So soll der neue Hauptsitz des Verlags Gruner + Jahr aussehen. (© Gruner + Jahr )

So gewaltig wird das neue "Gruner + Jahr"-Gebäude in der HafenCity

Der Verlag "Gruner + Jahr" zieht vom Baumwall in die HafenCity und lässt einen neuen Hauptsitz bauen. Der Neubau ist innovativ und knüpft dennoch an die traditionelle Hamburger Hafenarchitektur an. Wir haben alle Infos für euch.

Beinahe jede Hamburgerin und jeder Hamburger kennt den markanten Gebäudekomplex am Baumwall, der dem Verlag Gruner + Jahr als Hauptsitz dient. Vor allem Fahrgäste der U3 sind mit dem Anblick gut vertraut, führt doch eine Brücke direkt von der Haltestelle Baumwall geradewegs zum Haupteingang des Verlagshauses. Seit die mit Zinkblech verkleideten und auf Stützen stehenden "Hütten" in den 80ern erbaut wurden, bietet sich den Mitarbeitern des Unternehmens der wahrscheinlich beste Ausblick auf den Hafen und die Speicherstadt. Doch das ist bald Geschichte.

Gruner + Jahr: Neues Verlagsgebäude am Lohsepark

Dass der Verlag aus den aktuellen Räumlichkeiten aus- und in einen Neubau direkt gegenüber des Spiegel-Hauses einzieht, war schon länger bekannt. Jetzt hat sich die Jury, unter anderem bestehend aus Vertretern der Stadt, Architekten und von Gruner + Jahr, einstimmig für einen Entwurf entschieden. Das Konzept des Londoner Architekturbüros Caruso St John erinnere an ein "zurückhaltendes Hamburger Kontorhaus, das auf eitle Gesten verzichtet". Dennoch erfülle das Gebäude "einen hohen ästhetischen Anspruch" und zeichne sich durch eine "klare Haltung und hohe Qualität“ aus. Von außen fallen vor allem die grün-emaillierten Keramikstreben auf, hinter der Fassade soll es drei zum Teil überdachte Innenhöfe geben.

Ein Umzug werde notwendig, weil sich der Verlag und die Art des Arbeitens im digitalen Zeitalter stark gewandelt hätten, so die Chefin von G+J Julia Jäkel: "Wir brauchen ein Haus, das technologisch fortschrittlich ist und räumlich mithalten kann." Die Räume im Innern des Gebäudes lassen sich flexibel öffnen und teilen - je nachdem, wofür sie gerade gebraucht werden.

Auch neue Wohnungen sind geplant

Auf dem 15.200 Quadratmeter großen Gelände wird ein ganzer Gebäudekomplex entstehen, der nicht nur Platz für Büros bietet. Ins Erdgeschoss des neuen G+J-Hauses werden gastronomische Betriebe und kulturelle Angebote einziehen. Nebenan entstehen etwa 200 neue Wohnungen, die teilweise ab 6,50 Euro Nettokaltmiete zu haben sein werden. Die Bauarbeiten sollen bereits 2019 beginnen, 2021 soll der Gebäudekomplex bezugsfertig sein. Was mit dem alten G+J-Gebäude geschieht, ist noch nicht bekannt. Einen Abriss schließt Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing zum jetzigen Zeitpunkt allerdings aus.

Langsam, aber sicher entwickelt sich die HafenCity zu einem belebten und attraktiven Viertel. Es gibt immer mehr Gründe, einen Ausflug in Hamburgs jüngsten Stadtteil zu unternehmen. Auch für Filmliebhaber bietet die HafenCity bald eine neue Attraktion: Ende 2018 eröffnet am Sandtorkai ein neues Luxuskino.

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