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Hamburger Innenstadt soll schöner werden: Jetzt kommt Leben in die City

Einige zentrale Plätze in der Hamburger Innenstadt wurden in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt. Jetzt bekommt die City eine Schönheits-OP verpasst.

Wer an die Hamburger Innenstadt denkt, dem kommen zumeist Flaniermeilen und Einkaufspassagen in den Sinn. Schaufenster reiht sich an Schaufenster. Internationale Marken versuchen, die Passantinnen und Passanten in die Läden zu locken und sie dazu zu bringen, ordentlich Geld für den neuesten Schrei über den Kassentresen wandern zu lassen. Zwar ist St. Georg mit seinen Cafés und Bars nicht weit und auch das Café Paris in der Rathausstraße lädt immer auf einen Kaffee im Jugendstil-Ambiente ein. Wenn er aber auf etwas Entspannung unter Menschen und nicht unbedingt aufs Shoppen aus ist, steuert der Hamburger eher andere Stadtteile an.

Dabei hat die City Potenzial. Es muss nur etwas herausgekitzelt werden. Wie der NDR berichtet, wollen SPD und Grüne das Stadtbild im Bezirk Mitte an drei zentralen Orten verschönern lassen. Laut dem "Masterplan für öffentliche Plätze in der Innenstadt" sollen sowohl kleinere als auch größere Plätze wieder für alle zugänglich gemacht und "gemäß ihrer historischen Bedeutung und zentralen Lage" umgestaltet werden.

Biergarten auf dem Hopfenmarkt

Demnach soll der Großneumarkt in der Neustadt einen barrierefreien Zugang bekommen, mehr Sitzmöglichkeiten erhalten und vor allem sauberer werden. Die Gastronomen, die um den Platz herum angesiedelt sind, wird's wohl freuen. Der Gerhart-Hauptmann-Platz wiederum soll teilweise "in den ursprünglich geplanten Zustand" rückversetzt werden. Außerdem sind dort mehr öffentliche Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater vorgesehen.

Die größte Veränderung kommt aber auf den Hopfenmarkt am Nikolai-Mahnmal zu. Der historische Platz trägt seinen Namen schon seit dem 14. Jahrhundert, heute dient er lediglich als Parkplatz. Nun soll er frisch gepflastert und neu möbliert werden. Da, wo früher Braumeister ihre Zutaten eingekauft haben, sollen in Zukunft Gäste im Biergarten Platz nehmen. Der Masterplan sieht auch einen Lärmschutz vor der stark befahrenen Willy-Brandt-Straße vor.

Die konkrete Planung steht noch aus, 20.000 Euro sind für die Ausarbeitung angesetzt. Bis die Maßnahmen umgesetzt sind, werden aber noch einige Jahre vergehen. In der Zwischenzeit stoßen auch andere Bezirke ähnliche Projekte an. Zuletzt haben Politiker und Anwohnerinnen laut über eine umfassende Neugestaltung des Eppendorfer Marktplatzes nachgedacht.

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