(© Unsplash/Markus Spiske )

5 häufige Fehler, die Hamburger bei der Mülltrennung machen

In den letzten Jahren hat sich in Sachen Mülltrennung in Hamburg viel getan. Trotzdem gehört immer noch über die Hälfte des Mülls in der schwarzen Tonne da eigentlich nicht rein. Kay Goetze, Pressesprecher der Stadtreinigung Hamburg, verrät, was wir beim Wegschmeißen immer wieder falsch machen.

1. Bioplastik in der Biotonne

Wo bio drauf steht, ist nicht unbedingt bio drin. Bioplastiktüten etwa sollen zwar kompostierbar sein. Aber: "Die Zersetzung erfolgt so langsam, dass die Tüten in den Anlagen der Stadtreinigung den Kompostierprozess stören und deswegen rausgefiltert werden müssen", erklärt Kay Goetze. Also merket: Nur Papiertüten kommen in den Biomüll. Die gibt es bei der Stadtreinigung Hamburg oder in der nächsten Budni-Filiale gegen Coupon auch gratis. Auf der Website der Stadtreinigung könnt ihr euch den Coupon einfach runterladen und zu Hause ausdrucken.

2. Multi-Verpackungen im Plastikmüll

Die Verpackungen von Zahnbürsten zum Beispiel oder auch Joghurtbechern bestehen häufig aus mehreren Materialien. Trotzdem landen diese in Hamburg oft in einem Stück im Plastikmüll. Beispiel Joghurtbecher: "Wichtig ist, dass man Deckel und Becher voneinander trennt, bevor man beides in der gelben Tonne entsorgt", sagt Kay Goetze. "Denn der Deckel besteht aus Aluminium, der Becher aus Kunststoff. Landen sie zusammen im Müll, können die Maschinen sie nicht auseinanderhalten." Der Kunststoffbecher gerät dann meist in die Alu-Sammlung und muss beim Recycling wieder aussortiert werden.

Hinzu kommt, dass viele Joghurtbecher zudem noch eine Papierummantelung haben. Kay Goetze: "Diese einmal abziehen und im Papiermüll entsorgen." Ihr müsst euch übrigens nicht die Mühe machen, den Becher vorher auszuspülen, löffelrein reicht völlig aus.

3. Medikamente in der Toilette runterspülen

Über Medikamente, die in der Toilette entsorgt werden und dann in der Kanalisation landen, freuen sich nicht mal die Ratten. "Sowohl Tabletten als auch Tropfen gehören in den Restmüll", stellt Kay Goetze klar. Werden sie in der Spüle oder in der Toilette entsorgt, können einzelne Wirkstoffe in den Wasserkreislauf gelangen – und das will ja nun wirklich keiner.

4. Elektroschrott im Restmüll

"Leider passiert es immer noch sehr häufig, dass kleine Elektrogeräte oder auch Akkus in Hamburg im Restmüll landen", erzählt Kay Goetze. Dabei gibt es mittlerweile insgesamt 113 Elektrokleingerätecontainer in der Stadt. Sind die Geräte zu groß für die Container, müsst ihr leider in den sauren Apfel beißen und sie zum nächsten Recyclinghof bringen.

5. Windeln in der gelben Tonne

Das geht raus an alle Eltern: Windeln bitte niemals in der gelben Tonne entsorgen. Das Problem: Dreckigen Windeln machen den restlichen Plastikmüll quasi unrecycelbar. Also mitschreiben und merken, wenn der Experte sagt: "Windeln gehören schlicht und einfach in den Restmüll und niemals in die gelbe Tonne."

Unverpackt-Läden in Hamburg

Wenn man Lebensmittel wegschmeißen muss, ist das mehr als ärgerlich. Sagt der Verschwendung den Kampf an! Wir haben ein paar Tipps für euch, wie ihr Lebensmittel in Hamburg vor dem Müll retten könnt. Oder noch besser: Ihr kauf gleich verpackungsfrei ein: Unverpackt-Läden in Hamburg.

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