(© Der Filmverleih )

Hamburgs Kino-Tipps: Diese Filme dürft ihr im Mai nicht verpassen

Die Zukunft der Krankenpflege in Frankreich, das legendärste Komiker-Duo der Filmgeschichte, außer Rand und Band geratene Teenager, dazu der kompromisslose John Wick und der Kampf der brutalsten Monster: Alles neu macht der Mai! Auch die Kino-Tipps natürlich – hier sind sie!

1. Zu jeder Zeit

Wenn ich an meine Zeit als Krankenhilfspfleger zurückdenke, sind es vornehmlich zwei Aspekte, die mir in den Sinn kommen. Erstens: Was für eine großartige, lehrreiche, intensive und, ja, auch anstrengende Zeit. Zweitens: Wie ich all das wohl empfunden hätte, wenn meine Zeit in der Uni-Klinik Kiel nicht begrenzt auf ein Jahr gewesen wäre, sondern ich tatsächlich in diesem Beruf gearbeitet hätte. Auch wenn ich eine Tendenz bei der Antwort habe, endgültig herausfinden werde ich es nicht. Umso mehr interessiert mich daher, was der französische Filmemacher Nicolas Philibert an Eindrücken und Erlebnissen zusammengetragen hat. Über einen langen Zeitraum hat er Pflegeschülerinnen und -schüler begleitet. In seinem neuen Film dokumentiert er ihre Erfahrungen am „Nursing Training Institute“, wo sie gemeinsam die Krankenpflege-Ausbildung durchlaufen.

(F 2018, Regie: Nicolas Philibert)

Kinostart: 2. Mai 2019

2. Stan & Ollie

Augenpiekser, Klaviere zertrümmern, vertauschte Hüte, Lachanfälle ohne Grund, Kissenschlacht, Tortenschlacht und von vorn das Ganze - ganz ehrlich: Was kann man an Dick & Doof nicht mögen? Mit meiner Tochter Anni habe ich gerade angefangen die DVD-Box mit den Freitagabend-Klassikern aus dem ZDF anzuschauen. Die Zeitspanne, bis Anni bei Dick & Doof am Haken war: circa drei Minuten. Ergo – der Staffelstab ist weitergegeben. Mag das Fan-Herz noch so laut schlagen, dass Steve Coogan und John C. Reilly es hinbekommen würden den Darstellern Stan & Olli biografisches Kino-Leben einzuhauchen, habe ich stark bezweifelt. Doch so großartig wie der Trailer allein schon aussieht und sich die überaus positiven Kritiken lesen lassen, gibt es nur eine Möglichkeit: Ins Kino gehen und anschauen. Mit der DVD-Box können Anni und ich ja immer noch hinterher weitermachen.

(USA 2018, Regie: Jon S. Baird, mit Steve Coogan, John C. Reilly u.a.)

Kinostart: 9. Mai 2019

3. Wir - der Sommer, als wir unsere Röcke hoben und die Welt gegen die Wand fuhr

Ich gebe es zu: Der Titel ist so super, den Film von Rene Eller musste ich allein schon deswegen in der diesmonatlichen Rubrik verewigen. Aber auch die Story liest sich ziemlich formidabel: In einem Kaff an der belgisch-niederländschen Grenze tun sich Femke, Ruth, Karl, Liesl und noch ein paar andere Jugendliche zusammen, um der biederen Langeweile ihrer Eltern zu entkommen. Der Weg scheint vorgezeichnet: Aus Jux und Tollerei wird Sex und Romantik, die Musik spielt immer lauter, die Drogen tun ihr Übriges. Eines wird zunehmend klar: Ewig kann der Spaß nicht weitergehen. Und tatsächlich gibt es Komplikationen und Kontroversen, bis aus dem anfänglichen Spaß blutiger Ernst wird.

(NL/B 2018, Regie: Rene Eller, mit Pauline Casteley, Aimé Claeys u.a.)

Kinostart: 16. Mai 2019

4. John Wick: Kapitel 3

Ich erinnere mich bestens, wann und wie ich Keanu Reeves das erste Mal gesehen habe. Der Film hieß „Das Messer am Ufer“, das war im Jahr 1987. In dem bitterbösen Jugenddrama geht es um einen Mord an einer Teenagerin und die örtliche Clique, die versucht die Tat zu vertuschen. Neben Reeves spielte auch noch der unfassbar einnehmende Crispin Glover, bekannt aus „Zurück in die Zukunft“ mit. Binnen 90 Minuten war ich Hardcore-Fan von beiden: der Eine, ein übertalentierter Irrer mit den eigenwilligen Gesten. Der Andere, ein schmucker Typ mit überschaubarem Talent und einem großen Herzen. Letzteres bewies er gerade jüngst wieder, als er mit einer Gruppe von Flugreisenden in the Middle of Nowhere festsaß. Er nahm wie alle anderen auch, die beschwerliche Ersatzreise im Bus hin und gab dabei noch den gut gelaunten und schlecht rasierten Reiseführer. Einfach ein Supertyp! Dass es mit der Schauspielerei über die Jahre nie so ganz hingehauen hat, ist mir ziemlich Wurscht. Für das neueste Wick-Abenteuer muss er eh nur zwei Dinge: Gut aussehen und in der Gegend herumballern. Ich bin sicher, das wird er beides hinbekommen.

(USA 2018, Regie: Chad Stahelski, mit Keanu Reeves, Halle Berry u.a.)

Kinostart: 23. Mai 2019

5. Godzilla 2: King Of The Monsters

Ein Blick auf die Innenseite meines linken Unterarms und die Sache ist klar: Godzilla muss geguckt werden. Es ist kein Zufall, dass ich ein Tattoo des legendären Monsters trage. Alles, was mit den japanischen Filmmonstern zu tun hat, ist meine erste, dringlichste Kino-Prägung überhaupt. Alle 14 Tage Junior-Kino in der "Kurbel“ in Kiel-Gaarden. Dort kämpfte alles, was man sich an Monstern und Ungetümen nur ausdenken kann auf der Leinwand gegeneinander. Dass die Fäden, an denen Godzilla, Gamera und Co. durch die Kulisse gezogen werden, nicht mehr zu sehen sind, bedauere ich sehr. Dennoch sind die Monster-Filme für mich bis heute Pflichtprogramm. Über die Fortsetzung des Spektakels von 2014 ist bislang wenig durchgesickert. Aber die Nachricht, dass die legendären Monster Mothra, Rodan und Ghidorah wieder dabei sind, begrüße ich außerordentlich. Wie eigentlich immer, gibt es auch noch einen kaputten Atomreaktor, der die Welt womöglich verstrahlen könnte. In Sachen Popcorn-Entertainment kann also eigentlich nichts schiefgehen.

(USA 2018, Regie: Michael Dougherty, mit Vera Farmiga, Kyle Chandler u.a.)

Kinostart: 30. Mai 2019

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