(© Haspa Marathon Hamburg )

Großveranstaltungen in Hamburg: Was findet statt, was wird abgesagt

Der Dom, der Hafengeburtstag, die Harley Days – Corona hat schon für einige Absagen in diesem Jahr gesorgt. Doch für manche Veranstaltungen gibt es noch Hoffnung. kiekmo hat den Überblick.

Trotz vieler Lockerungen in anderen Bereich, bleiben Veranstaltungen aktuell noch weitgehend verboten. Bis Ende Oktober sind sie nur unter freiem Himmel mit Genehmigung möglich, wenn sie aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar sind. Viele Veranstalter haben sich dafür nun extra ein Konzept überlegt, damit ihr nicht auf alles in diesem Jahr verzichten müsst.

Das Reeperbahn Festival: Europas größtes Clubfestival als Richtungsweiser der Branche

Eine feste Größe im jährlichen Festivalkalender stellt für viele Hamburger im September das Reeperbahn Festival dar. Es ist quasi der Abschluss der Saison und ein echtes musikalisches Highlight, das weit über die Grenzen der Hansestadt bekannt ist. Damit ihr in diesem Jahr nicht komplett auf Festivals verzichten müsst, haben sich die Veranstalter ordentlich ins Zeug gelegt, um ein pandemiegerechtes Konzept vorzulegen. Natürlich wird vieles anders ablaufen, als wir es aus der Vergangenheit gewohnt sind. Das Reeperbahn Festival soll aber auch als Blaupause dafür dienen, wie derartige Veranstaltungen in der kommenden Zeit aussehen können. Damit wollen die Veranstalter Künstlern, Locations und Musikschaffenden eine Perspektive in dieser existenzbedrohenden Zeit geben.

Der Haspa Marathon: Deutschlands größter Frühlingslauf wird auf Herbst verschoben

Auch für die sportverrückten Hamburger ist 2020 ein Jahr voller Einschnitte. Einer der eigentlich ersten Termine im Kalender, der Haspa Marathon im April, wurde nun auf den 13. September verlegt – unter strengen Hygienevorschriften versteht sich. So werden die 10.000 Läufer in diesem Jahr aus sieben verschiedenen Messehallen in Intervallen ab 9:30 Uhr über knapp zwei Stunden hinweg starten, um den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten zu können. Auf das Rahmenprogramm rund um den Marathon müssen die Veranstalter leider verzichten und auch für die Zuschauer gibt es zahlreiche Abstriche. Es wird keine Tribünen und kein Gastronomieangebot geben, Motivationszonen entfallen und das Verstanstaltungsgelände darf nicht betreten werden. Zumindest müssen die Läufer nicht komplett auf das Traditionsrennen verzichten.

Ganz ähnlich sieht es übrigens auch beim Iron Man aus: Das Event findet nicht wie geplant Ende Juni, sondern am 6. September statt. Damit folgt das Rennen auf den WTS Hamburg Triathlon, der einen Tag vorher, am 5. September, an den Start geht.

Der Schlagermove: Der Karneval des Nordens feiert online

Bunt, laut und ziemlich verrückt: Das ist der tanzende Zug, der sich alljährlich durch Hamburg schlängelt. Zunächst waren die Veranstalter optimistisch und haben "das Festival der Liebe" vom 4. Juli auf den 5. September verschoben. Doch nachdem die Verlängerung des Verbots für Großveranstaltungen von Bund und Ländern bis Ende Oktober ausgesprochen wurde, mussten sie schweren Herzens absagen. Doch Moment: Auch wenn die Karawane dieses Jahr nicht singend durch St. Pauli zieht, müsst ihr nich komplett auf das bunte Spektakel verzichten. Am 4. Juli wird es ab 15 Uhr einen vierstündigen Livestream geben, bei dem ihr verkleidet durch euer Wohnzimmer tanzen könnt. Also: Sonnenbrille aufsetzen und Hossa, Hossa!

Hamburg Pride: Dieses Jahr als Fahrrad-Demo?

Ein ähnlich buntes Treiben wie beim Schlagermove findet ihr beim Christopher Street Day, der normalerweise Anfang August in Hamburg seinen Platz im Kalender hat. Unter dem Motto "Keep on fighting. Toghether." feiert die Veranstaltung in diesem Jahr sogar ihren 40. Geburtstag. Nun steht zur Diskussion, die Hamburg Pride als Fahrrad-Demo stattfinden zu lassen. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. Umso wichtiger in diesem Jahr ist die Initiative Hamburg zeigt Flagge, bei der vom 24. Juli bis zum 3. August die Regenbogenfahne an vielen Orten als Zeichen der Solidarität mit der LSBTI-Community weht. Unser Bekenntnis zu Vielfalt und Weltoffenheit können wir nämlich auch trotz Corona zeigen!

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