(© Julia Schwendner )

Hamburg hilft: Diese sozialen Projekte könnt ihr unterstützen

Freudige Nachrichten in Krisenzeiten: Hamburg hält zusammen. Kreativ und engagiert entwickeln Hamburger neue Möglichkeiten der Unterstützung – besonders für die, die täglich auf Hilfe angewiesen sind. Wir zeigen einige soziale Aktionen, die ihr per Spende unterstützen könnt.

Masken für alle

Behilfsmasken sind eine wichtige Schutzmaßnahme im Kampf gegen die Verbreitung des Virus. Sie sind aktuell aber Mangelware. Um das zu ändern, legen viele Hamburger nun selbst Hand an und fertigen diese Behilfsmasken in Eigenregie. Für den Einsatz in der Medizin sind sie nicht geeignet, Privatpersonen und Pflegepersonal können sich damit jedoch schützen. Unterstützen könnt ihr durch Nähen von Masken oder Spenden von Stoffen. Vorreiter sind die Harburger Landfrauen mit der Aktion Mundschutz. Auch Unternehmen wie Vartan Wood sind auf die Produktion von Mund-Nasen-Masken umgestiegen. Um Kurzarbeit zu vermeiden, wurde aus der Tischlerei flugs eine Näherei. Jede verkaufte Maske ist gleichzeitig eine Spende von zwei weiteren an Bedürftige und soziale Einrichtungen.

Eine warme Mahlzeit für bedürftige Kinder dank der Mittagsrakete

Jörg Wienckenberg und sein Team von mammas canteen versorgen normalerweise Hamburger Schulen und Kitas mit warmem Mittagessen. Das fällt jetzt aus. Deshalb kocht er nun für die Mittagsrakete. Die ehrenamtliche Initiative wurde von Hamburger Privatpersonen gegründet. Sie versorgt Kinder, die in schwierigen Verhältnissen leben, kostenlos mit einem warmen Mittagessen, das sie sonst in der Schule bekommen hätten. Geliefert wird direkt vor die Haustür. Den Kontakt regelt das Jugendamt. Von Spenden werden Lebensmittel gekauft und das Team um Wienckenberg entlohnt.

Hamburg hilft Menschen ohne Zuhause

"Stay Home, stay safe" – unmöglich für jene, die kein Zuhause haben. Zudem können sich Menschen, die auf der Straße leben, nicht an die allgemeinen Hygienestandards halten. Doch besonders aktuell ist Körperpflege enorm wichtig. Die Organisation GoBanyo hat in einer Kooperation mit der Hamburger Sozialbehörde und Bäderland die Wiederöffnung des St. Pauli Bads durchgesetzt. Dort können Obdachlose nun an drei Tagen der Woche duschen. An zwei weiteren Tagen steht der Duschbus bereit. Zudem fordert GoBanyo eine häusliche Unterbringung per Petition.

Das Straßenmagazin Hinz & Kunzt bietet Obdach- und Wohnungslosen eine tolle Möglichkeit, Geld zu verdienen. Doch ohne Passanten auf Hamburgs Straßen, können auch keine Hefte verkauft werden. Schnurstracks wurde umgeplant: Das Magazin kann man nun online lesen. Zudem organisiert Hinz & Kunzt in Zusammenarbeit mit dem Alimaus e.V., der Hamburger Diakonie und weiteren Initiativen die Unterbringung von bis zu 250 Obdachlosen in Hamburger Hotels. Dank einer Großspende ist nun die Versorgung der Bedürftigen mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung gewährleistet.

Auch der Hamburger Gabenzaun musste seine Zeiten absagen, um Infektionen vorzubeugen. Stattdessen sind die Helfer nun mit einem Bollerwagen unterwegs – der Gabenzaun to go. Sie verteilen vor allem Lunchpakete. Sach- und Nahrungsspenden sind also immer noch willkommen.

Was passiert mit den Tieren?

Da sich viele erkrankte Menschen nicht mehr um ihre vierbeinigen Freunde kümmern können, nimmt der Hamburger Tierschutzverein Tiere von Corona-Patienten auf. Anmeldungen der Tiere nimmt die Polizei entgegen. Das Angebot gilt auch für Tierbesitzung ohne Erkrankung, die sich aktuell nicht in der Lage sehen, ihrem Tier gerecht zu werden.

Auch die Zoos und Tierparks haben mit der aktuellen Situation zu kämpfen. Der Wildpark Schwarze Berge und Hagenbecks Tierpark sind geschlossen und zeigen die Tiere deshalb nun digital. Unterstützen könnt ihr die Parks mit Tier-Patenschaften. Damit sichert ihr einen Teil der Versorgung des jeweiligen Tiers. Beim Wildpark ist eine Jahreskarte inklusive.

Schöne Worte und Hoffnung spenden

Die Aktion Hoffnungsbrief richtet sich an Senioren in Wohn- und Pflegeheimen. Sie dürfen aktuell keinen Familienbesuch empfangen und fühlen sich verständlicherweise sehr einsam. Die Diakonie tritt als Vermittlerin auf und leitet eure Briefe weiter. Geschickt werden kann alles, was schöne Gedanken und Momente bereitet: Bilder, Basteleien, Gedichte, Erzählungen und mehr. Ihr könnt eure Adresse angeben, wenn ihr möchtet. Vielleicht findet ihr so schon bald einen neuen Brieffreund. Besonders zu den Feiertagen ist die Freude bestimmt groß!

Gemeinsam für Hamburgs Clubkultur

Seit dem 4. April ist mit United We Stream eine neue Plattform für digitale Clubkultur ins Leben gerufen worden. Sie bringt das vielfältige Programm aus beliebten Hamburger Clubs live zu euch nach Hause. Mit dabei: Astra Stube, Knust, Hafenklang, MS Stubnitz, Mojo Club, Molotow, Golden Pudel Club, Uebel & Gefährlich und viele mehr. Die Einnahmen fließen in den Save-Our-Sounds-Fonds des Clubkombinats, aus dem die Clubs und Veranstalter nach Bedarf Unterstützung erhalten. Spenden könnt ihr per Ticket für die Veranstaltungen oder dem Kauf von solidarischen Produkten.

Natürlich gibt es noch viele weitere Organisationen und Projekte in Hamburg, die Gutes tun und sich über Unterstützung freuen. Ob Bildung, Soziales, Umwelt oder Kultur: Bei Gut für Hamburg findet ihr eine tolle Übersicht. Auf einer Karte könnt ihr entdecken, wo und wem ihr in eurer direkten Nachbarschaft helfen könnt.

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