(© Shutterstock/Dominik Frings )

Hamburg, deine Schiffe: 5 Kähne im Hafen, die ihr kennen solltet

Hand aufs Herz: Wer weiß schon genau, was es mit den Schiffen im Hamburger Hafen auf sich hat, die hier Dauergast sind? kiekmo verrät es euch. Ahoi, Angeberwissen!

1. Cap San Diego: Eines der Have-to-see-Schiffe in Hamburg

Was wäre das Hamburger Hafenpanorama ohne die Cap San Diego? Das größte fahrtüchtige Museums-Frachtschiff der Welt (den Superlativ muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) ist ein eleganter Hingucker an der Überseebrücke und war in den 1960er-Jahren als Stückgutfrachter auf der Südamerika-Linie unterwegs. Seit 1988 ist die Cap Museumsschiff, seit 2003 schwimmendes Hotel (Einzelkabine ab 85 EUR) und legt ab und an noch zu sogenannten Museumsfahrten ab (rechtzeitig buchen!). In Schuss gehalten wird sie von rund 45 ehrenamtlichen Seemännern im Ruhestand. Und die scheinen einen guten Job zu machen: Ein Besuch im Museum, im riesigen Bauch oder in der Bordgastronomie lohnt sich! Tipp: Abenteuerlustige können sich in den Escape Rooms an Bord des Hamburger Schiffes bei einem Mix aus spannender Teamwork und kribbelnder Unterhaltung amüsieren.

Infos: Cap San Diego, Liegeplatz Überseebrücke, 20459 Hamburg; Museum täglich 10 bis 18 Uhr

2. Rickmer Rickmers: Zwischen Escape Room und Piraten-Poesie

Berühmt ist sie, und das zu recht: Die Rickmer Rickmers rühmt sich, das "schwimmende Wahrzeichen Hamburgs" zu sein. Der grüne und stolze, prominent an den Landungsbrücken liegende Frachtensegler aus glänzendem Holz, schipperte früher über die Weltmeere zwischen Hongkong und Kapstadt. Das erinnert ein bisschen an Seefahrer-Romantik alter Piratenfilme. Wie es damals wirklich beim Leben auf hoher See zuging, könnt ihr bei einem Besuch an Deck und in den liebevoll restaurierten Offizierskabinen erleben. Noch Abenteuerlustigere erkunden das historische Schiff auf ganz andere Art und Weise. Zum einen gibt es hier einen Klettergarten in luftiger Höhe. Zum anderen sind die Escape-Room-Spiele auf der Rickmer Rickmers mittlerweile sehr beliebt – eine Art spannendes Adventure Game oder eine Schnitzeljagd im real life. Dabei könnt ihr in der unvergesslichen und einzigartigen Kulisse an Bord in einem von zwei Escape Rooms gegeneinander – oder zusammen mit euren Freunden – antreten.

Infos: Rickmer Rickmers, Bei den St. Pauli-Landungsbrücken 1 A, 20359 Hamburg; Museum täglich 10 bis 18 Uhr, Gastronomie täglich 11 bis 18 Uhr

3. Feuerschiff LV13: Das feuerrote Spielmobil

Einst war es ein altes englisches Feuerschiff. Nun liegt es im City Sporthafen und leuchtet höchstens noch durstigen und hungrigen Hamburg-Besuchern und -Bewohnern den Weg. Das robuste, knallrote Feuerschiff, damals in alter Nietenbauweise gebaut, ist heute nämlich "Hotel-Bar-Restaurant-Veranstaltungsschiff" und als solches in Hamburg eine Institution – wenn auch eher für Touristen. Wer also mal ganz anders übernachten möchte, kann hier bei einzigartiger Aussicht auf den Hafen einschlafen und aufwachen. Ansonsten erklingen auf dem Feuerschiff auch gerne mal Jazztöne bei Konzerten. Und wer seinen Besuch zum Essen mit maritimem Flair ausführen will, kann das an Bord bei grandioser Hafenkulisse tun.

Infos: Das Feuerschiff, City Sporthafen, Vorsetzen, 20459 Hamburg

4. Frau Hedis Tanzkaffee: Der schwimmende Club auf der Elbe

Hier tanzen die Wellen mit den Gästen um die Wette. Wer auf der MS Hedi anheuert, tut das nicht als Matrose, sondern als Feierwütiger und Musikbegeisterter. Denn hier werden Clubbing-Erlebnis und Wodka-Tonics auf einzigartige Art und Weise mit Wellen, Open-Air-Feeling und Hafenpanorama verbunden. Hamburger DJs legen an Bord Italo-Disco, Indie oder Club-Mucke vom Feinsten auf (vorher das Programm checken!), und die Drinks schwappen nur so die Kehle herunter. Ganz nebenbei durchpflügt die kleine Hedi das Hafenwasser und schippert in Partylaune an Containerriesen und Werften vorbei. Das macht an warmen Sommerabenden besonders viel Spaß. Los geht’s am Anleger gegenüber der Treppe, die zur Bernhard-Nocht-Straße führt.

Infos: Frau Hedis Tanzkaffee, Bei den St. Pauli-Landungsbrücken, Brücke 10, 20359 Hamburg

5. MS Stubnitz: Das Schiff in Hamburg für Party und Kultur

Avantgardistisches Kulturprogramm vom Feinsten – dafür steht die MS Stubnitz, die seit den 1990er-Jahren als eine Art schwimmende Kulturzentrale fungiert. Der 80 Meter lange, ehemalige Fischkutter lief 1964 in Stralsund von der Werft und wurde 1992 zur Botschafterin für kulturellen Austausch umgebaut. Seit 1992 legte die Stubnitz bereits in Amsterdam, Kopenhagen, Newcastle, Sankt Petersburg und London an. Unzählige Partyschwärmer aus ganz Europa pilgerten also bereits in ihren Bauch, um an Bord Performances, Liveacts und coole Bands zu erleben. Nun liegt die durch Patenschaften finanzierte Stubnitz zum Glück wieder in Hamburg am Baakenhafen in der HafenCity. Wer im Morgengrauen nach einer langen Partynacht aus dem Rumpf wieder auftaucht, wird dort mit einer einmaligen Hafenkulisse belohnt.

Infos: MS Stubnitz, Kirchenpauerkai 26, 20457 Hamburg

Noch mehr Fun Facts rund um den Hamburger Hafen

Wisst ihr zum Beispiel, dass der Hamburger Hafen flächenmäßig um einiges größer ist, als Flensburg? Wir verraten euch 10 Fakten über den Hafen, die ihr garantiert noch nicht kennt. Und wenn wir einmal dabei sind: 10 kuriose Fakten über Hamburg, die ihr garantiert noch nicht kennt.

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