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10 Gründe, warum Eimsbüttel ganz furchtbar ist!

Eimsbüttel, oder "Eimsbüddel" wie es von echten Hamburgern geschimpft wird, ist kein Ort, an dem wir uns gern aufhalten. Hier sind 10 Gründe, warum auch ihr dem Stadtteil den Rücken kehren solltet.

1. Wie in einem französischen Film

Wenn ihr das nächste Mal zwischen den zum Kotzen schönen Altbaufassaden Eimsbüttels, zum Beispiel in der Bellealliancenstraße, unterwegs seid, schaut euch ruhig mal um: überall dieses bunte Treiben! Menschen unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Herkunft. Viele von ihnen fläzen sich mit ihrem köstlichen Bio-Kaffee vor eines der vielen Cafés oder klingeln euch auf dem Fahrrad sitzend vom gut ausgebauten Radweg weg. Bevorzugt guckt dann auch noch ein frisches Baguette aus dem Fahrradkorb hervor. Newsflash: Ihr seid nicht in einem französischen Film!

2. Die Kleine Konditorei: Zu klein für Eimsbüttel

Wo wir schon bei Backwaren sind: Die Schlange vor der Kleinen Konditorei ist unmenschlich lang! Wie sollen gerade mal vier Filialen einen ganzen Stadtteil versorgen? Außerdem weiß doch jedes Kind, dass eine "Große Konditorei" selbstverständlich angemessener wäre. "Groß" ist nämlich immer besser als "Klein". Da ist es doch kein Wunder, dass ihr auch mal satte 15 Minuten in der bis an die nächste Kreuzung reichenden und mehrmals gewundenen Kassenschlange ansteht. Und wofür? Für die mehrfach ausgezeichneten, extrem leckeren Franzbrötchen etwa? Nein, danke.

3. Diese verdammten Radfahrer

Dass für diese Raser in den letzten paar Jahren extra die Osterstraße aufgerissen und komplett neu gestaltet wurde, ist ein Skandal! Unzählige Schlaglöcher, die fürs Urban Gardening verwendet werden könnten, wurden dem Erdboden gleich gemacht. Einfach so! Die Fußgänger wurden auch nicht gefragt, ob sie wirklich breitere Gehwege haben wollen. Immerhin kommt sich so niemand mehr mit seinen frischen Baguettes in die Quere.

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4. Moralapostel, so weit das Auge reicht

Bei einem Spaziergang über die Osterstraße beschleicht den Umweltsünder das schlechte Gewissen: Alle paar Schritte taucht eine Boutique mit fair produzierter Mode, ein Unverpackt-Laden oder eine der wenigen Bio-Metzgereien Hamburgs auf. Und dann sind die Gutmenschen in diesen Geschäften auch noch so freundlich-direkt, dass es schwer fällt, nicht auch noch selbst dem Nachhaltigkeitswahn zu verfallen. Diese Welt soll bitte genau so bleiben, wie sie ist!

5. Erschlagen vom Kulturprogramm

Sich bei schlechtem Wetter mit einem Buch aufs Sofa muckeln? Wer will das schon? Bestimmt sind das dieselben Menschen, die in der Buchhandlung Lüders durch die Regale stöbern. Dort stapeln sich die Bücher nämlich bis an die Decke, es ist eng und es riecht nach altem Papier. Auch die persönliche Beratung kann mir gerne erspart bleiben.
Wenn Literatur generell nicht euer Ding ist, geht ihr vielleicht lieber ins Abaton-Kino. In dem sehr diversen Programm werdet ihr ganz sicher einen Film finden, der euch gefällt. Aber Vorsicht: Auch eines der ältesten Programmkinos Deutschlands riecht mittlerweile nach Geschichte und Tradition!

