Ausstellung "68. Pop und Protest" im Museum für Kunst und Gewerbe. (© Spiegel Verlag/Michael Bernhardi )

Hamburg im Oktober: Diese Events dürft ihr nicht verpassen

Im Oktober ist in Hamburg einiges los an kulturellen Pflichtterminen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet: Es wird punkig, queer, musikalisch und protestreich. Hier sind unsere Event-Tipps für die kommenden Wochen!

Die Kraft der Bilder

Unter der Überschrift DELETE zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe jetzt diverse Beispiele aus dem Bereich des Bildjournalismus, geht dabei aber weniger auf die ikonischen Motive ein, sondern zeigt an vier Reportage-Beispielen auf, wie Bildauswahl, Zusammenarbeit mit Redaktionen und letztliche Wirkungsweise der veröffentlichten Motive zusammengehen. Klingt hochspannend und das nicht nur für Journalisten, da hier durch die Präsentation auch der nicht abgedruckten Bilder deutlich wird, wieviele Erzählmöglichkeiten in nur einer Story schlummern.

Termin:
bis 25. November 2018

Ort:
Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz 1
20099 Hamburg

Mehr Infos auf der Webseite: www.mkg-hamburg.de

Zeit, dass sich was dreht

Ich weiß, es ist nicht das erste Mal, dass ich mich hier für Vinylismus stark mache. Aber das, was ich just in einem Artikel der Mopo gelesen habe, bezüglich des Existenzkampfes der Hamburger Musikclubs, gilt so ähnlich auch für die Plattenläden der Stadt. Es nützt nichts, drei Tränchen zu verdrücken, wenn mal wieder einer der ach so geliebten Record Shops verschwindet, leise zu seufzen und dann doch wieder bei - bitte hier großen Retailer-Namen einsetzen - die neue Platte von was weiß ich wem zu bestellen. Plattenläden mögen auch Erinnerungsorte sein, bei aller Nostalgie aber sind sie auch passionierte Kompetenz-Center im Hier und Jetzt, bestens bestückt, mit kundigen Menschen hinter den Tresen und den Ohren an den neuesten Veröffentlichungen. Wie wäre es, die Plattenladenwoche als willkommene Gelegenheit zu nutzen, sich mal wieder Zardoz oder Michelle, Freiheit & Roosen oder Remedy, Groove City, Slam, Pure Soul und all die anderen wunderbaren Dependancen dieser Stadt von innen anzuschauen? Ihr werdet es lieben. Versprochen.

Termin:
15. bis 20. Oktober 2018

Ort:
In den Plattenläden Hamburgs

Mehr Infos auf der Webseite: www.plattenladenwoche.de

Queer As Queer Can

Die Lesbisch-Schwulen Filmtage in Hamburg blicken mittlerweile auf massig Tradition zurück. In diesem Jahr findet das größte queere Filmfestival Deutschlands bereits zum 29. Mal statt. Dabei hat sich der Kino-Kongress vom Insidertreffen zu einem echten Groß-Event entwickelt, in den letzten Jahren verzeichnete das LSF bis zu 15.000 Gäste. Auch dieses Mal freuen wir uns auf sechs Tage geballtes Programm mit vielseitigem Filmstoff von aufwühlend über politisch bis unterhaltsam.

Termin:
16. bis 21. Oktober 2018

Ort:
Kampnagel, Passage Kino, Metropolis, B-Movie, 3001, Rote Flora, Bildwechsel
Hamburg

Mehr Infos auf der Webseite: www.lsf-hamburg.de

68

Und wenn man schon im Museum für Kunst und Gewerbe ist, um sich DELETE anzuschauen, dann kann man ab dem 18. des Monats auch gleich noch die Aussstellung "68. Pop und Protest" hinterher schieben. Drinnen ist, was drauf steht: 1968. Popkultur. Und das Dagegensein in seinen unterschiedlichsten Ausformungen. Dabei ist das Ausgangsjahr, das sagenumwobene, bedeutsame, entscheidende, schillernde, superb klingende, aber auch schockierende Ereignisse auf sich vereinende Jahr 1968 der perfekte Ausgangspunkt für die Frage, wie Pop und Protest eigentlich zusammen funktionieren. Zahlreiche Werke der bildenden und angewandten Kunst werden hier ebenso präsentiert, wie historische Dokumente, Plakate, Fotografien, Mode und Designobjekte. Pflichttermin, nicht nur für Leute, die sich den Sei-ein-Punk-Tag (siehe unten) im Kalender dick angestrichen haben.

Termin:
18. Oktober 2018 bis 17. März 2019

Ort:
Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz 1
20099 Hamburg

Mehr Infos auf der Webseite: www.mkg-hamburg.de

Punk's Not Dead

Blättert man durch den Kleinen Kalender, dann haben sich da schon ein paar krude Feier-, Namens- und Erinnerungstage versammelt. Einige lustige, einige seriöse, ja, auch sehr wichtige Daten sind natürlich dennoch dabei. Mein Liebling in diesem Monat: Der Sei-ein-Punk-Tag! Also, mir oder meiner Tochter muss man das nicht erst sagen, das liegt uns irgendwie im Blut, aber wer zumindest mal temporär miteinsteigen möchte, dem empfehle ich Dead Kennedys' "Fresh Fruit For Rotting Vegetables" auf dem Plattenteller, die Film-Doku "Punk Attitude" und einen locker sitzenden Mittelfinger. Zumindest heute mal. Es ist nie zu spät, seinen inneren Non-Konformismus zu entdecken.

Termin:
25. Oktober 2018

Ort:
Wo immer ihr wollt

Der Name ist Niven. John Niven.

"It’s a Hardcore Night" klingt ja erst einmal nicht ganz unverfänglich, dann auch noch im Randgebiet des Rotlichtbezirks … aber weit gefehlt: Hier wird gelesen. Heyne Hardcore lädt ein. Deren Verlagsleiter Markus Naegele übernimmt persönlich die Moderation, das Programm ist schillernd und bietet neben literarischen Höhepunkten auch noch erlesenen Sound. In punkto Buchregal haben sich John Niven ("Kill Your Friends"), Simone Buchholz, Timo Blunck und Bernd Begemann angemeldet. Für die Musik sorgt das Duo Hawel/McPhail. Kann nur gut werden, Resttickets sollte man sich beim Lesen dieser Zeilen umgehend bunkern!

Termin:
31. Oktober 2018

Ort:
Nochtspeicher
Bernhard-Nocht-Straße 69a
20359 Hamburg

Mehr Infos auf der Webseite: www.nochtspeicher.de

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