(© Unsplash / Davide Ragusa )

Gruselige Geschichte: 5 Hamburger Orte mit dunkler Vergangenheit

Hamburg ist ja bekanntlich eine Stadt voller Geschichte(n), und manche davon sind ganz schön gruselig! Faire Warnung: Nach Genuss des folgenden Artikels werdet ihr an einigen Orten vielleicht ein bisschen Gänsehaut bekommen ...

Dunkles Tunnelversteck: Rödingsmarkt

Zwischen Landungsbrücken und Rathaus befindet sich die U3-Station Rödingsmarkt. So war es auch schon im Jahr 1959, als sich hier der berüchtigte Bankräuber Hugo A., wegen seines markanten Riechorgans "Spitznase" genannt, auf der Flucht vor der Polizei versteckte. Kurz zuvor hatte er die Deutsche Bank am Alten Wall überfallen und einem Angestellten in den Arm geschossen. Unerkannt konnte er mit der Beute entkommen, verschwand im U-Bahntunnel und tauchte nicht wieder auf. Geschnappt wurde "Spitznase" erst sieben Jahre später!

"Disco-Bomber" im Bunker

Tragische Ironie: Im zweiten Weltkrieg als Schutz vor Luftangriffen gebaut, wurden ausgerechnet im Bunker an der Feldstraße am 29. April 2000 neun Menschen bei einem Bombenanschlag schwer verletzt. Zum Verhängnis wurde ihnen die Anwesenheit des mehrfach vorbestraften Cüneyt Dogac: Im damaligen Club "J" (heute: Uebel und Gefährlich) zündete der damals 29-Jährige im VIP-Bereich eine jugoslawische Splitterhandgranate. Unter den Partygästen waren auch Til Schweiger, Heiner Lauterbach und Dieter Bohlen – sie kamen mit dem Schrecken davon.

Giftig: Energieberg in Georgswerder

Die malerische Aussicht lockt viele Besucher nach Georgswerder zum Spaziergang auf dem sogenannten Energieberg. Der heißt so, weil sich auf dem freundlichen, grünen Hügel Windräder drehen, auch Photovoltaikanlagen sorgen für umweltfreundlichen Strom. Klingt nach einem idyllischen Ort, aber der Schein trügt. Im Inneren des Hügels lagert industrieller Giftmüll! 1983 erlebte Hamburg seinen größten Umweltskandal, als etwas von der Brühe austrat. Aber die Aussicht müsst ihr euch trotzdem nicht entgehen lassen – seit 1986 ist hier alles bombensicher versiegelt.

Alsterarkaden in Brand gesteckt

Apropos trügerische Idylle: Die Alsterarkaden machen ja normalerweise auch eher einen harmlosen Eindruck. Aber auch hier spielten sich vor Jahren dramatische Szenen ab: Am Silvestermorgen 1989 bricht in der "Vegetarischen Gaststätte" ein Feuer aus, die Flammen fressen sich von Haus zu Haus über den Neuen Wall. Doch der Brand war kein tragisches Unglück: Der Besitzer des Restaurants hatte das Feuer in seinem Laden selbst gelegt, um die Versicherung auszutricksen. Keine Verletzten, Gesamtschaden: 30 Millionen Mark. 1992 wurde der Brandstifter zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Sprengstoffanschlag im Kaiser-Wilhelm-Hafen

Im Kaiser-Wilhelm-Hafen südlich der Norderelbe starten normalerweise ahnungslose Touristen ihre Trips mit den großen Kreuzfahrtschiffen. Doch auch der Hafen hat eine dunkle Geschichte: Am 2. Oktober explodierten hier zwei Sprengladungen und brachten das Bremer Frachtschiff Atlas zum Kentern. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.
Die Ermittler tappten lange im Dunkeln, bis sie die Tat schließlich der vom französischen Geheimdienst im Kontext des Algerienkriegs gebildeten Terrororganisation "Rote Hand" zuordnen konnten. Geladen hatte das Schiff übrigens 500 Tonnen Mehl und gut ein Dutzend Volkswagen.

Ihr habt einen Faible für gruslige Kriminalfälle? An diesen Orten könnt ihr auf Spurensuche nach True Crime in Hamburg gehen. Noch nicht genug? Diese spektakulären, berühmten Kriminalfälle in Hamburg hielten die ganze Stadt in Atem.

Autorin: Karin Jirsak

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