

Dulsberg in Zahlen (Stand: Dezember 2018)

Einwohner: 17.429, davon 50,5 Prozent weiblich und 49,5 Prozent männlich, 22,1 Prozent ausländischer Herkunft (Hamburger Durchschnitt: 40,8/49,2/17,1 Prozent)
Durchschnittsalter: 39,6 Jahre (Hamburger Durchschnitt: 42,1 Jahre)
Einpersonenhaushalte: 71,5 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 54,4 Prozent)
Haushalte mit Kindern: 11,2 Prozent (Hamburger Durchschnitt: 17,8 Prozent)
Arbeitslosenquote: 7,6 Prozent (Hamburger Schnitt: 5,3 Prozent)
Durchschnittseinkommen pro Jahr (Stand 2013): 21.239 Euro (Hamburger Durchschnitt: 39.054 Euro)

10 Gründe, warum Barmbek ganz furchtbar ist

So eine kleine Geschichtsstunde ist zwar ganz nett, ebenso wie die Zahlen und Fakten zum Stadtteil, aber jetzt mal Butter bei die Fische: Barmbek ist ganz furchtbar – wir nennen euch 10 Gründe dafür. Genauso wie ganz Hamburg, diese Stadt ist einfach schrecklich.

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