6. Kein Paradies für Sportmuffel

Eimsbüttler sind sportlich und tragen das gern nach außen. Das liegt nicht nur daran, dass viele von ihnen zur Schule oder zur Arbeit mit dem Fahrrad fahren. Mit dem ETV sitzt der viertgrößte Sportverein Hamburgs an der Bundesstraße. Direkt gegenüber gehen Fitnessfreaks, die gerne ein gesundes und beschwerdefreies Leben führen, in den altehrwürdigen Hallen des Kaifu-Bads schwimmen oder nehmen an einem der vielen Sportkurse teil. Da bleiben wir doch lieber auf der Couch.

7. Mitten im Gestrüpp

Igitt, Natur! Ja, die gibt es auch in Eimsbüttel. Man muss nur vor die Tür gehen, und schon befindet man sich mitten in einem der zahlreichen Parks des Stadtteils. Zum Grillen geht der Eimsbüttler in den neu gestalteten Unnapark, gejoggt wird um den Weiher im Eimsbüttler Park, und das Kaiser-Friedrich-Ufer lädt zum Spazieren am Isebekkanal ein. Diese Auswahl überfordert einfach jeden.

8. Diese Jugend von heute

Selbst wenn ihr euch entscheidet, doch mal einen Park zu besuchen oder überhaupt vor die Tür zu gehen, müsst ihr damit rechnen, auf Kinderwagen und Schulkinder zu treffen. Schön und gut, Kinder sind unsere Zukunft, aber bitte nicht so laut!!! All die fantastischen Spielplätze tragen auch nicht gerade zu einem niedrigeren Lautstärkepegel bei.
Auch von älteren Kindern und jungen Erwachsenen werdet ihr nicht verschont: Egal, wo ihr in Eimsbüttel wohnt, die Universität oder ein Campus sind nie weit entfernt. Um sie herum ist eine hohe Dichte an günstigen Bars und Restaurants festzustellen, die die intellektuelle Elite Hamburgs anlocken. Vielleicht will ich ja gar nicht die Möglichkeit haben, den Abend mit anderen Menschen zu verbringen. Schon mal darüber nachgedacht?

9. Viel zu freundliche Nachbarn

Es stimmt: Eimsbüttels Altbauten sind hellhörig. Aber seit immer mehr von ihnen saniert werden, bekommt man immer weniger von seinen Nachbarn mit. Selbst um die Klospülung zu hören, müsst ihr die Ohren spitzen.
Aber Gott bewahre, ihr trifft eure Nachbarn auf offener Straße! Dann werdet ihr sofort ins Gespräch verwickelt und macht unter Umständen sogar nette Bekanntschaften. In dem Fall solltet ihr auch den Eimsbüttler Flohmarkt am Else-Rauch-Platz meiden. Denn dort dürfen nur Anwohner ihren alten Trödelkram für wenig Geld verscherbeln, um kommerziellen Anbietern nicht den Raum zu überlassen. Und die Gespräche, die dort entstehen, können euch den ganzen Sonntagnachmittag kosten.

10. Bus und Bahn direkt vor der Haustür

Bei all diesen lästigen Eigenarten ist es kein Wunder, dass manche Menschen Eimsbüttel nicht ertragen und auch mal raus wollen. Klar, die können sich dann in die U2, U3 oder die Metrobuslinie 4 setzen und innerhalb kürzester Zeit quasi überall hinkommen. Aber lieber HVV, was ist denn bitte schön verkehrt daran, stundenlang nach einem Parkplatz zu suchen? Und dann wird in einigen Jahren auch noch die U5 gebaut, die unter anderem durch Eimsbüttel führen soll. Wir haben doch eh schon viel zu wenig Platz!

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Vielleicht lohnt Eimsbüttel ja doch?

Ok, zugegeben, das war ein mieser Versuch, sich über Eimsbüttel zu echauffieren – es ist hier nämlich eigentlich ziemlich super! Dafür ist Ottensen wirklich richtig schlimm. Wollt ihr mit uns ablästern? Uns fallen da schon mal 10 Gründe ein.

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