(© Erik Brandt-Höge )

10 Gründe, warum ihr mal wieder zum Amateurfußball gehen solltet

Der Tag der Amateure steht an. Wir sagen euch, warum ihr dringend mal wieder auf den Acker statt in den überfüllten Volkspark oder ans Millerntor gehen solltet.

1. Keine nervigen Schlangen am Bierstand

Habt ihr auch schon mal versucht, beim HSV oder am Millerntor an euer Bier zu kommen? An das verdiente, wohlgemerkt. Ist schließlich manchmal ein ziemlich öder Kick da unten auf dem 1a-gestutzten Edelrasen. Tja, das kann Stunden dauern, bei den Massen. Und wenn ihr das Kaltgetränk später "wegbringen" wollt, nochmal. Ziemlicher Ekelfaktor kommt bei den völlig überfüllten Stadionklos noch hinzu. Alles viel unkomplizierter – in der Oberliga.

2. Die Wurst ist eh besser!

"Dauert noch, die ist noch nicht ganz durch." Diesen Satz werdet ihr im Volkspark oder am Millerntor kaum zu hören bekommen. Stattdessen ist das, was ihr dort als Bratwurst bestellt, oft ein labberiges Etwas. Muss halt schnell gehen. Nur dann wird gut Geld mit der Stadionwurst verdient. So was gibt's nicht bei den Amateuren. Da glüht der Grill dann halt noch ein Minütchen länger. Soll ja auch bekommen, die Krakauer. Lecker!

3. "Spiel ab, Spiel endlich ab!"

Da könnt ihr brüllen, so viel ihr wollt. Hört euch eh keiner. Im riesigen Stadion. Auf dem Platz bei den Amateuren hingegen kommen eure Anweisungen noch bei den Jungs an. Die Schmähgesänge natürlich auch. Also Vorsicht, könnte sonst hinterher am Bierstand bei HSV Barmbek-Uhlenhorst, Sperber oder ETV 'ne Ansprache geben.

4. Bei den Amateuren gibt's auch mal ein paar Tore mehr

Heute mal ein 0:0, oder doch ein 1:1? Bundesliga, auch die zweite, kann so öde und arm an Buden sein. Als Kantersieg gilt da ja schon ein 3:0. Geht doch mal zum Amateurfußball. Da geht's nämlich oft so richtig ab. Besonders hart traf es im Frühjahr die Nachbarn aus dem nahen Pinneberg. Deren VfL holte sich in Hamburg Woche für Woche rekordverdächtige Klatschen in Hamburg ab. Von Victoria und BU gab es jeweils 14 Stück. Das war würzig, Tore sind halt das Salz in der Suppe.

5. In Altona wird manchmal ganz schön was abgefackelt

Ihr gehört zu denen, die es beim Fußball hitzig mögen? Es darf auch mal ein bisschen rauchen in der Kurve? Na gut. Aber bitte ohne aggressive Stimmung und Raketen, die in den Gästeblock düsen. Geht doch mal abends zu Altona 93. Da wird manchmal ganz schön was abgefackelt. Ist dann fast ein bisschen wie in Süditalien.

(© Erik Brandt-Höge )

6. Da könnt ihr euch Fußball auch mit den Kindern leisten

Schon mal mit euren Kindern im Volkspark oder am Millerntor gewesen? Mein lieber Scholli, da werdet ihr arm. Der Besuch eines Oberliga- oder Regionalligaspiels hingegen ist bezahlbar. Oft unter zehn Euro. Da geht dann auch noch 'ne zweite Wurst für den Sohnemann – oder die Tochter. Mal ganz davon abgesehen, dass die Lütten viel näher am Geschehen dran sind.

7. Krawalle? Nicht bei den Amateuren!

Reiterstaffeln in den Straßen. Hubschrauber über unseren Köpfen. Haben wir gerade erst wieder erlebt in Hamburg, als St. Pauli den HSV empfing. Da ist Angst vor Krawallen allgegenwärtig. Wenn ihr das nicht braucht, geht zum Amateurfußball. Zum Beispiel zum von großer Rivalität geprägten Spiel zwischen dem kleinen HSV aus Barmbek-Uhlenhorst und Altona. Da geht's nämlich gut zur Sache – in der Regel friedlich.

(© Berthold Wagner )

8. Ihr wollt ein Stadtderby mit St. Pauli und dem HSV? Kein Problem.

Klar, das Stadtderby HSV gegen St. Pauli ist für Hamburger etwas ganz besonderes. Aber dafür müsst ihr euch keinen Besuch im Volkspark oder am Millerntor antun. Das geht auch auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage im schönen Eimsbüttel. Dort trägt die Regionalliga-Mannschaft des HSV ihre Heimspiele aus. Und einmal im Jahr kommen die Jungs vom Kiez vorbei. Brennt dann auch ordentlich die Hütte.

9. Und hinterher? Na klar, dritte Halbzeit!

Spiel vorbei. Die Tribünen leeren sich. Zeit für die dritte Halbzeit, denn die ist beim Amateurfußball ja fast das schönste am Spieltag. Da geht dann noch ein Kaltgetränk, die 99 Minuten werden aufgearbeitet. Nach dem Duschen kommen ein paar Spieler vorbei, holen sich Schulterklopfen oder Predigt ab. Zum Beispiel beim Kultclub SC Victoria, wo die "Klause" direkt unter der alten Holztribüne ist. Herrlich ursprünglich!

10. Den Rest gibt's doch eh in der Glotze

Ja, wir lieben Fußball. Aber mal ehrlich: Für alles was sich in den höheren Ligen abspielt, müsst ihr doch gar nicht mehr ins Stadion. Läuft eh alles in der Glotze. Amateurfußball (noch) nicht. Also hin da, zu HEBC, zu Teutonia und Germania. Die haben es verdient!

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